Jurysitzung

Erste Phase im Wettbewerb Mittendrin Berlin! 2022/23 entschieden

Sechs Beiträge sind für die zweite Phase nominiert.

Mittendrin Jury

Erste Phase im Wettbewerb Mittendrin Berlin! 2022/23 entschieden

Die erste Vorentscheidung im aktuellen Wettbewerb „Mittendrin Berlin! Projekte für Berliner Zentren“ ist gefallen. Bis zum 23. Januar 2023 haben die sechs nominierten Standortinitiativen nun Zeit, ihre Beiträge mit der Unterstützung eines Budgets von jeweils 3.000 Euro sowie fachlichen Beratungsleistungen zu qualifizieren und ihr Netzwerk auszubauen. Aus diesen weiterentwickelten Beiträgen wird die Jury im Februar 2023 bis zu drei Gewinner-Konzepte küren, die bis zum Herbst 2023 an den Standorten umgesetzt werden. Die Jury setzt sich zusammen aus Vertreter:innen der Initiatoren – der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen gemeinsam mit der IHK Berlin – sowie der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe, privaten Partnern aus der Wirtschaft und fachlichen Expert:innen.

Das Thema des diesjährigen Wettbewerbsdurchgangs von Mittendrin Berlin! lautet EBENE NULL – Erdgeschosse im Blick. Gesucht werden kreative Ideen und Konzepte, die das Potenzial haben, Erdgeschossflächen zu beleben und zu mehr Vielfalt und Besucherfrequenz in den Zentren sowie Geschäftsstraßen beitragen. Der Wettbewerb ist Teil des Berliner Pilotprojekts „Kuratiertes Erdgeschossmanagement in Zentren und Geschäftsstraßen“ der Nationalen Stadtentwicklungspolitik.

Senatsbaudirektorin Prof. Petra Kahlfeldt, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen: „Berlin braucht lebendige Zentren und Geschäftsstraßen und diese brauchen das Engagement und die Kreativität von Akteuren vor Ort. Deshalb ist der Wettbewerb Mittendrin Berlin! so wichtig, denn er fördert kreative Impulse und leistet einen wesentlichen Beitrag, Standortgemeinschaften und Netzwerke zu stärken. In unserer gewachsenen Stadt ist gerade die Nutzung der Erdgeschosse besonders wichtig und das diesjährige Motto des Wettbewerbs nimmt das auf. Die sechs nominierten Beiträge sind gelungene Beispiele für kreative, gemeinwohlorientierte Nachnutzungsideen für Erdgeschosse und stärken den öffentlichen Raum. Mein Dank gilt allen teilnehmenden Initiativen, denn schon die Teilnahme an Mittendrin Berlin! kann ein Anstoß für die weitere Arbeit vor Ort sein.“

Stephan Schwarz, Senator für Wirtschaft, Energie und Betriebe: „Die Nominierten haben spannende und innovative Konzepte zur Belebung und Stärkung unserer Geschäftsstraßen und Zentren präsentiert. Kreative Ideen für leerstehende Räume sowie neue anregende Impulse für Nutzungsmischungen sind für Berlin als dezentral ausgelegte Metropole besonders im Fokus. Dieser Wettbewerb trägt dazu bei, dass unsere Kieze vielfältig und zukunftsfähig bleiben und die ausgewählten Initiativen liefern hier wichtige Impulse für die Stärkung urbaner Räume und ihrer Attraktivität für den Einzelhandel, die Anwohner:innen und die Besucher:innen. Dabei ist die Verknüpfung wirtschaftlicher Aspekte mit sozialen und städtebaulichen Anliegen besonders wichtig. Ich gratuliere allen Nominierten.“

Robert Rückel, Vizepräsident der IHK Berlin: „Attraktive und vielfältige Erdgeschosse mit nachhaltigen Nutzungskonzepten sind essentiell für lebendige Zentren und Geschäftsstraßen. Die sechs ausgewählten Projekte stehen beispielhaft für die Innovationskraft Berlins und die Kreativität der einzelnen Standortkooperationen. Die eingereichten Wettbewerbsbeiträge beleuchten darüber hinaus die unterschiedlichsten Berliner Kieze mit spezifischen Herausforderungen und sind ein Beleg für die Reichweite als auch Relevanz des Wettbewerbs Mittendrin Berlin.“

Folgende Initiativen wurden von der Jury für die nächste Wettbewerbsrunde ausgewählt:

Unternehmer Initiative Tempelhofer Damm e.V. (Tempelhof-Schöneberg)
Die Gruppe verfolgt das Ziel, den öffentlichen Raum entlang des Tempelhofer Damms und die umliegenden Grünanlagen aufzuwerten. Vielfältigere Nutzungen sollen durch die Umsetzung verschiedener Maßnahmen in den Bereichen Mobilität, Kunst, Kultur und Sport ermöglicht werden und so die Attraktivität des Standorts steigern.

Arbeitsgemeinschaft Fußgängerzone Wilmersdorfer Straße e.V. (Charlottenburg-Wilmersdorf)
Die Initiative beabsichtigt, durch temporäre Interventionen alternative Nutzungsmöglichkeiten für leerstehende Ladengeschäfte in der Wilmersdorfer Straße aufzuzeigen. Beispielhaft sollen verschiedene Nutzungen erprobt werden, die Perspektiven für gemeinwohlorientierte Nachnutzungen bieten können.

Wilhelm gibt keine Ruh e.V. (Pankow)
Mithilfe der Methode „Planning for real“ können sich Anwohnende und lokale Akteur:innen im Pankower Ortsteil Wilhelmsruh in naher Zukunft über ihren Wohn- und Einkaufsort austauschen und ihre Ideen und Vorstellungen direkt einbringen. Daraus sollen konkrete Maßnahmen abgeleitet werden, die zur Verbesserung des Angebots in der Geschäftsstraße beitragen können.

Werbegemeinschaft Bahnhofstraße Köpenick e.V. (Treptow-Köpenick)
Ziel der Initiative ist es, die Aufenthaltsqualität der Bahnhofstraße in der Dammvorstadt zu steigern, vorhandene Potenziale besser zu nutzen und so einen Ort zum Verweilen und Flanieren zu schaffen. Gemeinsam mit der lokalen Stadtgesellschaft soll im Rahmen von Mittendrin Berlin! ein „Entschleunigungskonzept“ entwickelt werden, in dem u.a. temporäre Mobilitätsalternativen zum Autoverkehr vorgesehen sind.

Wir im Weitlingkiez (Lichtenberg)
Die Gruppe strebt an, für die Weitlingstraße in Lichtenberg eine „Attraktivitätsstrategie“ zu erarbeiten. Wichtiger Teil des Vorhabens ist die Eröffnung des Kiezraumes „Weitling vier3“ unter dem Motto „Im Kiez! Aus dem Kiez! Für den Kiez!“, in dem unter anderem zielgruppenspezifische Mitmachmöglichkeiten, kulturelle Veranstaltungen sowie regionale Produkte angeboten werden sollen.

Interessengemeinschaft Leipziger Straße e.V. (Mitte)
Ziel der Gruppe ist es, einen Beitrag zur Umgestaltung der Leipziger Straße in Mitte von einem „Transitraum“ zu einem „urbanen Aufenthaltsraum“ zu leisten. Zentrale Idee ist die Entwicklung einer Kulturmeile entlang der Erdgeschosszonen sowie die Erarbeitung eines zusammenhängenden Freiflächenkonzepts. Für die weiteren Umsetzungsschritte strebt der Verein die Umwandlung in eine gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung an.

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