Über LokalBau

LokalBau – fürs Gemeinwohl bauen

Mit der LokalBau-Strategie übernimmt der Bezirk eine aktiv gestaltende Rolle für eine gemeinwohlorientierte Immobilien- und Stadtentwicklung mit Fokus auf die soziale Entwicklung und Daseinsvorsorge im Neubau. Die Strategie umfasst zwei Ebenen zur Entwicklung von Flächen in öffentlicher Hand: eine praktische Ebene zur Aktivierung der Flächen und zur Herstellung eines Konsens durch eine integrierte Bauvorplanung, und eine Ebene zur Beförderung der Idee der gemeinwohlorientieren Immobilienentwicklung, die als Kampagne bezeichnet werden kann.

Das praktische Handeln durchläuft für jede Fläche einzeln mehrere ineinandergreifende planungsvorbereitende Schritte zum Abbau von Entwicklungshürden: Zunächst werden die Potenziale planungsrechtlich erfasst. Dann werden Bedarfe zur Erfüllung der Daseinsvorsorge aus den Fachämtern eingeholt und beim Auftreten von Raumkonflikten priorisiert. Das Ergebnis dieses Aushandlungsprozesses wird als „bezirkliche Zielvorstellung“ veröffentlicht und bildet den Ausgangspunkt für das folgende kooperative Verfahren. Integriert werden alle mit der Liegenschaft verbundenen Akteure einschließlich der umgebenden nachbarschaftlichen Akteure, sowie mögliche Umsetzungspartner*innen (Bauträger oder Bewirtschaftende), die sich auf die Idee der gemeinwohlorientierten und kooperierenden Entwicklung einlassen.

Befördert werden insbesondere genossenschaftliche oder andere auf Solidarmodelle aufbauende Träger, die langfristig die Privatisierung von Rendite verhindern und auf das Reinvestieren von Gewinnen ausgerichtet sind. Das Ziel jeder integrierten Bauvorplanung ist eine Kooperationsvereinbarung zwischen allen Akteuren, in der konsensual Bewertungs- oder Vergabekriterien für eine Direktvergabe, ein „schlankes Konzeptverfahren“ bzw. ein folgendes Konzeptverfahren oder ein integriertes städtebauliches Werkstattverfahren festgelegt werden.

Die Kampagne umfasst die Organisation eines unterstützenden Netzwerks an gemeinwohlorientierten Immobilienakteuren, die sich zu einem Leitbild bekennen. Ebenso werden Projekte mit Ideen und Konzepten gesammelt, die als Umsetzungspartner*innen für gewünschten gemeinwohlorientierten Nutzungen integriert werden können. Über die Verfahren wird in großer Transparenz berichtet und die Fortschritte bei der Entwicklung der Projekte werden kontinuierlich veröffentlicht. So zeigt sich die LokalBau-Strategie als wachsende Plattform mit mobilisierendem Charakter.

Besonders hervorzuheben ist, dass über die LokalBau-Strategie mehrere Themen der Stadtentwicklung integrativ verbunden werden:
  • Bau von leistbarem Wohnraum sowie Geschäfts/Gewerberaum
  • Aufbau von sozialer Infrastruktur
  • Geflüchtetenwohnen
  • Verhinderung von Segregation und Verdrängung (Erzeugen der Berliner Mischung)
  • Willkommenskultur für Projektideen
  • Langfristige Absicherung gegen spekulatives Marktgeschehen
  • Frühzeitige kooperative Entwicklung und Integration bisher nicht in Vorplanung einbezogener Gruppen/Akteure

Mehr dazu auf der LokalBau-Website: https://www.berlin.de/lokalbau-fk/
und der Facebook-Seite: https://www.facebook.com/lokalbau