Mit dem IEK „Rudolfband“ hat das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg am 7. Mai 2025 eine umfassende Strategie zur nachhaltigen Entwicklung des Stralauer Kiezes beschlossen und vorgelegt, die an das bezirkliche Gewerberaumkonzept anknüpft. Mit einem Planungshorizont von 20 Jahren sieht das Konzept Nachverdichtungen und aktivierende Maßnahmen für rund 58.000 m² Bruttogeschossfläche vor.
Langfristig soll das Rudolfband zu einem Modell für integrierte Stadtentwicklung werden, das wirtschaftliche Stabilität mit hoher Lebensqualität vereint. Dieses IEK wird nun der interessierten Öffentlichkeit in einer dritten Stadtwerkstatt in der Zwingli-Kirche am 22. Juli 2025 vorgestellt. In Arbeitsgruppen wird über die aktuellen und neuen Entwicklungen informiert und diskutiert.
Im Rudolfband liegen derzeit die Geltungsbereiche von drei in Aufstellung befindlichen Bebauungsplänen, deren Planungsziele im weiteren Prozess angepasst werden sollen. Für den Bebauungsplan V – 67 wurde dem Bezirksamt im April 2025 vom Senat das Planungsrecht entzogen. Der Bezirk lehnt die damit verbundene Hochhaus-Planung für den Neubaublock an der Rudolfstraße ab. Die von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung verkündete Planung eines 140-Meter-Hochhauses im Westteil des Konzepts mit hochpreisigem Wohnen im Turm droht den Zielen, die im IEK benannt werden, entgegenzuwirken und bodenrechtliche Spannungen auszulösen.
Eine zentrale Frage steht deshalb nun im Raum: Wie geht es weiter nachdem der Bezirk zwar ein Integriertes Entwicklungskonzept für das Rudolfband beschlossen hat, der Senat dem Bezirk nun aber das Planungsrechts teilweise entzogen hat?
Link zur Veranstaltung >> Rudolfband: Stadtwerkstatt 3 – Abschlussveranstaltung IEK
Um Anmeldung wird gebeten.
Termin: Di., 22. Juli 2025, 17:30 – 20:30 Uhr
Ort: Zwingli-Kirche, Rudolfstraße 14, 10245 Berlin, Deutschland