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Projekte

Hier finden Sie eine Übersichtsseite der Projekte der EU-Beauftragten in den Berliner Bezirken.

Was denken die Menschen auf Berlins Straßen über die EU?

Was denken Berlins Mitbürgerinnen und Mitbürger über die Europäische Union? Welche Assoziationen fallen ihnen sofort ein, wenn sie den Begriff “Europäische Union” hören und welche Gefühle kommen dabei hoch?

Im Vorfeld zur Europawahl am 26. Mai zogen wir los und sprachen mit Menschen auf den Berliner Straßen, um zu erfahren, was sie mit der Europäischen Union verbinden und welche Haltung sie zur EU haben. Dabei hat uns auch die Frage interessiert, was sie vermissen würden, wenn es die EU nicht mehr gäbe. Angesichts des anstehenden Austritts von Großbritannien aus der Gemeinschaft, scheint vielen Menschen nun bewusster zu werden, was der Verzicht auf die EU-Mitgliedschaft eigentlich so alles mit sich bringen würde.

Was die Menschen zum Thema EU bewegt, verrät Ihnen dieses spannende Video. Unser Fazit lautet: Fast alle Menschen, mit denen wir gesprochen haben, berührt das Thema Europa sehr emotional, denn es gab keine neutralen Haltungen zur EU. Entweder waren diese proeuropäisch, von ernsthafter Sorge gekennzeichnet oder europaskeptisch – Gleichgültigkeit konnten wir kaum finden.

Umso wichtiger ist es, am 26. Mai wählen zu gehen und sich für sein Europa einzusetzen. Denn wie das Projekt Europa in den nächsten fünf Jahren gestaltet wird, hängt von uns allen ab!

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LoGo! Europe

Europäischer Wissenstransfer geht weiter – auch in schwierigen Zeiten

Bildvergrößerung: Wien_Hospitation_2020
Wien - Franz-Jonas-Platz in Florisdorf - Hospitation im September 2020

Unter dem Motto LoGo! Europe haben die Bezirke seit 2005 den fachlichen Erfahrungsaustausch mit europäischen Kommunalverwaltungen aktiv gestaltet und weiterentwickelt. Beschäftigte der Bezirke konnten in vierwöchigen Hospitationen europäische Partnerverwaltungen kennenlernen, neue Arbeitswelten entdecken und eigene Erfahrungen weitergegeben. 2019 war mit insgesamt 47 Hospitationen in Graz, Wien, Koszalin, Wroclaw, Malmö, Stockholm, Istanbul, Mezitli, London Borough of Barnet und London Borough of Hammersmith & Fulham, Wolverhampton, Glasgow, Rotterdam, Utrecht, Malta, Zagreb, Nahariya, Dublin, Palermo, Bozen, Paris und Charenton-le-Pont das bisher erfolgreichste Projektjahr. Aufgrund der hohen Akzeptanz des Projektes bei den Beschäftigten und des gut entwickelten Netzwerkes an engagierten Kommunalverwaltungen in Europa und darüber hinaus versprach der Projektumfang von LoGo!Europe 2020 den des Vorjahres noch zu übertreffen. Doch dann kam alles anders.
Auf die bezirklichen Ausschreibungen zu Beginn des Jahres 2020 hatte sich berlinweit eine große Zahl von Mitarbeiter_innen aus verschiedensten Fachbereichen gemeldet, die in einen aktiven Wissensaustausch mit Partnerverwaltungen treten wollten. Die Rückmeldungen unserer Partnerverwaltungen waren vielversprechend, und es konnte davon ausgegangen werden, dass die jeweils gewünschten Fachbereiche zur Verfügung stehen würden.
Mit der Entwicklung der Covid-19 – Pandemie und den unterschiedlichen Ausprägungsstufen in unseren Partnerländern wurde schrittweise immer deutlicher, dass eine Fortsetzung unseres Europäischen Wissenstransfers im gewohnten Umfang nicht realisiert werden konnte. So fanden leider geplante Hospitationen in den Bibliotheken der Niederlande, in den Bereichen Soziales und Stadtplanung in den skandinavischen Partnerverwaltungen sowie weitere Fachhospitationen in Glasgow, London, Paris und Istanbul nicht statt.
Es ist dem Engagement unserer langjährigen europäischen Kommunalpartner sowie einigen neugewonnenen Partnerverwaltungen und auch der Flexibilität unserer Beschäftigten zu danken, dass von den fast 60 vorgesehenen Fachhospitationen in den verschiedensten Verwaltungen Europas wenigstens zwölf – hauptsächlich im Herbst 2020 – organisiert werden konnten.
Dies waren zwei Fachhospitationen in der Kommunalverwaltung von Palermo auf den Gebieten Soziales und Stadtplanung, eine Hospitation aus einem Berliner Ordnungsamt in Meran, fünf Hospitationen in der Wiener Stadtverwaltung in den Bereichen Jugendarbeit, Landschafts- und Gartenplanung, Steuerungsdienst, eine Hospitation auf dem Gebiet des Personalservice in der Partnerverwaltung von Linz, eine Hospitation im Bereich Schulplanung in dem für Bildung zuständigen Ministerium von Dublin, eine Hospitation im Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in Bozen sowie eine Hospitation auf dem Gebiet des Spracherwerbs (Volkshochschule) in Zürich.
Alle Teilnehmenden haben einen Europass Mobilität erhalten, der ihre neu gewonnenen Erfahrungen und Kenntnisse dokumentiert. Auch dabei musste pandemiebedingt erstmals auf die offizielle Abschlussveranstaltung verzichtet werden. Die Dokumente wurden über die zuständigen EU-Beauftragten überreicht.
Leider ist die Pandemie auch jetzt noch nicht vorbei. Deshalb ist ungewiss, in welcher Form unser bezirksübergreifendes Projekt in diesem Jahr fortgesetzt werden kann. Nach bisher gewonnen Erfahrungen ist die direkte Begegnung mit europäischen Kolleg_innen ein wichtiger Bestandteil unseres Europäischen Wissenstransfers. Verwaltungen mit hohen digitalen Standards (wie z. B. die Wiener Stadtverwaltungen) haben zwar vorgeschlagen, den Wissenstransfer ergänzend digital durchzuführen, aber das scheint – zumindest in den Berliner Bezirken – technisch noch nicht uneingeschränkt machbar zu sein.
Daher sind die EU-Beauftragten in den Bezirken nun im Gespräch mit den Beschäftigten, die sich bereits für die Projektteilnahme im letzten Jahr beworben hatten und versuchen, für Sommer/Herbst 2021 – gemeinsam mit unseren europäischen Partnerverwaltungen – die Aufenthalte neu zu planen und zu organisieren. Der fachliche Austausch auf den verschiedensten Arbeitsgebieten und -ebenen mit den Kolleg_innen in ganz Europa ist ein gelebtes Beispiel europäischer Zusammenarbeit, das unbedingt weitergeführt werden sollte.