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Das Maßregel-Vollzugs-Krankenhaus von Berlin

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Bild: Lebenshilfe für Menschen mit Behinderung Bremen e.V. / Stefan Albers

Herzlich Willkommen auf der Internet-Seite
vom Maßregel-Vollzugs-Krankenhaus von Berlin.

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Bild: Lebenshilfe für Menschen mit Behinderung Bremen e.V. / Stefan Albers

Diese Informationen sind eine Zusammenfassung in Leichter Sprache.

Hier erklären wir Ihnen:
  1. Was ist das Maßregel-Vollzugs-Krankenhaus von Berlin?
    Das ist ein sehr langer und schwieriger Name.
    Im Text schreiben wir deswegen:
    besonderes Krankenhaus.
  2. Wie ist das besondere Krankenhaus von Berlin aufgebaut?
  3. Wie werden die Patienten und Patientinnen im besonderen Krankenhaus von Berlin behandelt?
    Das spricht man so: Pa-zien-ten und Pa-zien-tinnen.
  4. Wer sind die Ansprech-Personen vom besonderen Krankenhaus von Berlin?

Zu der Internet-Seite in schwieriger Sprache kommen Sie hier:
Krankenhaus des Maßregelvollzugs Berlin

1. Was ist das Maßregel-Vollzugs-Krankenhaus von Berlin?

Gesetzbuch
Bild: Lebenshilfe für Menschen mit Behinderung Bremen e.V. / Stefan Albers

Das Maßregel-Vollzugs-Krankenhaus ist ein besonderes Krankenhaus.
Wir schreiben im Text: besonderes Krankenhaus.

In Deutschland gibt es viele Gesetze.
Alle Menschen müssen sich an die Gesetze halten.
Trotzdem halten sich nicht alle Menschen an die Gesetze.
Zum Beispiel:

  • Manche Menschen stehlen etwas.
  • Manche Menschen verletzen einen anderen Menschen.

Hält sich eine Person nicht an das Gesetz?
Dann bekommt die Person eine Strafe.
Zum Beispiel:
Eine Gefängnis-Strafe.

 Eine Krankenschwester öffnet die Tür einer geschlossenen Abteilung
Bild: Lebenshilfe für Menschen mit Behinderung Bremen e.V. / Stefan Albers

Hat diese Person eine psychische Krankheit
oder eine Sucht?
Dann kommt er oder sie nicht in das Gefängnis.
Er oder sie kommt dann in das besondere Krankenhaus.
Dort sagt man zu ihnen:
Patient und Patientin.
Das besondere Krankenhaus ist also ein Krankenhaus für Menschen mit einer psychischen Krankheit oder einer Sucht-Krankheit.
Psychisch spricht man so: psüchisch.

Eine Person beißt sich selber in die Hand und haut sich die Faust gegen den Kopf
Bild: Lebenshilfe für Menschen mit Behinderung Bremen e.V. / Stefan Albers

Eine psychische Krankheit betrifft die Gefühle und Gedanken
von einem Menschen.
Zum Beispiel:
Wahn-Vorstellungen.
Bei Wahn-Vorstellungen sieht oder hört der Mensch Dinge.
Diese Dinge gibt es aber gar nicht.
Oder Selbst-Verletzung.
Der Mensch verletzt sich selbst oder will sich selbst töten.
Wer kommt in das besondere Krankenhaus?
Menschen, die eine psychische Krankheit haben
und
sich nicht an das Gesetz halten.

Brennende Zigarette, Alkoholflaschen, Medikamente und eine Spritze
Bild: Lebenshilfe für Menschen mit Behinderung Bremen e.V. / Stefan Albers

Der Begriff Sucht beschreibt:
Eine Person ist abhängig von etwas.
Menschen mit einer Sucht-Krankheit können von verschiedenen
Sucht-Mitteln abhängig sein.
Sucht-Mittel sind zum Beispiel:

  • Tabak
  • Alkohol
  • Medikamente
  • Drogen
Ein Arzt misst den Blutdruck bei einer älteren Patientin und ein Begleiter sitzt daneben
Bild: Lebenshilfe für Menschen mit Behinderung Bremen e.V. / Stefan Albers

Warum kommen Menschen mit einer psychischen Krankheit
oder einer Sucht-Krankheit in das besondere Krankenhaus?

Warum kommen sie nicht in das Gefängnis?
Die Menschen mit einer psychischen Krankheit oder einer
Sucht-Krankheit sollen im besonderen Krankenhaus behandelt werden.
Damit ihre Krankheit besser wird.
Oder sie nicht mehr von Sucht-Mitteln abhängig sind.
Und sie werden vor sich selbst geschützt.
Damit sie sich nicht selbst verletzen.

Manche Menschen machen eine Straf-Tat nur,
weil sie psychisch krank sind.
Dann wird die Krankheit im besonderen Krankenhaus vielleicht besser.
Weil sie gut von Ärzten und Ärztinnen behandelt werden.
Und sie machen dann vielleicht keine Straf-Taten mehr.

Drei Politiker am Rednerpult, davon eine Person vorne und eine Frau und ein Mann dahinter
Bild: Lebenshilfe für Menschen mit Behinderung Bremen e.V. / Stefan Albers

Das besondere Krankenhaus von Berlin gibt es seit dem Jahr 1996.
Seit dem Jahr 2001 gehört es dem Bundesland Berlin.
Die Senats-Verwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleich-Stellung
ist für das besondere Krankenhaus von Berlin zuständig.

2. Wie ist das besondere Krankenhaus von Berlin aufgebaut?

Krankenhausbett
Bild: Lebenshilfe für Menschen mit Behinderung Bremen e.V. / Stefan Albers

Das besondere Krankenhaus von Berlin gibt es in Berlin 2-mal.
Es gibt 7 Abteilungen.
Und 523 Betten.
Manche Patienten und Patientinnen werden in anderen Krankenhäusern behandelt.
Insgesamt betreut das besondere Krankenhaus in Berlin
ungefähr 700 Patienten und Patientinnen.

Eine kleine Abteilung betreut Patienten und Patientinnen,
die wieder aus dem besonderen Krankenhaus entlassen wurden.
Entlassen werden bedeutet:
Der Patient oder die Patientin darf das besondere Krankenhaus
wieder verlassen.
Weil die Behandlung beendet ist.
In dieser Abteilung können 40 Patienten und Patientinnen
betreut werden.

Ärztin
Bild: Lebenshilfe für Menschen mit Behinderung Bremen e.V. / Stefan Albers

Ober-Ärzte und Ober-Ärztinnen leiten die Abteilungen
vom besonderen Krankenhaus.
Ober-Ärzte und Ober-Ärztinnen sind Ärzte und Ärztinnen.

Diese Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen gibt es im
besonderen Krankenhaus von Berlin:

  • 400 Pflege-Kräfte.
    Pflege-Kräfte pflegen die Patienten und Patientinnen
    im besonderen Krankenhaus.
  • 50 Ärzte und Ärztinnen.
  • 30 Psychologen und Psychologinnen.
    Psychologe spricht man so: Psü-cho-loge.
    Psychologen und Psychologinnen untersuchen und behandeln
    die Gefühle und Gedanken von Menschen.
  • 40 Sozial-Arbeiter und Sozial-Arbeiterinnen.
  • 40 Ergo-Therapeuten und Ergo-Therapeutinnen.
    In der Ergo-Therapie sollen die Patienten und Patientinnen lernen:
    Wie kann ich mir selbst helfen?
    Wie kann ich selbstständig arbeiten?

3. Wie werden die Patienten und Patientinnen im besonderen Krankenhaus von Berlin behandelt?

Durchgestrichene Alkoholflaschen
Bild: Lebenshilfe für Menschen mit Behinderung Bremen e.V. / Stefan Albers

Die Patienten und Patientinnen im besonderen Krankenhaus von Berlin werden von den verschiedenen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen behandelt.
Sie sollen lernen:
Wie kann ich mit meiner psychischen Krankheit umgehen?
Wie verhalte ich mich richtig?
Die Patienten und Patientinnen arbeiten an ihren Problemen.
Und sie versuchen,
mit den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen Lösungen zu finden.

Patienten und Patientinnen mit einer Sucht-Krankheit sollen lernen:
Was muss ich tun,
damit ich nicht wieder süchtig werde?

Sieben ganz verschiedene Personen sitzen in einem Kreis und sprechen miteinander
Bild: Lebenshilfe für Menschen mit Behinderung Bremen e.V. / Stefan Albers

Jeder Patient und jede Patientin hat einen
psychologischen oder ärztlichen Therapeuten
oder Therapeutin.
Es gibt Einzel-Behandlungen und Gruppen-Behandlungen.
Bei den Gruppen-Behandlungen werden mehrere
Patienten und Patientinnen zusammen behandelt.

Die Pflege-Kräfte kümmern sich um die Pflege der Patienten
und Patientinnen.
Sie machen mit ihnen aber auch verschiedene Übungen.
Die Patienten und Patientinnen sollen lernen:
Wie übernehme ich Verantwortung für mein Leben?
Wie übernehme ich für andere Menschen Verantwortung?

Eine Person arbeitet an einer Holz-Verarbeitungs-Maschine
Bild: Lebenshilfe für Menschen mit Behinderung Bremen e.V. / Stefan Albers

Bei der Ergo-Therapie können die Patienten und Patientinnen auch eine Arbeits-Therapie machen.
Die Arbeits-Therapie gibt es in verschiedenen
handwerklichen Bereichen.
Zum Beispiel:
Sie können in der Tischlerei vom besonderen Krankenhaus arbeiten.

Eine Person rechnet auf einem Blatt Papier und daneben liegt ein Taschenrechner
Bild: Lebenshilfe für Menschen mit Behinderung Bremen e.V. / Stefan Albers

Manche Patienten und Patientinnen haben keinen Schul-Abschluss.
Oder sie können nicht gut rechnen, lesen oder schreiben.
Im besonderen Krankenhaus gibt es verschiedene
Bildungs-Angebote.
Damit die Patienten und Patientinnen nach dem
besonderen Krankenhaus einen Beruf lernen können.
Oder eine Arbeit finden können.

Zwei Personen sitzen am Tisch und überlegen, was für die Versorgung zu Hause gebraucht wird
Bild: Lebenshilfe für Menschen mit Behinderung Bremen e.V. / Stefan Albers

Die Patienten und Patientinnen sollen nach dem besonderen
Krankenhaus keine Straf-Taten mehr machen.
Deswegen müssen sie sich auf das Leben nach dem
besonderen Krankenhaus vorbereiten.
Der Sozial-Dienst unterstützt sie dabei.

4. Wer sind die Ansprech-Personen vom besonderen Krankenhaus von Berlin?

Eine Person mit einer Sprechblase und einem Fragezeichen darin
Bild: Lebenshilfe für Menschen mit Behinderung Bremen e.V. / Stefan Albers

Sie können sich gerne an die Leitung vom besonderen
Krankenhaus von Berlin wenden.
Die Ober-Ärzte und Ober-Ärztinnen der Abteilungen
beantworten aber auch gerne Ihre Fragen.
Sie finden die Namen und Telefon-Nummern der Ansprech-Personen auf unserer Internet-Seite bei dem Punkt Ansprech-Personen.
Das wird auf der Internet-Seite so geschrieben: Ansprechpersonen.

 Computer-Bildschirm und Tastatur
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Sie wollen Mitarbeiter oder Mitarbeiterin
vom besonderen Krankenhaus von Berlin werden?
Sie finden die aktuellen Stellen-Ausschreibungen auf unserer
Internet-Seite bei dem Punkt Service.
Das spricht man so: Sör-Wiss.

Übersetzung und Prüfung in Leichter Sprache

CAB gGmbH, Fach-Zentrum für Leichte Sprache
Stand: Juli/2021