Gemeinschaftsgärten

Allgemeines

Kiezgarten Fischerstraße, Rummelsburg

Ein Gemeinschaftsgarten ist ein Garten, den verschiedene Menschen zusammen nutzen. Oft kommen diese Menschen aus der Nachbarschaft rund um den Garten. Sie pflanzen Gemüse, Kräuter und Blumen an, in manchen Gemeinschaftsgärten gibt es auch Obstbäume und -sträucher. In einigen Gemeinschaftsgärten gibt es nur gemeinschaftlich bewirtschaftete Beete und die Ernte wird geteilt, in anderen können die einzelnen Gärtnerinnen und Gärtner auch eigene Beete haben.

Je nach Nutzung, Mitgliedern und Lage sind die Gemeinschaftsgärten sehr unterschiedlich. Sie sind mal groß, mal klein, sehen völlig verschieden aus und die Gruppen organisieren sich ganz unterschiedlich. Doch eines haben sie alle gemeinsam: Im Gemeinschaftsgarten steht neben dem Gärtnern das Miteinander im Vordergrund. Jede und jeder hilft mit und kümmert sich um die Gartenaufgaben. Ein Gemeinschaftsgarten ist ein Ort, an dem man sich trifft, zusammen arbeitet und sich austauscht. Viele Gemeinschaftsgärten sind öffentlich zugänglich.

Himmelbeet, Gesundbrunnen

Viele Gemeinschaftsgärten sind interkulturelle Gärten. Dort kommen Menschen aus verschiedenen Ländern und Kulturen zusammen, um gemeinsam zu gärtnern. Ganz nebenbei fördern die Gärten den Austausch und das Verständnis zwischen den verschiedenen Kulturen durch die gemeinsame Gartenarbeit. Die Gärtnerinnen und Gärtner bringen unterschiedliche Pflanzenarten, Anbaumethoden und Rezepte mit. Dadurch lernen sie verschiedene Kulturen kennen und schätzen. Insgesamt tragen Gemeinschaftsgärten zur Integration bei und können helfen, soziale Barrieren abzubauen und die Nachbarschaft zu stärken.

In Berlin gibt es über 200 Gemeinschaftsgärten. Haben Sie Lust, über das Gärtnern mit Anderen in den Austausch zu kommen, die Ernte gemeinsam zu verkochen und einen Garten als lebendigen Treffpunkt mitzugestalten? In manchen Gemeinschaftsgärten, vor allem in den innerstädtischen, gibt es eine Warteliste, andere suchen händeringend nach Unterstützung. Es lohnt sich in jedem Fall, nachzufragen!

Einen Gemeinschaftsgarten in Ihrer Nähe finden Sie ganz einfach hier auf der Plattform in der Gartenkarte. Gehen Sie einfach vorbei oder nehmen Sie Kontakt auf.

Sie wollen einen neuen Gemeinschaftsgarten aufbauen und suchen nach der passenden Fläche? In den Fragen und Antworten finden Sie wertvolle Tipps

Informationen zur Geschichte der Berliner Gemeinschaftsgarten-Bewegung finden Sie hier.

Leuchtturmprojekte:

  • Hochbeete im Gutsgarten Hellersdorf

    Gutsgarten Hellersdorf

  • Zwei Personen stehen in einem Garten und unterhalten sich

    Beetinchen, Märkisches Viertel

  • Gemeinschaftsgarten Ton Steine Gärten am Mariannenplatz

    Ton Steine Gärten, Kreuzberg

  • Zwei Personen im Gemeinschaftsgarten Wilde 17

    Wilde 17, Gesundbrunnen

Besondere Gemeinschaftsgärten

Begegnungsgarten Biene und Tomate

Interkulturelle Gärten und Gemeinschaftsgärten für Geflüchtete

Ein interkultureller Garten ist ein besonderer Gemeinschaftsgarten. Dort kommen Menschen aus verschiedenen Ländern und Kulturen zusammen, um gemeinsam zu gärtnern. Ganz nebenbei fördern interkulturelle Gärten den inter- und transkulturellen Austausch und das Verständnis zwischen Menschen verschiedener Kulturen durch die gemeinsame Gartenarbeit. Die Gärtnerinnen und Gärtner bringen unterschiedliche Pflanzenarten, Anbaumethoden und Rezepte mit. Dadurch lernen sie verschiedene Kulturen kennen und schätzen. Sie können helfen, soziale Barrieren abzubauen und die Nachbarschaft zu stärken. Dadurch tragen sie zum gesellschaftlichen Zusammenhalt bei.

Die Bewegung der Interkulturellen Gärten hat eine lange Geschichte: Bereits in den 1990ern wurden die ersten Gärten gegründet. Informationen zur Geschichte der Berliner Gemeinschaftsgarten-Bewegung finden Sie hier.

Gärten für Geflüchtete sind speziell für Menschen gedacht, die ihr Heimatland verlassen mussten. In diesen Gärten finden Geflüchtete einen Platz, um sich zu erholen und in der neuen Nachbarschaft anzukommen. Das gemeinschaftliche Gärtnern funktioniert auch ganz ohne Sprache. Geflüchtete können im Garten neue Kontakte knüpfen und die Sprache lernen. Andere Gärtnerinnen und Gärtner sowie Organisationen der Geflüchtetenhilfe unterstützen sie dabei.

Leuchtturmprojekte:

  • Eine Frau und zwei Kinder im Begegnungsgarten Biene und Tomate

    Begegnungsgarten Biene und Tomate, Berlin-Buch

  • Interkultureller Garten Perivoli

    Interkultureller Garten Perivoli, Britz

  • Interkultureller Garten Rosenduft

    Interkultureller Garten Rosenduft, Kreuzberg

  • Gartenarbeit und Austausch im Wuhlegarten

    Interkultureller Garten Wuhlegarten, Köpenick

Hanggarten

Gemeinschaftsgärten in Kleingartenanlagen

Kleingärten müssen nicht immer nur Orte für ihre Vereinsmitglieder sein. Einige Kleingartenanlagen öffnen einzelne Gärten in ihren Anlagen für die Nachbarschaft zum gemeinschaftlichen Gärtnern.

Die Kleingartenanlagen in Berlin öffnen sich immer mehr für die Nachbarschaft. In einigen Kleingartenanlagen gibt es neue Angebote, die nicht nur für die Pächterinnen und Pächter sind, sondern auch für die allgemeine Bevölkerung. Neben öffentlich nutzbaren Wegen und Grünflächen sind das zum Beispiel Gemeinschaftsgärten, Lern- und Schaugärten oder Schulgärten.

Leuchtturmprojekte:

  • Hochbeete und Spielecke im Schleifengarten

    Schleifengarten, Prenzlauer Berg

  • Gärtnern im Mitmachgarten KGA Am Stadtpark I

    Mitmachgarten in der KGA Am Stadtpark I, Wilmersdorf

Käthes Garten, Gropiusstadt

Mietergärten

In zahlreichen Berliner Hinterhöfen und auf Grünflächen zwischen Wohnhäusern sind Gemeinschaftsgärten zu finden. Dort gärtnern Nachbarinnen und Nachbarn und stärken ganz nebenbei die Hausgemeinschaft.

Voraussetzung für einen Mietergarten ist meist die Initiative aus der Bewohnendenschaft, die Mieterinnen und Mieter sind jedoch nicht immer auf sich allein gestellt. Vor allem die landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften, also degewo, GESOBAU, Gewobag, HOWOGE, STADT UND LAND und WBM, unterstützen ihre Mieterinnen und Mieter bei Aufbau und Pflege von Gemeinschaftsgärten auf ihren Flächen. Die Wohnungsbaugesellschaften stellen, sofern es einen passenden Ort für einen Mietergarten gibt, nicht nur die Fläche unkostenfrei zur Verfügung, meist helfen sie auch bei der Gartenplanung und haben ein Budget für Materialkosten oder sogar fachmännische Unterstützung beim Gartenbau.

In Ihrem Hof sieht ganz schön trist aus und Sie wollen das gerne ändern? Dann sollten Sie in einem ersten Schritt die Erlaubnis Ihres Vermieters oder Ihrer Vermieterin einholen. Wenn Sie eine Zustimmung für Ihr gärtnerisches Engagement bekommen, können Sie sich Nachbarinnen und Nachbarn zur Unterstützung für Ihre Projekt an Bord holen.

Sofern Sie Mieterin oder Mieter der GESOBAU sind, können Sie sich bei Interesse am Aufbau eines Mietergartens an das Sozial- und Quartiersmanagement wenden. Sie leben in einer Wohnung der Gewobag? Dann kontaktieren Sie Ihre Quartierskoordination oder schauen Sie in der Kiezstube in Ihrer Nachbarschaft vorbei. Mieterinnen und Mieter der WBM finden hier die richtige Ansprechperson für das Projekt Grüne Höfe. Bei allen anderen kommunalen Wohnungsbaugesellschaften wenden Sie sich bei Interesse an einem Mietergarten an den Zentralen Kundenservice bzw. die Zentrale Kundenberatung, Sie werden an die richtige Ansprechperson weitergeleitet.

Leuchtturmprojekte:

Dachgarten in der Schlangenbader Straße

Dachgärten

Gemeinschaftsgärten können sich auch in luftiger Höhe befinden: Gemeinschafts-Dachgärten. In dicht besiedelten städtischen Gebieten, wo der Platz am Boden begrenzt und die Konkurrenz um Flächen groß sind, ermöglicht ein Dachgarten die Nutzung ungenutzter Dachflächen, um zusätzlichen Grünraum zu schaffen. Noch ein toller Effekt: Dachgärten können zur Kühlung von Gebäuden beitragen.

Auf Parkhausdecks, Dachterrassen und Co. haben die Gärtnerinnen und Gärtner nicht nur einen tollen Ausblick, sie müssen auch mit besonderen Herausforderungen umgeben. Wenn Sie auf einem Dach aktiv werden wollen, sollten Sie im Hinterkopf haben, dass der Aufbau des Dachgartens ein großer Kraftakt sein kann: Gegärtnert werden kann oft nur in Hochbeeten oder in aufgeschütteter Erde und alle benötigte Erde muss zunächst auf das Dach transportiert werden. Da die Beete ein beachtliches Gewicht auf die Waage bringen, muss bei Dachgärten auch auf die Statik geachtet werden. Um Wasserschäden durch das Gießen der Beete für die darunterliegenden Nutzungen zu vermeiden, braucht es ein ausgeklügeltes Konzept. Außerdem sind Dachgärten besonders wind- und sonnenexponiert. Es lohnt sich, sich vorab mit klimaangepasstem Gärtnern zu beschäftigen.

Sie möchten Ihr Dach begrünen? Das Land Berlin bietet zur Förderung der Begrünung von Bestandsgebäuden das Berliner Programm „GründachPLUS“ an. Schauen Sie also am besten auf der Info-Seite der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt vorbei um herauszufinden, ob Ihr Dachgartenprojekt für eine Förderung in Frage kommt.

Leuchtturmprojekte:

Kontakt

Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt

Referat Freiraumplanung und Stadtgrün

Herr Toni Karge