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Konsequenzen nach Fund falscher Rohrbomben

Nach dem Fund von drei vermeintlichen Rohrbomben am 1. Mai hat die Polizei interne Informationspannen eingeräumt und Konsequenzen angekündigt. Die amtierende Polizeipräsidentin Margarete Koppers sagte am Montag im Innenausschuss des Abgeordnetenhauses, künftig werden Sprengstoffexperten bei jedem größeren Polizeieinsatz dabei sein. Zudem müssten die Einsatzkräfte stärker sensibilisiert werden. «Das ist mein vorderstes Anliegen.»
Rohrbombenfund am 1. Mai
Nach 1.-Mai-Panne: Konsequenzen angekündigt. Foto: Wolfgang Kumm/Archiv © dpa

Innensenator Frank Henkel (CDU) unterstrich, die Mitarbeiter des Landeskriminalamtes müssten sich untereinander besser abstimmen und dürften nicht zu konträren Einschätzungen kommen. Sachverhalte müssten künftig sicherer und schneller geklärt sowie gleich gemeldet werden, ergänzte Polizei-Einsatzleiter Jürgen Klug. «Wir prüfen ein Online-Verfahren, um den Informationsfluss zu verbessern.»

Koppers hatte die Öffentlichkeit eine Woche nach dem Fund von drei Metallrohren mit Zündschnur bei der sogenannten Revolutionären 1. Mai -Demonstration informiert und vor einer hohen Gefährdung durch die Rohrbomben gewarnt. Die späte Information hatte Kritik und Verunsicherung ausgelöst. Doch die Gefährdungs-Einschätzung stimmte nicht, die Funde stellten sich im Nachhinein als ungefährlich heraus. Laut Koppers waren es Nebelkerzen, die nicht explosionsfähig waren.

Koppers sagte, erstmals sei der Schnelltest bei der chemischen Analyse nicht richtig gewesen. Dies habe letztlich zu ihrer falschen Einschätzung der Gefährlichkeit sowie zur Information der Öffentlichkeit geführt. Erst am 3. Mai waren die gefundenen Substanzen in den Rohren untersucht worden. Der Innensenator sagte, die Analyse hätte sofort angeordnet werden müssen.

Anfangs sei ihr eine Veröffentlichung wegen der unklaren Lage als unseriös erschienen, begründete Koppers ihr anfängliches Schweigen. Künftig werde eine Gefährdungslage erst beurteilt, wenn belastbare Laborergebnisse vorliegen, sagte Innensenator Frank Henkel (CDU).

Polizei-Einsatzleiter Jürgen Klug sprach von Schwachstellen bei der Polizei. So sei er am Abend des 1. Mai anfangs nicht über die Funde informiert worden, weil sie zunächst als nicht brisant eingeschätzt worden seien. Die Beamten, die die Metallrohre fanden, trugen sie auch mehr als eine Stunde mit sich herum. Erst bei der späteren und vorläufigen chemischen Analyse habe es zunächst Hinweise auf einen explosiven Stoff gegeben.

Laut Koppers läuft ein Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt. «Wir ermitteln in alle Richtungen.» Es gebe aber noch keine genauen Erkenntnisse, wer die Nebelkerzen mit Zündschnur gebaut hat.

Quelle: dpa
Aktualisierung: Montag, 21. Mai 2012 15:55 Uhr
(Bilder: dpa; Messe Berlin GmbH; facebook; Google Inc.; Twitter; Klicker/pixelio.de)

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