Innovationslandkarte

Regionalsozialpädagogischer Dienst Region Nord des Jugendamtes Pankow von Berlin

Behördenbezeichnung lang:Regionalsozialpädagogischer Dienst Region Nord des Jugendamtes Pankow von Berlin
Behördenbezeichnung kurz:RSD
Bezeichnung des Vorhabens lang:

Die Region Nord des Regionalsozialpädagogischen Dienstes in Berlin Pankow nimmt vom 01.02.2024-31.07.2024 mit 19 Mitarbeitenden an der Pilotstudie der 4 Tage Arbeitswoche durch die Universität Münster, der 4 week global foundation und der Beraterfirma Interprerör sowie durch einen Beirat begleitet, teil.Insgesamt beteiligen sich 50 verschiedene Unternehmen verschiedenster Grösse und verschiedenster Arbeitsinhalte .

Motivation ist es, den Arbeitgeber des Öffentlichen Dienstes in Berlin attraktiver zu gestalten, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu erleichtern, die Arbeitsmotivation zu erhöhen, die mentale Gesundheit der Mitarbeitenden zu stablisieren, höhere Produktivität, indem Verwaktungswege verschlankt und effektiviert werden und zu guter Letzt eine höhere und langfristigere BIndung an den Arbeitgeber Berliner Verwaltung zu garantieren, um der hohen Fluktuation z.B. zu Bundesministerien und /oder anderen attraktiveren Arbeitgeber_innen entgegen zu wirken.

Bezeichnung des Vorhabens kurz:Teilnahme an Pilotstudie zur 4 Tage Arbeitswoche
Beschreibung des Vorhabens:

6 Monate erproben die 19 Mitarbeitenden des RSD Nord, die 4 Tage Woche bei gleichbleibendem Arbeitsaufkommen,gleichem Lohn, aber alle Mitarbeitenden haben nur 4 Tage Anwesenheit.Das gesamte Arbeitsvolumen, der arbeitsaufwendigen Beratungsgespräche und Verwaltungvorgaben, sind in 4 Tagen erledigt.

Dann werden regelmässige Termine zur Belastungssituation, zur Situation der Physis und der Psyche der Mitarbeitenden durch die Uni Münster organisiert.

Zudem werden Teamsitzungen und Einzelgepräche zur Arbeitsorganisation durch die Beraterfirma, zur Effektivierung von Arbeitsvorgängen usw. stattfinden.

Und es gibt Erhebungen zur Situation der sogenannten Kontrollgruppe, damit sind die Mitarbeitenden gemeinrt, die nicht an diesem Projekt mitarbeiten, um zu schauen, ob deren Situation mit Blick auf die 4 Tage woche sich verändert und/oder gleichbleibend ist.

Zudem werden Strategien und Möglichkeiten erarbeitet, die 4 Tage Woche in andere Bereiche der öffentlichen Verwaltung zu implementieren.

Woraus ergab sich der Handlungsbedarf für die Durchführung des Vorhabens und was war Ihr Ziel?:Aktuell gibt es eine sehr hohe Belastung der Mitarbeitenden durch Verdichtung der Arbeit,Erhöhung der Kinderschutzmeldungen um 50 Prozent, eine recht hohe Krankheitsrate, eine hohe Überforderung der Mitarbeitenden.Dadurch resultierend verlassen Mitarbeitende sehr schnell den Sozialpädagogischen Dienst, um woanders ruhiger und höher vergütet, zu arbeiten.
Es fehlen Büros, die teuer angemietet werden müssen
Das hat mich als Regionalleiterin dazu bewogen, da es derzeit weder mehr Personal und/oder mehr Geld für anderweitige Projekte und/oder andere Entlastungsmassnahmen für mein Personal gibt, an dieser Studie teilzunehmen, um diesem Abwanderungs -und Überforderungs- Trend entgegenzuwirken mit den vorhandenen Ressourcen.
Warum ist Ihr Vorhaben innovativ und welchen Nutzen/Mehrwehrt hat es ggf. für andere Verwaltungsbereiche?:

Weil dieses Arbeitsmodell bereits in anderen Ländern und/oder auch in großen Firmen wie z.B. Panasonic,VW oder Moicrosoft erfolgreich laufen und neue Bewerberinnen der Generation z immer auch work-life Balance achten.Somit ist die 4 Tage Woche das Modell der Zukunft.Dieses Modell ist insbesondere in andere Verwaltungsbereiche in Kombination mit Home-Office übertragbar.

Die 4 Tage Woche wird viele neue Fachkräfte ansprechen und auch motivieren,bei diesem Arbeitgeber zu bleiben.

Gab es besondere Meilensteine im Vorhaben über die Sie berichten möchten?:Es wird besondere Untersuchungen geben, zur Stress-Belastung,zur mentalen Belastung, bezüglich einer Burn Out Prophylaxe der einzelnen Mitarbeitenden.
Burn Out ist mittlerweile in der Gruppe der Fachkräfte von Sozialpädagoginnen, sehr verbreitet und sorgt für lange Arbeitsausfälle und Arbeitsunfähigkeit in dieser Berufsgruppe, was wiederum die anwesenden Fachkräfte in die Überforderung bringt, das sie oft lange und umfänglich Arbeitsgebiete verteten müssen.
Welche Akteure waren an Ihrem Vorhaben beteiltigt oder davon betroffen?:Insgesamt sind an diesem Projekt 15 Sozialpädagoginnen, 2 Verwaltungsmitarbeitende und 2 Leitungskräfte beteiligt.
Innitiiert wurde dieser Prozess durch die Regionalleiterin, die beim Thema Personalzuwachs, Personalfluktuation, Personalpflege an ihre Grenzen kam.
Es gibt derzeit wenig Fachkräfte ,die sich für eine Tätigkeit als Sozialpädagogin im RSD interessieren, wegen permanenter Überlastung der Kinder- und Jugendhilfe, der hohen Verantwortung im Kinderschutz und der hohen Fallbelastung.
Kategorie:Kategorie 3 - Personalmanagement inkl. Diversity
Haben Sie Ideen, wie man die Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit Ihres Vorhabens sichern kann?:Die Pilotstudie wird wissenschaftlich und durch die Beraterfirma begleitet.Diese Studie wird evaluiert und die Ergebnisse können allen anderen Abteilungen zur Verfügung gestellt werden, um ggf.bei Interesse,Bedarf diese 4 Tage Woche zu implementieren.
Weniger Fahrten zur Arbeit, Mehrfachnutzungen von Büros, weniger Krankheiten/Kosten durch Arbeitsausfälle für die Unternehmen/Krankenkassen, weniger Fluktuation der Mitarbeitenden, weniger Bewerber/Ausschreibungsverfahren, die sehr aufwendig sind
Wann wurde bzw. wird das Vorhaben beendet?:31.07.2024
Einreichung:Bewerbung Verwaltungspreis 2024
Ansprechperson:Claudia Rublack
Straße_Hausnummer (Dienstsstelle):Friedrich Richter Strasse 10
Postleitzahl:13125
Telefon:(030)902958711
Zurück zur Suche