Innovationslandkarte

Bezirksamt Mitte von Berlin (Stellvertretend für alle Fachstellen Soziale Wohnhilfen der Berliner Bezirksämter)

Behördenbezeichnung lang:Bezirksamt Mitte von Berlin (Stellvertretend für alle Fachstellen Soziale Wohnhilfen der Berliner Bezirksämter)
Behördenbezeichnung kurz:BA Mitte
Bezeichnung des Vorhabens lang:

Erarbeitung und Umsetzung eines berlinweiten Fachstellenkonzeptes Soziale Wohnhilfen

Bezeichnung des Vorhabens kurz:Fachstellenkonzept Soziale Wohnhilfen Berlin
Beschreibung des Vorhabens:

Die Wohnungslosenhilfe der Berliner Bezirke ist mit sehr unterschiedlichen Voraussetzungen konfrontiert. Dies betrifft beispielsweise die Größe des zu betreuenden Personenkreises, eigene gewachsene bezirkliche Strukturen sowie dadurch bedingte heterogene Hilfeangebote. Darüber hinaus stehen den Sozialen Wohnhilfen sehr unterschiedliche Ressourcen zur Verfügung. Die Umsetzung des Fachstellenkonzepts soll dabei Struktur und Aufgabenerledigung berlinweit harmonisieren und verbessern. Konkret stehen dabei der persönliche, schriftliche und elektronische Zugang der Bürger*innen zu Leistungen der Sozialen Wohnhilfe, sowie die Leistungen (v.a. die Präventionsarbeit) selbst – aber auch die Aufbauorganisation (bspw. Eingangsmanagement) im Fokus. Die bezirklichen Sozialen Wohnhilfen sollen demnach zu Fachstellen, welche eine möglichst ganzheitliche Bearbeitung aller mit dem Thema Wohnungslosigkeit betrauten Aufgaben durch die verschiedenen Rollenträger als Ziel haben, weiterentwickelt werden.

Woraus ergab sich der Handlungsbedarf für die Durchführung des Vorhabens und was war Ihr Ziel?:Das Fachstellenkonzept (FSK) soll die auf der 1.Wohnungslosenkonferenz 2018 adressierten Problemlagen wie bspw. die heterogene bezirkliche Arbeit, Standards und Zugänglichkeit der Wohnungsnotfallhilfe adressieren. Hierfür waren Handlungsbedarfe zu identifizieren und Lösungsansätze für eine bessere Arbeit in der Wohnungsnotfallhilfe durch alle Akteure zu erarbeiten. Die Ziele waren/sind u.a. die Erarbeitung und Umsetzung des FSK selbst, die Verbesserung der Leistungsfähigkeit, die Umsetzung des Vorrangs der Prävention, Verbesserung der Hilfen zur Vermeidung und Verringerung von (Langzeit)Wohnungslosigkeit, die Verbesserung der Kooperation aller beteiligten Akteure, sowie Schaffung einer Datengrundlage und Vorbereitung der Digitalisierung.
Warum ist Ihr Vorhaben innovativ und welchen Nutzen/Mehrwehrt hat es ggf. für andere Verwaltungsbereiche?:

Für das Politikfeld Ämter für Soziales stellt die Vorgehensweise einer kooperativen Zusammenarbeit zwischen Bezirken, der SenIAS sowie der GPM-Einheit Mitte ein Novum dar. Durch begleitende Aktivitäten wie (Vor)Zielvereinbarung und gesamtstädtischer Geschäftsprozessoptimierung Soziale Wohnhilfe oder FSK-Arbeitsgruppen wird ein ebenen- und organisationseinheitenübergreifender Mehrwert geschaffen. Der primäre Mehrwert wird allerdings v.a. durch Qualitätsverbesserungen für die Bürger*innen gesehen.

Gab es besondere Meilensteine im Vorhaben über die Sie berichten möchten?:Es finden regelmäßig Meilensteintreffen statt. Neben der Erarbeitung des eigentl. FSK wurde in Bezug auf die Umsetzung bisher u.a. erreicht:
- Vereinheitlichung von Email-Adressen, Telefonnummer, Flyer, Sprechzeiten und Internetauftritt (bis Ende 2022)
- Gemeinsame Arbeitsanweisung Mietschuldenübernahme & Glossar zu §67 SGB XII
- Einheitliche Datenerhebung (WoBerichtsG und Zielvereinbarung)
- Musterverwaltungsvereinbarung mit JC: Rückübertragung einer Aufgabe, hier Entscheidung über Mietschulden
Welche Akteure waren an Ihrem Vorhaben beteiltigt oder davon betroffen?:Als Akteure beteiligt waren bzw. sind die Leitungen und die Mitarbeitenden der Fachstellen Soziale Wohnhilfe der Berliner Bezirke, die Leitungen der bezirklichen Ämter für Soziales, das Referat III F der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales, die GPM-Einheit des Bezirksamtes Mitte von Berlin. Vom Fachstellenkonzept mittelbar betroffen sind die Bürger*innen des Landes Berlin bzw. die Kund*innen der Ämter für Soziales.
Kategorie:Kategorie 2 - Prozess- und Qualitätsmanagement und ressortübergreifende Zusammenarbeit
Haben Sie Ideen, wie man die Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit Ihres Vorhabens sichern kann?:Folgende Punkte würden u.a. zur Zukunftsfähigkeit der Fachstellen beitragen:

- Einführung eines digitalen Fachverfahrens für die Sozialen Wohnhilfen zur Fallbearbeitung, zur Planung und zum Monitoring

- Evaluierung und Verbesserung der Ziele und Maßnahmen des FSK im Sinne des Kontinuierlichen Verbesserungsprozesses

- Wirksamkeitskontrolle und Sicherstellung der Maßnahmenfinanzierung der sich (ggfs. im Piloten) als wirksam erwiesenen Maßnahmen (z.B. im Rahmen von Zielvereinbarungen)
Wann wurde bzw. wird das Vorhaben beendet?:31.12.2022
Einreichung:Bewerbung Verwaltungspreis 2022
Ansprechperson:Christian Schwab (Ansprechpartner, GPM BA Mitte), Marielies Herzig-Pairan (SozAL Steglitz-Zehlendorf), Thomas Seidel (SozAL Neukölln)
Straße_Hausnummer (Dienstsstelle):Mathilde-Jacob-Platz 1
Postleitzahl:10551
Telefon:(030) 9018-32625
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