Innovationslandkarte

Berliner Feuerwehr

Behördenbezeichnung lang:Berliner Feuerwehr
Behördenbezeichnung kurz:Bln Fw
Bezeichnung des Vorhabens lang:

Rettungsdienst Informations- und Kommunikationssystem

Bezeichnung des Vorhabens kurz:RIKS
Beschreibung des Vorhabens:

Die Berliner Feuerwehr digitalisiert die Dokumentation im Rettungsdienst und führt berlinweit ein Rettungsdienst Informations- und Kommunikationssystem (RIKS) ein. Auf Basis eines mobilen Endgeräts und einer entsprechenden Dokumentationssoftware wird eine einheitliche Dokumentations- und Kommunikationsinfrastruktur für alle an der Notfallrettung beteiligten Organisationen (Feuerwehr, Aufgabenträger und Beteiligte – wie Hilfsorganisationen u.v.a.) bereitgestellt. Eine unmittelbare, digitale Weiterverarbeitung der Daten ist damit möglich. Neben der mobilen Einsatzdokumentation stehen mit RIKS auch ein Dokumentenmanagement, ein Kommunikationssystem, Checklisten, die Verknüpfung mit SOPs (medizinischen Handlungsanweisungen), ein MANV- (Massenanfall von Verletzten) und IVENA-Modul sowie umfangreiche Auswertungs- und Reporting-Möglichkeiten zur Verfügung.

Woraus ergab sich der Handlungsbedarf für die Durchführung des Vorhabens und was war Ihr Ziel?:In der Berliner Notfallrettung wurden die medizinischen und abrechnungstechnischen Daten zu einem Notfalleinsatz sehr unterschiedlich protokolliert und verarbeitet. Das ganze Dokumentationssystem war von Medienbrüchen geprägt. Mit der Einführung von RIKS wird die Dokumentation einheitlich und medienbruchfrei digitalisiert und somit der Arbeitsaufwand z.B. durch Nacherfassung oder Doppeldokumentation reduziert. Durch Schnittstellen zum Leitstellensystem, Abrechnungssystem, den Kliniken und auch zu weiteren Modulen wie IVENA (Echtzeitüberblick zu Behandlungs- und Versorgungkapazitäten der Krankenhäuser) oder dem Qualitätsmanagement werden Daten automatisch digital übertragen und stehen zur Weiterverarbeitung zur Verfügung.
Warum ist Ihr Vorhaben innovativ und welchen Nutzen/Mehrwehrt hat es ggf. für andere Verwaltungsbereiche?:

Neben der Digitalisierung der bisherigen Strukturen und der damit einhergehenden Arbeitserleichterung, kann beispielsweise der Einsatzbericht (inkl. Anamnese und bspw. EKGs) bereits auf der Anfahrt ins Krankenhaus abgeschlossen und digital an die jeweilige Klinik übermittelt werden. Das spart wertvolle Zeit für den Patienten/ die Patientin. Digitale Schnittstellen zu Kliniken und Gesundheitsämtern stellen einen Mehrwert für andere Verwaltungsbereiche dar.

Gab es besondere Meilensteine im Vorhaben über die Sie berichten möchten?:Große Meilensteine waren immer wieder die Schaffung weiterer Schnittstellen, über die Daten automatisch aus anderen Systemen direkt in die Protokolle übertragen werden konnten, wie beispielsweise die Datenübernahme aus Monitoring-Geräten. Auch der „DataShare-Pilot“ mit einer Klinik stellt einen Meilenstein mit dem Ziel dar, erstmalig Daten der rettungsdienstlichen Protokolle direkt in das Krankenhausinformationssystem (KIS) übernehmen zu können.
Welche Akteure waren an Ihrem Vorhaben beteiltigt oder davon betroffen?:Das Projekt betrifft neben sämtlichen Bereichen der Berliner Feuerwehr auch alle Aufgabenträger und Beteiligten der Berliner Notfallrettung wie z.B. Hilfsorganisationen, die Betreiber der Luftrettung und die Bundeswehr. Auch die Senatsverwaltung für Inneres und Sport sowie die Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung sind enge Partner. Wichtige Akteure sind ebenfalls sämtliche Berliner Kliniken, die unmittelbar betroffen sind.
Kategorie:Kategorie 2 - Prozess- und Qualitätsmanagement und ressortübergreifende Zusammenarbeit
Haben Sie Ideen, wie man die Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit Ihres Vorhabens sichern kann?:Die Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit des Projektes geht mit der Akzeptanz des neuen mobilen Systems einher. Das Projekt wurde und wird eng durch das RIKS-Tester-Programm begleitet. Ziel hierbei war und ist es, die praktischen Erfahrungen der medizinisch verantwortlichen Einsatzkräfte von den verschiedenen Wachen Berlins in die Weiterentwicklung der Anwendung mit einfließen zu lassen. Gleiches gilt für Feedback von Akteuren und Betroffenen.
Wann wurde bzw. wird das Vorhaben beendet?:31.12.2021
Einreichung:Bewerbung Verwaltungspreis 2021
Ansprechperson:Frau Lina-Marie Barth
Straße_Hausnummer (Dienstsstelle):Voltairestraße 2
Postleitzahl:10179
Telefon:(030) 387 10 233
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