Diese Performance, bestehend aus Körper, Raum und Klang, installiert sich als eine zwei Meter hohe anatomisch-architektonische Struktur aus Fleisch, Knochen, Haut, Textilien, Haaren, Gesängen, Gezeiten und sichtbaren technischen Systemen. Träger, Lichtgitter und Kabel fungieren als schwebendes Skelett, während menschliche Ansammlungen muskuläre Massen bilden, die von starren Plattformen wie Knochen durchzogen werden. Wie historische Monumente übt es Territorialität aus und verkörpert Erinnerung, Wissen und kulturelle Wahrnehmung. Durch Cumbia, bäuerliche Gesänge, und das Sammeln von Muscheln bei Ebbe würdigt es Denkformen, die durch deutsche koloniale Prozesse im Süden Lateinamerikas verdrängt wurden, und weckt die Erinnerung an einen präkolonialen Ahnenkult.
Laufzeit: Do, 27.08.2026 bis So, 30.08.2026
Choreografie, Performance: Felipe Fizkal
Musik: Cristobal Ruffo
Lichtdesign, Bühnenbild: Arturo Lugo
Dramaturgische Beratung: Polina Fenko, Ronja Häring, Melissa Herrada
Dialogpartner*innen: Lina Gómez, Peter Pleyer
Dank an: Wibke Jansen, Amara Thomas, Julek Kreutzer
Eine Projektentwicklung im Rahmen des Residency Programms von Schloss Bröllin und dem Institute of Arts Barcelona.