Menschenrecht im Mittelmeer
Itamar Mann im Gespräch mit Dinah Riese (auf Englisch)
Das Mittelmeer ist seit vielen Jahrhunderten ein Raum des Austausches und der Migration – auch für jüdische Migrant*innen. Am gegenwärtigen Umgang mit Migration über das Mittelmeer und mit Initiativen der Seenotrettung lässt sich die Auslagerung von Grenzen beobachten. Es zeigen sich zudem Schwachstellen des internationalen Rechts und der Menschenrechte: das Mittelmeer ist zu einem Massengrab geworden.
Im Rahmen der Digital Lecture Series wird der Völkerrechtler Itamar Mann mit der Journalistin Dinah Riese (taz) juristische, politische und ethische Fragen diskutieren, die mit dieser Migrationsbewegung bis heute verbunden sind. In einer historischen Perspektive auf jüdische Migration nach Palästina, vietnamesische Boat People und syrische Geflüchtete seit 2015 entwickelt er mit Hannah Arendt und Emanuel Levinas den utopischen Ansatz eines right of encounter.
Die Digital Lecture Series Menschenrechte als letzte Utopie? Migration und jüdische Geschichte reflektiert die Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Menschenrechte. Vor dem Hintergrund jüdischer Migrationsgeschichte blicken fünf Wissenschaftler*innen gemeinsam mit der Journalistin Dinah Riese aus unterschiedlichen Perspektiven auf die Entwicklungen des internationalen Flüchtlingsschutzes.
Dabei werden historische Errungenschaften sichtbar, die heute zunehmend in Frage gestellt werden. Welche Erfahrungen aus der Vergangenheit und welche juristischen oder philosophischen Perspektiven können helfen, gegenwärtige Grenzen des Denkens über Migration zu überschreiten? Und wo lassen sich im Hier und Jetzt Ansätze für eine offenere Zukunft finden?
Itamar Mann
Itamar Mann ist Professor für Internationales Recht an der Universität Haifa (beurlaubt) und Gastprofessor an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Münster. Seine Arbeit bewegt sich zwischen Rechtsdoktrin, Theorie und Geschichte.
Seine Forschungsschwerpunkte sind Seerecht, Migrations- und Flüchtlingsrecht, internationales Strafrecht und die konzeptionellen Grundlagen der rechtlichen Verantwortung in Krisensituationen. Neben seiner akademischen Forschung engagiert sich Mann intensiv für die Menschenrechte. Er ist Präsident von Border Forensics, einem interdisziplinären Kollektiv, das sich mit Gewalt an Grenzen und der Rechenschaftspflicht von Staaten befasst.
Derzeit arbeitet er an seinem zweiten Buch Liferaft Manifesto: Democratic Survivalism and the Sea, in dem er untersucht, wie demokratische Prinzipien unter den Bedingungen des Klimawandels und massiver Vertreibung bewahrt werden können.
Dinah Riese
Dinah Riese leitet das Inlandsressort der taz. Davor war sie dort Redakteurin für Migration und Integration. Für ihre Recherche und Berichterstattung zum sogenannten Werbeverbot für Abtreibungen, Paragraf 219a StGB, wurde sie mehrfach ausgezeichnet. Ihr Interview mit Überlebenden des Anschlags in Halle war für den Reporter:innenpreis nominiert. Im März 2022 erschien von Gesine Agena, Patricia Hecht und ihr das Buch Selbstbestimmt. Für reproduktive Rechte im Verlag Klaus Wagenbach.
Gefördert von der Berthold Leibinger Stiftung
In Medienkooperation mit der taz
Im Rahmen der Digital Lecture Series wird der Völkerrechtler Itamar Mann mit der Journalistin Dinah Riese (taz) juristische, politische und ethische Fragen diskutieren, die mit dieser Migrationsbewegung bis heute verbunden sind. In einer historischen Perspektive auf jüdische Migration nach Palästina, vietnamesische Boat People und syrische Geflüchtete seit 2015 entwickelt er mit Hannah Arendt und Emanuel Levinas den utopischen Ansatz eines right of encounter.
Die Digital Lecture Series Menschenrechte als letzte Utopie? Migration und jüdische Geschichte reflektiert die Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Menschenrechte. Vor dem Hintergrund jüdischer Migrationsgeschichte blicken fünf Wissenschaftler*innen gemeinsam mit der Journalistin Dinah Riese aus unterschiedlichen Perspektiven auf die Entwicklungen des internationalen Flüchtlingsschutzes.
Dabei werden historische Errungenschaften sichtbar, die heute zunehmend in Frage gestellt werden. Welche Erfahrungen aus der Vergangenheit und welche juristischen oder philosophischen Perspektiven können helfen, gegenwärtige Grenzen des Denkens über Migration zu überschreiten? Und wo lassen sich im Hier und Jetzt Ansätze für eine offenere Zukunft finden?
Itamar Mann
Itamar Mann ist Professor für Internationales Recht an der Universität Haifa (beurlaubt) und Gastprofessor an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Münster. Seine Arbeit bewegt sich zwischen Rechtsdoktrin, Theorie und Geschichte.
Seine Forschungsschwerpunkte sind Seerecht, Migrations- und Flüchtlingsrecht, internationales Strafrecht und die konzeptionellen Grundlagen der rechtlichen Verantwortung in Krisensituationen. Neben seiner akademischen Forschung engagiert sich Mann intensiv für die Menschenrechte. Er ist Präsident von Border Forensics, einem interdisziplinären Kollektiv, das sich mit Gewalt an Grenzen und der Rechenschaftspflicht von Staaten befasst.
Derzeit arbeitet er an seinem zweiten Buch Liferaft Manifesto: Democratic Survivalism and the Sea, in dem er untersucht, wie demokratische Prinzipien unter den Bedingungen des Klimawandels und massiver Vertreibung bewahrt werden können.
Dinah Riese
Dinah Riese leitet das Inlandsressort der taz. Davor war sie dort Redakteurin für Migration und Integration. Für ihre Recherche und Berichterstattung zum sogenannten Werbeverbot für Abtreibungen, Paragraf 219a StGB, wurde sie mehrfach ausgezeichnet. Ihr Interview mit Überlebenden des Anschlags in Halle war für den Reporter:innenpreis nominiert. Im März 2022 erschien von Gesine Agena, Patricia Hecht und ihr das Buch Selbstbestimmt. Für reproduktive Rechte im Verlag Klaus Wagenbach.
Gefördert von der Berthold Leibinger Stiftung
In Medienkooperation mit der taz
Anmeldung/Buchung: Registrierungslink folgt in Kürze
Nächster Termin:
Verkehrsanbindungen
-
U-Bahn
-
U Hallesches Tor
- U6
- U1
- U3
-
U Kochstr. (Checkpoint Charlie)
- U6
-
U Hallesches Tor
-
Bus
-
Jüdisches Museum
- 248
- N42
-
Franz-Klühs-Str.
- 248
- N42
-
Zossener Brücke
- 248
- M41
- N42
-
Wilhelmstr./Franz-Klühs-Str.
- 248
- N6
-
Charlottenstr.
- 248
- M29
-
Berlin, Lindenstr./Oranienstr.
- 248
- M29
- N42
-
Willy-Brandt-Haus
- M41
-
U Hallesches Tor
- 248
- M41
- N1
- N42
-
U Kochstr. (Checkpoint Charlie)
- 248
- M29
- N6
-
Mehringbrücke
- 248
- N6
- N1
-
Waldeckpark
- M29
-
Wilhelmstr./Kochstr.
- 248
- M29
- N6
-
Berlin, Blücherstr.
- 140
- 248
- M41
-
Alexandrinenstr.
- M29
-
Jüdisches Museum
Fragen zum Veranstaltungskalender beantwortet unsere Hilfe. Nutzungsbedingungen finden Sie unter Informationen zu unseren Partnern und Nutzungsbedingungen.