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Die Genfer Flüchtlingskonvention von 1951 und der Zusammenbruch der internationalen Ordnung

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Die Genfer Flüchtlingskonvention von 1951 und der Zusammenbruch der internationalen Ordnung

Seyla Benhabib im Gespräch mit Dinah Riese (auf Englisch)

Zum Auftakt unserer neuen Digital Lecture Series Menschenrechte als letzte Utopie? Migration und jüdische Geschichte begrüßen wir die politische Philosophin Seyla Benhabib. Mit der Journalistin Dinah Riese (taz) spricht sie über die Genfer Flüchtlingskonvention als ein zentrales Dokument des menschenrechtlichen Schutzes aus dem Jahr 1951. Es wird dabei um Dilemmata gehen, die dem Dokument seit Beginn anhaften: den Ausschluss von Ländern des globalen Südens, die den Kategorien „geschützter Gruppen“ zugrundeliegenden problematischen Annahmen sowie die bürokratischen und rechtlichen Schwierigkeiten beim Nachweis einer „begründeten Furcht vor Verfolgung“ für die Anerkennung als Flüchtling.

Die utopische Hoffnung der Genfer Konvention, sichere Zufluchtsorte und eine Welt ohne Verfolgung zu schaffen, liegt gegenwärtig in Trümmern. Wichtige Unterzeichnerstaaten wie die Vereinigten Staaten und die Europäische Union haben Einreiseverbote, Auslieferungs- und Vertreibungstechniken entwickelt, die „rechtsfreie Zonen und rechtlose Subjekte” geschaffen haben. Seyla Benhabib erläutert, warum sie in der Genfer Konvention – angesichts der Zerstörung einer auf internationalem Recht und Menschenrechten basierenden Weltordnung – das erste Anzeichen eines Scheiterns sieht.

Unsere neue Digital Lecture Series reflektiert die Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Menschenrechte. Vor dem Hintergrund jüdischer Migrationsgeschichte blicken fünf Wissenschaftler*innen gemeinsam mit der Journalistin Dinah Riese (taz) aus unterschiedlichen Perspektiven auf die Entwicklungen des internationalen Flüchtlingsschutzes. Dabei werden historische Errungenschaften sichtbar, die heute zunehmend in Frage gestellt werden. Welche Erfahrungen aus der Vergangenheit und welche juristischen oder philosophischen Perspektiven können helfen, gegenwärtige Grenzen des Denkens über Migration zu überschreiten? Und wo lassen sich im Hier und Jetzt Ansätze für eine offenere Zukunft finden?

Seyla Benhabib

Seyla Benhabib wurde 1950 in Istanbul in eine sephardisch-türkische Familie geboren. Sie zählt zu den einflussreichsten politischen Philosoph*innen und politischen Theoretiker*innen der Gegenwart. Bis zu ihrer Emeritierung war sie Eugene Meyer Professor for Political Science and Philosophy an der Yale University, lehrte zudem an der Harvard University und an der New School for Social Research. Seitdem forscht und lehrt Benhabib in New York an der Columbia Law School. Im Jahr 2025 wurde ihr der Hannah-Arendt-Preis 2025 für politisches Denken verliehen. Im Suhrkamp Verlag erschienen u.a. ihre Bücher Die Rechte der Anderen. Ausländer, Migranten, Bürger (2017) sowie Kosmopolitismus ohne Illusionen. Menschenrechte in unruhigen Zeiten (2016).

Dinah Riese

Dinah Riese leitet das Inlandsressort der taz. Davor war sie taz-Redakteurin für Migration und Integration. Für ihre Recherche und Berichterstattung zum sogenannten Werbeverbot für Abtreibungen, Paragraf 219a StGB, wurde sie mehrfach ausgezeichnet. Ihr Interview mit Überlebenden des Anschlags in Halle war für den Reporter:innenpreis nominiert. Im März 2022 erschien von Gesine Agena, Patricia Hecht und ihr das Buch Selbstbestimmt. Für reproduktive Rechte im Verlag Klaus Wagenbach.

 

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In Medienkooperation mit der taz

Treffpunkt: online

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Termin:
Donnerstag, 28. Mai 2026, 10:00 Uhr (13 weitere Termine)
Ort:
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Adresse:
Alt-Buch 45, 13125 Berlin-Pankow
Preis:
ab 344,49 €

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