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Balkan Radikal Beauty Salon „Practicing Care“

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Balkan Radikal Beauty Salon „Practicing Care“

Die häufig propagierten Praktiken der Selbstfürsorge – das Abschalten sozialer Medien und der Rückzug in den privaten Raum – mögen zwar mitunter erholsam sein. Als dauerhafte Gewohnheiten fördern diese Ansätze jedoch Distanz, indem sie das individuelle Wohlbefinden über die Fürsorge für die Gemeinschaft stellen. In Zeiten vielfältiger Krisen müssen wir uns mehr denn je einander zuwenden und unsere Bindungen stärken. Aufmerksamkeit ist im heutigen schnelllebigen Klima eine unterschätzte Form der Fürsorge. Wie können wir lernen, einander Aufmerksamkeit zu schenken? Wie können wir Verbindung in Form gegenseitiger Fürsorge sowie gemeinsamer Raum- und Zeitnutzung finden und pflegen? Und wie können wir Praktiken ökologischer Fürsorge bewahren?

Die Suche nach Antworten beginnt mit einem Blick auf die wirtschaftlichen und ökologischen Krisen in der Bergbaustadt Majdanpek und darauf, wie diese mit den magischen Praktiken der Drachenjäger kollidieren. Flotacija zeigt eine Familie, deren Schicksal mit beidem verflochten ist und die ihr Bestes tut, um das Überleben ihrer Traditionen und zukünftigen Generationen zu sichern.

Am folgenden Tag stehen Praktiken körperlicher Fürsorge im Vordergrund. In einem Öko-Cyber-Nagelsalon lädt uns Petja Ivanova ein, Intimität als Infrastruktur zu verstehen. Ausgehend von ihren Forschungen zu bulgarischen Höhlen, Flüssen und Wassermythologien werden Fingernägel zu Navigatoren ökologischer und unterbewusster Erinnerungen. Der Workshop bietet einen Raum, um sich gegenseitig die Nägel zu lackieren, gemeinsam Zeit zu verbringen sowie Geschichten und Erinnerungen auszutauschen.

Bujrum ist ein offener Gesprächsraum über Diaspora, Erinnerung und Spiritualität als Formen von Care und Widerstand. Dalila Daut führt in das gemeinsame Kaffeesatzlesen ein, wodurch Momente des Zuhörens, Erzählens und Teilens entstehen. Zwischen persönlichen Geschichten und kollektiven Erfahrungen öffnet sich ein Raum für Fragen von Zugehörigkeit, Verlust und Erinnerung(en).

Das Programm schließt mit einem gemeinsamen Abendessen und Musik ab.

 

Gesamtprogramm:

19.06.26 18:00 | Caring for Ecology and Magic Practices: Filmscreening Flotacija & QA mit Regisseurin Zoë Aiano

20.06.26 14:00 - 17:00 | Eco-Cybernails mit Petja Ivanova

27.06.26 14:00 - 17:00 | Bujrum. Diaspora Spirituality as Care mit Dalila Daut

27.06.26 18:00 | Musik und Dinner

Vierte Welt

Alternative Veranstaltungen

Moya Michael: It’s like a Finger Pointing a Way to the Moon

Mit It’s like a Finger Pointing a Way to the Moon ist die in Brüssel lebende Künstlerin Moya Michael erstmals in Berlin zu Gast. In einer raumgreifenden Arbeit zwischen Video, Choreografie und musikalischer Komposition wendet sie sich den Begegnungen... mehrzu: Moya Michael: It’s like a Finger Pointing a Way to the Moon

Nächster Termin:
It’s like a Finger Pointing a Way to the Moon - DE Premiere
Termin:
Freitag, 19. Juni 2026, 19:00 Uhr
Ort:
Sophiensaele - Festsaal
Adresse:
Sophienstraße 18, 10178 Berlin-Mitte
Preis:
ab 25,00 €

Mi Madre y el Dinero

Zwischen Alltag und Bühne begegnen sich Mutter und Sohn in ihrer eigenen Geschichte: Josefina Orlaineta erzählt mit Humor und Direktheit von Überleben, Klasse und Leben in Mexiko. Ein intimer, kluger Abend über Familie, Identität und die Kunst, sich durchzuschlagen.Über... mehrzu: Mi Madre y el Dinero

Termin:
Freitag, 19. Juni 2026, 19:00 Uhr
Ort:
Hebbel am Ufer - HAU3
Adresse:
Tempelhofer Ufer 10, 10963 Berlin-Kreuzberg
Preis:
ab 22,00 €

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