– Faultier hängt an grünem Ast mit langen Krallen. Blätter in unterschiedlichen Grüntönen. Beige-braunes Fell. Kopf leicht nach rechts geneigt.
© Museums Victoria / Unsplash
Welche Trägheit braucht die Kunst?
Das AULAB ist eine Reihe von experimentellen Veranstaltungsformaten unter der Leitung von Rose Beermann, bei der die Begegnung mit dem Publikum im Vordergrund steht.
Weitere Informationen zum kommenden AULAB werden Sie hier in Kürze finden.
kuratiert von Rose Beermann
Rose Beermann ist Künstlerin und Kulturwissenschaftlerin. Sie arbeitet als Choreografin, Regisseurin, Performerin und Dramaturgin in den Freien Darstellenden Künsten. Sie realisiert eigenen Arbeiten im Bereich des experimentellen Tanzes, welche an unterschiedlichen deutschsprachigen Theatern und auf internationalen Festivals gezeigt wurden. Ihr Interesse an akademischer Forschung und Lehre führte sie zunächst an das Institut für Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen, dann u.a. an das HZT Berlin. Seit Oktober 2022 ist sie Doktorandin im Graduiertenkolleg ‚Dokumentarische Praktiken. Exzess und Entzug‘ an der Ruhr-Universität Bochum, wo sie Trägheit als widerständige Kraft erforscht. Mehr Informationen auf ihrer Website.
In meiner Arbeit erforsche ich Entstehungsprozesse kollektiver Körperbilder, dafür untersuche ich performative Paradigmen und choreographische Strukturen, denen ich in meinem Alltag begegne. Im Moment interessiere ich mich für die Ambivalenz von Vulnerabilität: Der Begriff der Verwundbarkeit oder Verletzlichkeit war für mich lange Zeit positiv besetzt, er stand für Offenheit, Durchlässigkeit und die Fähigkeit, sich von anderen berühren zu lassen. Seit in meinem Alltag mehr und mehr Bilder von verletzten oder gar toten Körpern auftauchen, befrage ich dieses Verständnis von Vulnerabilität: Wer kann es sich leisten, vulnerabel zu sein? Und wie unterscheiden sich ein offener, durchlässiger von einem verwundeten Körper?