Sophiensaele - Festsaal
Ariel Efraim Ashbel & Rachel Libeskind: for (Regina, Rosa, Ruth & Rachel)

© Mayra Wallraff
Heute Abend werde ich auch versuchen, herauszufinden, was Poesie im Wesentlichen ist. Mir scheint, sie sei ein magisches Transportmittel durch Zeit und Raum, denn sie schafft es, die Gegenwart, die Vergangenheit und sogar die Zukunft in sich zu vereinen. […] Oft greift der Poet zu verblassten Worten, die vergessen und von Spinnweben bedeckt daliegen. Er schüttelt den Staub ab, der sich über Generationen hinweg angesammelt hat, und verbindet sie mit neuen Bildern. Er führt sie zu einem neuen Breyshis, einer zweiten Schöpfung.
Rokhl Korn
for (Regina, Rosa, Ruth & Rachel) ist eine musikalisch-szenische Collage von fünf Künstlerinnen: der Komponistin Maya Dunietz, der Sängerin Jessica Gadani, der Multimedia-Künstlerin Rachel Libeskind und der Cellistin Lori Goldston. Die bildende Künstlerin Ella Ponizovsky Bergelson schafft außerdem eine großformatige grafische Arbeit im Festsaal der Sophiensæle.
Zwischen 1870 und den frühen 1920er-Jahren verließen nahezu drei Millionen Jüd*innen die russische Siedlungszone. Viele kamen nach Deutschland und ins Berliner Scheunenviertel, in dem sich auch die Sophiensæle befinden. Hier entstand ein vibrierendes jüdisches Zentrum. Ausgehend von Quellen der jiddischen Theaterkultur des frühen 20. Jahrhunderts in Berlin, präsentiert das Ensemble neue Kompositionen von Maya Dunietz sowie Neuinterpretationen von aufgespürten historischen Texten und Liedern. Fünf Performerinnen übertragen deren Vielfalt in ein Geflecht aus Stimme, Text und Klang: Experimenteller Sound trifft auf Operngesang, begleitet von Harfe, Klavier, Cello und Akkordeon.
Vier Namen strukturieren die Dramaturgie: Regina, Rosa, Ruth und Rachel. Regina steht für Regina Jonas (1902–1944), die im Scheunenviertel geborene erste Rabbinerin der Welt. Rosa verweist auf Rosa Luxemburg, die in den 1910er- und 1920er-Jahren in den Sophiensælen sprach, sowie auf die Münchner Unternehmerin Rosa Klauber (1820–1901). Ruth erinnert an Ruth Klinger, Schauspielerin und Mitbegründerin des experimentellen Kabaretts Kaftan in den 1930er-Jahren. Rachel verbindet mehrere Figuren: Rahel Varnhagen (1771–1833), Ikone der Berliner Salonkultur, die jiddische Dichterin Rokhl Korn (1898–1982), Rahel Hirsch (1870–1953), die erste Professorin für Medizin in Preußen und die Multimedia-Künstlerin Rachel Libeskind selbst.
Die Biografien dieser Frauen eröffnen Fragen nach feministischer Handlungsfähigkeit, Solidarität in Krisenzeiten und künstlerischer Resilienz. Die Komposition knüpft daran an und versteht sich als Blick in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der jiddischen Kultur in Berlin.
INFORMATIONEN ZUR BARRIEREFREIHEIT
Rokhl Korn
for (Regina, Rosa, Ruth & Rachel) ist eine musikalisch-szenische Collage von fünf Künstlerinnen: der Komponistin Maya Dunietz, der Sängerin Jessica Gadani, der Multimedia-Künstlerin Rachel Libeskind und der Cellistin Lori Goldston. Die bildende Künstlerin Ella Ponizovsky Bergelson schafft außerdem eine großformatige grafische Arbeit im Festsaal der Sophiensæle.
Zwischen 1870 und den frühen 1920er-Jahren verließen nahezu drei Millionen Jüd*innen die russische Siedlungszone. Viele kamen nach Deutschland und ins Berliner Scheunenviertel, in dem sich auch die Sophiensæle befinden. Hier entstand ein vibrierendes jüdisches Zentrum. Ausgehend von Quellen der jiddischen Theaterkultur des frühen 20. Jahrhunderts in Berlin, präsentiert das Ensemble neue Kompositionen von Maya Dunietz sowie Neuinterpretationen von aufgespürten historischen Texten und Liedern. Fünf Performerinnen übertragen deren Vielfalt in ein Geflecht aus Stimme, Text und Klang: Experimenteller Sound trifft auf Operngesang, begleitet von Harfe, Klavier, Cello und Akkordeon.
Vier Namen strukturieren die Dramaturgie: Regina, Rosa, Ruth und Rachel. Regina steht für Regina Jonas (1902–1944), die im Scheunenviertel geborene erste Rabbinerin der Welt. Rosa verweist auf Rosa Luxemburg, die in den 1910er- und 1920er-Jahren in den Sophiensælen sprach, sowie auf die Münchner Unternehmerin Rosa Klauber (1820–1901). Ruth erinnert an Ruth Klinger, Schauspielerin und Mitbegründerin des experimentellen Kabaretts Kaftan in den 1930er-Jahren. Rachel verbindet mehrere Figuren: Rahel Varnhagen (1771–1833), Ikone der Berliner Salonkultur, die jiddische Dichterin Rokhl Korn (1898–1982), Rahel Hirsch (1870–1953), die erste Professorin für Medizin in Preußen und die Multimedia-Künstlerin Rachel Libeskind selbst.
Die Biografien dieser Frauen eröffnen Fragen nach feministischer Handlungsfähigkeit, Solidarität in Krisenzeiten und künstlerischer Resilienz. Die Komposition knüpft daran an und versteht sich als Blick in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der jiddischen Kultur in Berlin.
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Künstlerische Leitung: Ariel Efraim Ashbel & Rachel LibeskindPerformance: Maya Dunietz, Jessica Gadani, Lori Goldston, Rachel LibeskindMusikalische Leitung: Maya DunietzLive Painting: Ella Ponizovsky BergelsonSound Design: Neda SanaiLicht: Joseph Wegmann Assistenz Bühne: Shir Shoval-SimhoniAssistenz Produktion: Dan Immanuel RothDramaturgie- und Regieassistenz: Katharina Joy Book Creative Producerin: Anna von Glasenapp / high expectations
Eine Produktion von Ariel Efraim Ashbel and friends in Koproduktion mit Sophiensæle. Gefördert von der Senatsverwaltung für Kultur und gesellschaftlichen Zusammenhalt und dem Hauptstadtkulturfonds (HKF). Medienpartner: Missy Magazine, Siegessäule, taz.
Eine Produktion von Ariel Efraim Ashbel and friends in Koproduktion mit Sophiensæle. Gefördert von der Senatsverwaltung für Kultur und gesellschaftlichen Zusammenhalt und dem Hauptstadtkulturfonds (HKF). Medienpartner: Missy Magazine, Siegessäule, taz.
Nächster Termin:
- Termin Freitag, 08. Mai 2026, 20:00 Uhr (3 weitere Termine)
- Ort Sophiensaele - Festsaal
- Adresse Sophienstraße 18, 10178 Berlin-Mitte
- Preis ab 25,00 €
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