Ballhaus Ost
Spirit Plastic
– Person mit Anzug sitzt auf Holzbank, schaut auf Smartphone. Im Hintergrund ein Bild mit schwarzem horizontalem Strich auf weißem Hintergrund. Holzwände.
© Constanza Meléndez
Im Sommer 1927 schreibt Elsa von Freytag-Loringhoven – dadaistische Dichterin, Aktmodell und Proto-Punk – einen Brief an die Mäzenin Peggy Guggenheim. In prophetischer Euphorie und apokalyptischer Dringlichkeit beschwört sie darin ihr jüngstes Projekt: ein Studio für experimentelles Modeling, das ihr künstlerisches Comeback und damit einen Ausweg aus ihrer existenziellen Misere bedeuten soll. Peggy Guggenheim zeigt Interesse, zahlt jedoch nicht. Kurz darauf nimmt sich Elsa von Freytag-Loringhoven das Leben. Fast ein Jahrhundert später greift Spirit Plastic diese vergessene Episode in der Geschichte der Performancekunst auf und reimaginiert das Pariser Studio der Baroness Elsa als Resonanzraum für heutige Dilemmata künstlerischer Arbeit. Ausgehend von autofiktionalen Texten aus ihrem Spätwerk entwickelt das Stück choreographische Welten und erkundet Modelle von Kunst und Leben im Angesicht einer ökonomisch, politisch und spirituell prekären Gegenwart.
,Bruch‘- ist ein kollaborativer Rahmen für künstlerische Forschung und Produktion zwischen Theater, Tanz und bildender Kunst.
,Bruch‘- ist ein kollaborativer Rahmen für künstlerische Forschung und Produktion zwischen Theater, Tanz und bildender Kunst.
Performance, Co-Choreographie Frances Chiaverini Snorre Elvin Konzept Lennart Boyd Schürmann, Moritz Nebenführ Regie Lennart Boyd Schürmann Dramaturgie, Szenographie Moritz Nebenführ Produktion & dramaturgische Beratung Friederike Kötter Komposition Stanislav Iordanov Licht Leo Kuraitė Künstlerische Beiträge Klara Lidén, Annina Machaz, Astrid Seme Outside Eye, Special Guest Théo Casciani Choreographische Recherche Martina De Dominicis Lichtrecherche Fudetani Ryoya
Produziert von ,Bruch‘-. Ko-Produktion Kölnischer Kunstverein, Spielart Festival München. Gefördert durch das Kulturreferat der Landeshauptstadt München, Fonds Darstellende Künste, Kunststiftung NRW.
Produziert von ,Bruch‘-. Ko-Produktion Kölnischer Kunstverein, Spielart Festival München. Gefördert durch das Kulturreferat der Landeshauptstadt München, Fonds Darstellende Künste, Kunststiftung NRW.
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