Hänsel und Gretel | Rotkäppchen
Hänsel und Gretel
Der alltägliche Schockreport über Aussetzung und Missbrauch erregt unser Empörtsein, und angewidert blättern wir zu Börse oder Sport. Doch wenn sich Hänsel und Gretel klammheimlich zu uns in die Hütte stehlen, sind sie längst tot: Verdarbt, erfroren, aufgezehrt. In sich gekehrt und schüchtern beichten uns die kleinen Leichen, wie ihnen widerfuhr. Und irgendwie gelingt es den Gespensterchen, uns mitzuzerren in ihr namenloses Grauen: Wir werden selbst das Kind, stehen gottlos in der kalten Waldnacht rum, alleingelassen, verloren ... Mama? Papa? Hört uns denn keiner? Kommt nirgends Hilfe her? Nein? Nein, nur die böse Hexe hört unser Rufen und alles, alles kommt noch immer schlimmer: Kein schönes Märchen, das! Weil es kein Märchen ist.
Rotkäppchen
Was ein adrettes Mädel, ganz wandelnde Unschuld, was kann da schon schief gehn ... Nun, wir wurden angehalten, dieses Märchen aus dem Kinderprogramm zu streichen: Aufgewühlte Eltern hatten ihren Schützlingen hernach zu vieles zu erklären. Liest man es vor, so ist es recht erbaulich. Was man sich dazu denkt, bleibt ja privat. Doch führt man es wortgetreu aus, wird es brisant. Denn dieser Wolf hat in der Tat nur Eins im Sinn: ... – Richtig, die Großmutter, was dachten Sie denn? Und wie verschlingt er sie im Bett? Richtig: Mit einem einzigen Haps, wir spielen Ihnen das gern mal vor. Keiner, nicht mal das Publikum, geht aus diesem Märchen so sündenfrei jungfräulich heraus, wie er hinein kam. Lassen Sie sich mit Rotkäppchen in Versuchung führen, kommen Sie mal vom Wege ab, und entdecken Sie den Wolf in sich!
Nur für Erwachsene – Zutritt ab 14 Jahren
Der alltägliche Schockreport über Aussetzung und Missbrauch erregt unser Empörtsein, und angewidert blättern wir zu Börse oder Sport. Doch wenn sich Hänsel und Gretel klammheimlich zu uns in die Hütte stehlen, sind sie längst tot: Verdarbt, erfroren, aufgezehrt. In sich gekehrt und schüchtern beichten uns die kleinen Leichen, wie ihnen widerfuhr. Und irgendwie gelingt es den Gespensterchen, uns mitzuzerren in ihr namenloses Grauen: Wir werden selbst das Kind, stehen gottlos in der kalten Waldnacht rum, alleingelassen, verloren ... Mama? Papa? Hört uns denn keiner? Kommt nirgends Hilfe her? Nein? Nein, nur die böse Hexe hört unser Rufen und alles, alles kommt noch immer schlimmer: Kein schönes Märchen, das! Weil es kein Märchen ist.
Rotkäppchen
Was ein adrettes Mädel, ganz wandelnde Unschuld, was kann da schon schief gehn ... Nun, wir wurden angehalten, dieses Märchen aus dem Kinderprogramm zu streichen: Aufgewühlte Eltern hatten ihren Schützlingen hernach zu vieles zu erklären. Liest man es vor, so ist es recht erbaulich. Was man sich dazu denkt, bleibt ja privat. Doch führt man es wortgetreu aus, wird es brisant. Denn dieser Wolf hat in der Tat nur Eins im Sinn: ... – Richtig, die Großmutter, was dachten Sie denn? Und wie verschlingt er sie im Bett? Richtig: Mit einem einzigen Haps, wir spielen Ihnen das gern mal vor. Keiner, nicht mal das Publikum, geht aus diesem Märchen so sündenfrei jungfräulich heraus, wie er hinein kam. Lassen Sie sich mit Rotkäppchen in Versuchung führen, kommen Sie mal vom Wege ab, und entdecken Sie den Wolf in sich!
Nur für Erwachsene – Zutritt ab 14 Jahren
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