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Deutscher Herbst

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Deutscher Herbst

In seiner neusten Theaterarbeit Deutscher Herbst nimmt der gefeierte Regisseur Christopher Rüping einen Text aus dem Herbst 1946 und weitere Herbste zum Anlass, um von den Verlusten der Gegenwart zu erzählen: vom Verschwinden der Erinnerung, vom Ende gemeinsamer Erzählungen, aber auch von möglichen Utopien, die sich hinter diesem Ende auftun. Dafür legen Christopher Rüping und sein Ensemble das Ohr an die Geschichte. Romantik und Kriege antworten aufeinander und auf den Herbst 2026. Eine Tochter begegnet ihrem Vater, Trauer trifft auf Trost. Der Abend entsteht in Koproduktion mit dem Kunstfestival Ruhrtriennale und kommt am 17. September in der Jahrhunderthalle Bochum zur Uraufführung. Schon wenige Tage später ist er dann in Berlin zu sehen. Wer Deutscher Herbst hört, denkt wohl zuallererst an das Jahr 1977. Der Terror der RAF und die Reaktion des Staates prägten eine ganze Generation. Aber vielleicht ruft der Begriff noch andere Herbste auf? Den Mauerfall, ein Lied aus der Schulzeit, ein Gemälde von Caspar David Friedrich? Während sich die Geschicke anderer Nationen im Frühling wenden, hat Deutschland seinen Herbst. Herbste sind Phasen, in denen sich unsere Geschichte verdichtet. Der Theaterabend von Christopher Rüping leiht sich seinen Titel im Herbst 1946. In diesem Jahr reist der 23 Jahre junge schwedische Autor Stig Dagerman durch Deutschland. In seiner Heimat ist er ein Shootingstar; für die Tageszeitung Expressen besucht er Berlin, Hamburg, Frankfurt, das Ruhrgebiet: Städte und Regionen, die in Elend, Hunger und Ruinen liegen. Seinen literarischen Reisebericht nennt Dagerman Deutscher Herbst. Es regnet unaufhörlich, die Herbstblätter fallen – und der junge Schwede stellt sich die Frage: werden diese Menschen, die so zerbrechlich zwischen Ende und Anfang taumeln, in die Freiheit finden oder stolpernd untergehen? Seit dem Herbst 1946 sind achtzig Jahre vergangen. Der Theaterabend Deutscher Herbst nimmt diesen Abstand zum Anlass für eine Bildbeschreibung der Gegenwart. Die Menschen, die Stig Dagerman zwischen Ruinen getroffen hat, werden bald nicht mehr Teil dieses Bildes sein oder sind es schon jetzt nicht mehr. Trotzdem sind die Fragen geblieben oder wieder da. Der heutige Mensch lebt im Gefühl der Orientierungslosigkeit. Wir wohnen dem Verlust einer Ordnung bei – und je mehr wir uns festhalten, desto mehr taumeln wir. Das macht uns Angst. Gleichzeitig markiert dieser Schwindel eine Schwelle. Er ist das Gefühl, in dem sich unsere Gegenwart selbst erkennt. Denn der Taumel macht uns um die Erfahrung reicher, dass wir nicht auf festem Boden stehen.

Künstler/Beteiligte: Stig Dagerman (Autor/in), Christopher Rüping

Alternative Veranstaltungen

How to date a Feminist

Romantische Komödie von Samantha Ellis Er ist Feminist. Sie steht auf Machos. Aber Feministin sei sie auch, sagt sie, nur - anders als er. Steve, aufgewachsen in einem Frauenfriedenscamp, und Kate, aufgewachsen bei einem Vater „vom alten Schlag“, könnten... mehrzu: How to date a Feminist

Nächster Termin:
Komödie von Samantha Ellis
Termin:
Mittwoch, 07. Oktober 2026, 18:00 Uhr (3 weitere Termine)
Ort:
Theater Berliner Schnauze - Theater am Frankfurter Tor
Adresse:
Karl-Marx-Allee 133, 10243 Berlin
Preis:
ab 36,20 €

PUTSCH

Was passiert, wenn Satire zur Macht wird? Klara Milkowski ist witzig, klug – und gefährlich. Nach einem medialen Eklat verliert die gefeierte Stand-up-Comedienne ihre Fernsehsendung und wird über Nacht zur Ikone der „Meinungsfreiheit“. Was als persönlicher... mehrzu: PUTSCH

Termin:
Mittwoch, 07. Oktober 2026, 18:30 Uhr (4 weitere Termine)
Ort:
Schlosspark Theater
Adresse:
Schloßstraße 48 A, 12165 Berlin-Steglitz
Preis:
ab 24,39 €

VON FISCHEN UND FRAUEN

Die Beiden tauschen sich aus über Angelruten, Aal-Dornaugen und Lieblingsköder. Aber auch über Mütter und Großmütter, die ihre Leidenschaft fürs Angeln seit Generationen an ihre Töchter weitergeben. Ein Idyll – das gemeinsame Warten auf den Fisch. Wäre... mehrzu: VON FISCHEN UND FRAUEN

Nächster Termin:
Von Fischen und Frauen
Termin:
Mittwoch, 07. Oktober 2026, 19:30 Uhr (9 weitere Termine)
Ort:
Renaissance-Theater Berlin
Adresse:
Knesebeckstraße 100, 10623 Berlin-Charlottenburg
Preis:
ab 42,89 €

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