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Das blinde Licht

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Das blinde Licht

1909 entdeckt der deutsche Chemiker Fritz Haber ein Verfahren, mit dem sich Stickstoff aus der Luft gewinnen lässt, und wendet damit eine globale Hungersnot ab. Das Verfahren ermöglicht auch die industrielle Herstellung von Munition, was den Ersten Weltkrieg vermutlich um mehrere Jahre verlängert. 1916 liefert der Astrophysiker Karl Schwarzschild während seines Einsatzes an der Ostfront die erste genaue Lösung zu den Gleichungen, die Albert Einsteins Relativitätstheorie beschreiben. Seine Berechnungen belegen dabei die Existenz von Schwarzen Löchern, die alles in ihrem Radius unwiederbringlich verschlucken. 1967 beschließt der Mathematiker Alexander Grothendieck nach einem Besuch im vom Krieg gebeutelten Vietnam seiner bahnbrechenden Forschung den Rücken zu kehren und all seine bisherigen Berechnungen zur Vereinheitlichung der Mathematik zu zerstören – »zum Wohl der Menschheit«.
Benjamin Labatuts Roman »Das blinde Licht« zeigt Wissenschaftler, die an der Unbegreiflichkeit ihrer eigenen Entdeckungen beinahe zerbrechen. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts werden naturwissenschaftliche Entdeckungen gemacht, die die bisherige Vorstellung von Materie, Zeit und Raum erschüttern. Sie lassen sich keineswegs nur als Teil einer zivilisatorischen Fortschrittserzählung lesen, sondern hängen ebenso eng zusammen mit den Kriegen, Totalitarismen und menschlichen Katastrophen, die Europa in der gleichen Zeit prägen.
Der Roman weist dabei direkt in unsere Gegenwart: Digitale Medien, künstliche Intelligenz und globale Krisen sind ohne die Entdeckungen von Einstein, Haber und Schwarzschild undenkbar. Welche Katastrophen säen heutige wissenschaftliche und technologische Innovationen, deren Folgen wir nicht absehen können? »Das blinde Licht« ist nach »Ungeduld des Herzens«  und »Michael Kohlhaas« die dritte Inszenierung von Simon McBurney an der Schaubühne und entsteht in Koproduktion mit der Kompanie Complicité.

Künstler/Beteiligte: (Autor), (Kostüme), (Sound), (Video), (Licht), Christina Deinsberger (Mitarbeit Regie), Elisa Leroy (Dramaturgie), Simon McBurney (Regie), Ulla Willis (Bühne), Robert Beyer (Mit), Christoph Gawenda (Mit), Moritz Gottwald (Mit), Eva Meckbach (Mit), Ruth Rosenfeld (Mit), Renato Schuch (Mit), Alina Vimbai Strähler (Mit)

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Termin:
Dienstag, 02. Februar 2027, 20:00 Uhr (30 weitere Termine)
Ort:
Schlosspark Theater
Adresse:
Schloßstraße 48 A, 12165 Berlin-Steglitz
Preis:
ab 24,39 €

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Moving Shadows präsentieren: "On Fire" Ein Schattentheater, das alles in den Schatten stellt - Brand New Show!!! Die weltweit gefeierte Schattentheatergruppe Moving Shadows ist zurück und setzt mit ihrem neuen Programm "On Fire" neue Maßstäbe in der... mehrzu: Moving Shadows: Ein Schattentheater, das alles in den Schatten stellt - On Fire

Nächster Termin:
Moving Shadows - On Fire
Termin:
Samstag, 06. Februar 2027, 19:30 Uhr
Ort:
Kulturzentrum Rathenow
Adresse:
Märkischer Platz 3, 14712 Rathenow
Preis:
ab 49,90 €

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