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Nichts wird vergessen

Perform[d]ance Jugendkompanie, Perform[d]ance e. V.; Stralsund, Mecklenburg-Vorpommern

Nichts wird vergessen – Gruppe tanzender Menschen in Overalls auf dunkler Bühne mit Backsteinwand und gelbem Licht.

Nichts wird vergessen – Gruppe tanzender Menschen in Overalls auf dunkler Bühne mit Backsteinwand und gelbem Licht.

Ohne Begegnungen mit Zeitzeug*innen droht der Holocaust in Vergessenheit zu geraten. Gemeinsam mit den Choreograf*innen Stefan Hahn und Rafaela Molina initiieren die Tänzer*innen auf der Basis von dokumentarischen Erinnerungen eine Suchbewegung für eine neue Erinnerungskultur, die Räume öffnet für Emotionen – aktivistisch, den Blick weitend und ins Mark treffend.

Produktion und Ensemble

Die grausamen nationalsozialistischen Menschheitsverbrechen haben sich schon lange in die Geschichtsbücher eingeschrieben, doch haben wir sie wirklich aufgearbeitet – persönlich, gesellschaftlich? Ohne die Begegnung mit Zeitzeug*innen oder den Besuch von Gedenkstätten droht der Holocaust in Vergessenheit zu geraten und verliert sich in Abstraktion. 

Gemeinsam mit dem Choreograf*innen-Team Stefan Hahn und Rafaela Molina starten die Tänzer*innen der Jugendkompanie von Perform[d]ance mit dieser Inszenierung eine Suchbewegung für eine neue Erinnerungskultur. Das Stück öffnet Räume für Emotionen – aktivistisch, den Blick weitend und tief ins Mark treffend. Tanz kann auf besondere Weise mit Momenten, die Sprachlosigkeit und Ergriffenheit auslösen, umgehen und das Publikum zu einer Auseinandersetzung bewegen. Der sich erinnernde Tanzkörper begibt sich in Situationen der rohen Gewalt, in Momente des Aufbegehrens, des Widerstandes, des einfach Menschseins.

Die Themen von Nichts wird vergessen sind ein bedeutungsvoller Teil der Geschichte des Landes, in dem wir aufwachsen. Jedoch war die Auseinandersetzung im Zusammenhang mit der Erarbeitung unserer Inszenierung für uns alle ein interessanter und emotional fordernder Prozess. Für uns war in dieser Zeit ganz besonders zu spüren, wie viel Gemeinschaft und Zusammenhalt damals wie auch heute bedeuten und bewegen kann. Die Beschäftigung mit den Zitaten der Zeitzeug*innen und die Soli, die wir dazu entwickelt haben, werden uns in besonderer Erinnerung bleiben.

Wir dürfen nicht vergessen, zu was wir Menschen in der Lage sind! Ob aus Hass, Angst oder Dummheit, die Verbrechen der Nationalsozialisten dürfen nicht in Vergessenheit geraten und sich auf keinen Fall wiederholen!

 

Von und mit

Lilith Luisa Beth, Anna Helene Bogumil, Amelie Chill, Nele Dinse, Marielouise Gebler, Anouk Gläser, Mara Griebe, Louisa Haberkorn, Nele Marie Herrmann, Kira Höller, Marie Jonas, Dinara Kuantova, Helena Matzky, Rabea Meyn, Julia Möckel, Paula Reeckmann, Liisa Tellervo Riedl

Stefan Hahn, Rafaela Molina – Choreografie, Konzept

Viktoria Kohalmi – Choreografische Mitarbeit

Annett Hunger – Ausstattung

Felix „Fifi“ Nicholson – Musik

Felix Grimm – Lichtdesign

Katja Lucke – Outside eye

Peter Chwalisz – Technik

Perform[d]ance – Produktion

Christian Klette – Grafik, Titelfoto

Karte

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