Haus der Berliner Festspiele - Große Bühne
MAGNIFICAT & The Rite of Spring
Performing Arts Season 2026/2027
MAGNIFICAT – Tänzer*innen mit dem Rücken zur Kamera bewegen sich synchron in hautfarbenen Anzügen und Hüten vor blauem Hintergrund.
© Sylvie-Ann Paré, Tänzer*innen: Michael Baboolal, Adrian W.S. Batt, Justin Calvadores, Rose Gagnol, Valeria Galluccio, Luigi Luna, Carol Prieur, Sophie Qin, Celeste Robbins, Clémentine Schindler, Ana Van Tendeloo, Jérôme Zerges
MAGNIFICAT und The Rite of Spring vereinen ritualisierte Musik und radikale Choreografie. Marie Chouinard begreift die Ko-Präsenz von Körpern als energetisches Gefüge von Gemeinschaft und Transzendenz – intensiv, ungezähmt und zeitlos.
Zwei ikonische Werke, zwei musikalische Welten, eine unverkennbare Handschrift: Marie Chouinard vereint in diesem Abend Spiritualität, Körperlichkeit und radikale Präsenz. Beide Choreografien basieren auf Musik, die im Rituellen wurzelt: MAGNIFICAT als christlicher Lobgesang, The Rite of Spring als Beschwörung archaischer Opferrituale. In der Kombination zeigen sie Chouinard als Pionierin des zeitgenössischen Tanzes, ästhetisch konfrontativ und ungezähmt.
In MAGNIFICAT bewegen sich zwölf Mitglieder der Compagnie in hautfarbenen Slips und heiligenscheinähnlichen Kopfbedeckungen, formieren sich zu ausgedehnten Gruppenformationen, intimen Trios, Duetten oder Soli. Chouinard übersetzt die klassischen Motive von Bachs Musik in eine exzessive Körperlichkeit: Der Gesang wird Bewegung, Macht und Unterordnung, und Jubel und Ekstase entfalten sich in einer kraftvollen und ironischen Bildsprache, die Entgrenzung zeigt und zugleich Gemeinschaft formt.
The Rite of Spring ist Chouinards erste Choreografie, der eine Partitur als Ausgangspunkt dient. Aus Strawinskys treibender Musik entwickelt sie ein Werk, das das Individuum feiert und zugleich das Kollektiv spürbar macht. Soli stehen im Mittelpunkt, jede Bewegung ist Ausdruck vitaler Energie, jeder Körper birgt ein Geheimnis. Zeit dehnt sich, alles geschieht gleichzeitig, als würde Chouinard den Moment unmittelbar nach dem Entstehen des Lebens choreografisch erfassen.
Zwischen dem frühen The Rite of Spring (1993) und dem jüngsten MAGNIFICAT (2025) spannt sich ein weiter zeitlicher Bogen. Was ihn zusammenhält, ist eine konsequente Konzentration auf den Körper als Ort von Ritual, Lust, Erschöpfung und Transzendenz. Marie Chouinards Werk ist dabei weniger Entwicklung als Beharren: auf Intensität, auf Unmittelbarkeit, auf einer Form von Tanz, die sich jeder Kontrolle entzieht.
Marie Chouinard wurde in Québec geboren und arbeitete zunächst zwölf Jahre als Solotänzerin, bevor sie 1990 die Compagnie Marie Chouinard gründete. Seitdem sind ihre Arbeiten international präsent und Teil der Repertoires bedeutender Häuser. Neben ihrer choreografischen Arbeit ist sie als Regisseurin, Autorin und bildende Künstlerin tätig. Für ihr Lebenswerk wurde sie vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem kanadischen Governor General’s Performing Arts Award.
Künstlerisches Team
MAGNIFICAT
Marie Chouinard – Choreografie
Johann Sebastian Bach, The Magnificat BWV 243, aufgeführt von La Chapelle Royale (Instrumentalensemble) und dem Collegium Vocale Gent (Chor) unter der Leitung von Philippe Herreweghe; Verwendung mit freundlicher Genehmigung von PIAS Recordings – Musik
Michael Baboolal, Adrian W.S. Batt, Julianna Bryson, Justin Calvadores, Rose Gagnol, Valeria Galluccio, Béatrice Larouche, Luigi Luna, Carol Prieur, Sophie Qin, Jérôme Zerges – Tänzer*innen
Marie Chouinard – Licht- und Setdesign, Kostüme, Make-up
35 min
The Rite of Spring
Marie Chouinard – Konzept, Choreografie, Künstlerische Leitung, Licht
Musik: Signatures sonores, Rober Racine, 1992; The Rite of Spring (1913), Igor Strawinsky, Arrangement mit Boosey & Hawkes, Inc., Herausgeber und Copyright
Michael Baboolal, Adrian W.S. Batt, Justin Calvadores, Rose Gagnol, Valeria Galluccio, Béatrice Larouche, Luigi Luna, Carol Prieur, Sophie Qin, Clémentine Schindler, Ana Van Tendeloo, Jérôme Zerges – Tänzer*innen
Liz Vandal – Kostüme
Zaven Paré – Requisite
Jacques-Lee Pelletier – Make-up
Daniel Éthier – Frisuren
35 min
Team Tournee
Paige Culley – Probenleitung
Martin Coutu – Tour Manager
Félix Lefebvre – Technische Leitung, Inspizienz
Zwei ikonische Werke, zwei musikalische Welten, eine unverkennbare Handschrift: Marie Chouinard vereint in diesem Abend Spiritualität, Körperlichkeit und radikale Präsenz. Beide Choreografien basieren auf Musik, die im Rituellen wurzelt: MAGNIFICAT als christlicher Lobgesang, The Rite of Spring als Beschwörung archaischer Opferrituale. In der Kombination zeigen sie Chouinard als Pionierin des zeitgenössischen Tanzes, ästhetisch konfrontativ und ungezähmt.
In MAGNIFICAT bewegen sich zwölf Mitglieder der Compagnie in hautfarbenen Slips und heiligenscheinähnlichen Kopfbedeckungen, formieren sich zu ausgedehnten Gruppenformationen, intimen Trios, Duetten oder Soli. Chouinard übersetzt die klassischen Motive von Bachs Musik in eine exzessive Körperlichkeit: Der Gesang wird Bewegung, Macht und Unterordnung, und Jubel und Ekstase entfalten sich in einer kraftvollen und ironischen Bildsprache, die Entgrenzung zeigt und zugleich Gemeinschaft formt.
The Rite of Spring ist Chouinards erste Choreografie, der eine Partitur als Ausgangspunkt dient. Aus Strawinskys treibender Musik entwickelt sie ein Werk, das das Individuum feiert und zugleich das Kollektiv spürbar macht. Soli stehen im Mittelpunkt, jede Bewegung ist Ausdruck vitaler Energie, jeder Körper birgt ein Geheimnis. Zeit dehnt sich, alles geschieht gleichzeitig, als würde Chouinard den Moment unmittelbar nach dem Entstehen des Lebens choreografisch erfassen.
Zwischen dem frühen The Rite of Spring (1993) und dem jüngsten MAGNIFICAT (2025) spannt sich ein weiter zeitlicher Bogen. Was ihn zusammenhält, ist eine konsequente Konzentration auf den Körper als Ort von Ritual, Lust, Erschöpfung und Transzendenz. Marie Chouinards Werk ist dabei weniger Entwicklung als Beharren: auf Intensität, auf Unmittelbarkeit, auf einer Form von Tanz, die sich jeder Kontrolle entzieht.
Marie Chouinard wurde in Québec geboren und arbeitete zunächst zwölf Jahre als Solotänzerin, bevor sie 1990 die Compagnie Marie Chouinard gründete. Seitdem sind ihre Arbeiten international präsent und Teil der Repertoires bedeutender Häuser. Neben ihrer choreografischen Arbeit ist sie als Regisseurin, Autorin und bildende Künstlerin tätig. Für ihr Lebenswerk wurde sie vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem kanadischen Governor General’s Performing Arts Award.
Künstlerisches Team
MAGNIFICAT
Marie Chouinard – Choreografie
Johann Sebastian Bach, The Magnificat BWV 243, aufgeführt von La Chapelle Royale (Instrumentalensemble) und dem Collegium Vocale Gent (Chor) unter der Leitung von Philippe Herreweghe; Verwendung mit freundlicher Genehmigung von PIAS Recordings – Musik
Michael Baboolal, Adrian W.S. Batt, Julianna Bryson, Justin Calvadores, Rose Gagnol, Valeria Galluccio, Béatrice Larouche, Luigi Luna, Carol Prieur, Sophie Qin, Jérôme Zerges – Tänzer*innen
Marie Chouinard – Licht- und Setdesign, Kostüme, Make-up
35 min
The Rite of Spring
Marie Chouinard – Konzept, Choreografie, Künstlerische Leitung, Licht
Musik: Signatures sonores, Rober Racine, 1992; The Rite of Spring (1913), Igor Strawinsky, Arrangement mit Boosey & Hawkes, Inc., Herausgeber und Copyright
Michael Baboolal, Adrian W.S. Batt, Justin Calvadores, Rose Gagnol, Valeria Galluccio, Béatrice Larouche, Luigi Luna, Carol Prieur, Sophie Qin, Clémentine Schindler, Ana Van Tendeloo, Jérôme Zerges – Tänzer*innen
Liz Vandal – Kostüme
Zaven Paré – Requisite
Jacques-Lee Pelletier – Make-up
Daniel Éthier – Frisuren
35 min
Team Tournee
Paige Culley – Probenleitung
Martin Coutu – Tour Manager
Félix Lefebvre – Technische Leitung, Inspizienz
Eine Produktion der Compagnie Marie Chouinard
Die Compagnie Marie Chouinard dankt dem Conseil des arts et des lettres du Québec, dem Canada Council for the Arts und dem Conseil des arts de Montréal.
Mit der Unterstützung der Vertretung der Regierung von Québec in Berlin
Die Compagnie Marie Chouinard dankt dem Conseil des arts et des lettres du Québec, dem Canada Council for the Arts und dem Conseil des arts de Montréal.
Mit der Unterstützung der Vertretung der Regierung von Québec in Berlin
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