Das Konzept basiert auf Gedichten von Ingeborg Bachmann, wie ein Tagebuch den inneren Monolog einer Frau beschreibt, die Räume, Orte und Landschaften durchlebt, Tagebuch einer Frau, die in einem Delirium eine imaginäre Odyssee durchlebt, sich verliert und in dem nichts mehr wirklich, nichts mehr unmöglich scheint.
»Die Zeit verschlingt mich. Tag für Tag schreibt sich ihr Werk in meine Haut, wo der Spiegel mir ihr Bild zurückwirft, sie frisst sich ohne Unterlass einen Graben in den hintersten Raum meines Geistes und triumphiert selbst über die Leere. Sie zerlegt mich. Fragmentiert, versuche ich meine verschwundenen und zerstreuten Einzelteile wieder zusammenzufügen und in der von meinen Trümmern hinterlassenen Leere nisten sich Angst und Einsamkeit ein. Bin zurückgeblieben, mit den Augen im Rücken, von der Zeit überholt, laufe ich ihr und mir hinterher. Ich mühe mich mit den Scherben – verteilt im Wind der Zeit.« (Ingeborg Bachmann)
Die cie. toula limnaios wird gefördert durch die Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt. Die Produktion wurde 1997 mit freundlicher Unterstützung der Commission Communauté Française de la Région de Bruxelles-Capitale und der SACD, Ministère de la Culture de la Communauté Française de Belgique, gefördert. In Koproduktion mit der Akademie der Künste Berlin, Künstlerhof Buch, Studio l’l Brüssel und Studio ICEM Institut Essen.