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Joyful Failure – Ein Abend über die Poesie des Scheiterns

Performance von laborgras feat. Liam Byrne & Ensemble

  • Joyful Failure – Ein Abend über die Poesie des Scheiterns 1 – Schwarz-weiße Aufnahme von zwei Performer*innen, eine in einem Sakko verschlungen.

    Joyful Failure – Ein Abend über die Poesie des Scheiterns 1 – Schwarz-weiße Aufnahme von zwei Performer*innen, eine in einem Sakko verschlungen.

  • Joyful Failure – Ein Abend über die Poesie des Scheiterns 2 – Schwarz-weiß Aufnahme einer Person hinter einem Stuhl mit nachdenklichem Ausdruck.

    Joyful Failure – Ein Abend über die Poesie des Scheiterns 2 – Schwarz-weiß Aufnahme einer Person hinter einem Stuhl mit nachdenklichem Ausdruck.

  • Joyful Failure – Ein Abend über die Poesie des Scheiterns 3 – Schwarz weiß Foto einer Person in schwarzen Klamotten, die von hinten von Armen umschlungen wird und eine Grimasse zieht.

    Joyful Failure – Ein Abend über die Poesie des Scheiterns 3 – Schwarz weiß Foto einer Person in schwarzen Klamotten, die von hinten von Armen umschlungen wird und eine Grimasse zieht.

Scheitern gilt in unserer Leistungsgesellschaft als ein Makel. Doch was, wenn im Scheitern auch eine eigene Poesie liegt, die mehr ist als ein bloßes Misslingen? Inspiriert von Samuel Becketts Worten „Ever tried. Ever failed. No matter. Try again. Fail again. Fail better.“ begreift „Joyful Failure“ von laborgras das Scheitern als Bewegung selbst – als fortlaufenden Prozess, der Möglichkeiten eröffnet.

In ihrer neuen Performance „Joyful Failure“ widmet sich laborgras genau diesem fragilen Moment des Scheiterns. Im Radialsystem entwerfen sechs Tänzer*innen gemeinsam mit dem Musiker Liam Byrne ein offenes choreografisch-musikalisches Gefüge, in dem Unsicherheit, Zögern und Instabilität nicht überwunden, sondern sichtbar gemacht werden. Die Körper begegnen und verfehlen sich, geraten aus dem Gleichgewicht und finden neue Formen von Nähe. Klang und Bewegung greifen dabei ineinander: Byrnes Komposition, getragen von dem historischen Instrument Viola da Gamba, entsteht im direkten Austausch mit dem Tanz.

In einer Zeit, die von Krisen, Beschleunigung und Effizienzsteigerung geprägt ist, stellt das Stück die Frage nach Formen des Miteinanders. Was entsteht, wenn wir die Logik von Kontrolle und Selbstoptimierung loslassen? Statt Scheitern als Defizit zu begreifen, rückt die Produktion seine produktive Kraft ins Zentrum: als alltägliche, verbindende und zutiefst menschliche Erfahrung. So entfaltet sich ein Raum zwischen Stolpern und Aufrichtung, zwischen Verlust und Neubeginn. Ein Raum, in dem das Nicht-Gelungene nicht verdrängt wird, sondern sichtbar bleibt – leise, widerspenstig, lebendig.

Künstler/Beteiligte: laborgras (Renate Graziadei & Arthur Stäldi) (Konzept und Künstlerische Leitung), Arthur Stäldi (Dramaturgie), Liam Byrne (Musik), Claudia Janitschek (Kostümdesign), Kevin Sock (Lichtdesign), Marcelo Vilela da Silva (Presse- und Öffentlichkeitsarbeit), Micaela Trigo (Distribution), Mia Sedding (Gestaltung), Phil Dera (Foto), Adriana Metzlaff (Hair & Make-Up Fotos), Urszula Heuwinkel (Künstlerische Produktionsleitung), laborgras in Kollaboration mit, Abraham Iglesias Rodriguez, Tian Gao, Miguel González Padilla, Rosalind Masson , Djamila Polo (Choreografie)

Eine Produktion von laborgras in Kooperation mit dem Radialsystem. laborgras wird gefördert durch das Land Berlin, Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Medienpartnerschaften Radialsystem: The Berliner, tip Berlin, taz – die Tageszeitung.

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