Seit Jahrhunderten projiziert die westliche Kunst ihr eigenes Bild auf Spanien – romantisch, exotisch, unverstanden.
Hillel Kogan, israelischer Choreograf und zeitgenössischer Tänzer, betritt die Welt des Flamenco bewusst als das, was er ist: als Fremder, als ein Tourist. Im Dialog mit der israelischen Flamenco-Künstlerin Mijal Natan entsteht ein scharfsinniges, oft witziges Spiel mit Klischees, Grenzen und der Frage, wem eine Kunstform eigentlich gehört.
Was ist spanisch, was ist israelisch? Was ist Folklore, was ist hohe Kunst? Und vor allem: Ist Identität etwas, das man ist – oder etwas, das man aufführt? Kogan versucht, das Spanische zu performen. Was dabei entsteht, ist mehr als ein Tanzstück. Es ist eine Befragung von Zugehörigkeit, Authentizität und der Rolle, die wir alle täglich spielen.
Laufzeit: Do, 25.06.2026 bis Do, 25.06.2026
Choreografie: Hillel Kogan
Performance: Mijal Natan, Hillel Kogan
Dramaturgie: Yael Venezia
Licht: Nadav Barnea
Künstlerische Leitung: Laeticia Boulud
Musikalische Beratung: Yael Horowitz
Musik: Isaac Albéniz, Georges Bizet, Enrique El Extremeño, José Valencia
Die Aufführung entstand mit Unterstützung des israelischen Lotterierats für Kultur und Kunst.