Dieses Tanzstück beginnt noch vor der Geburt – mit dem ersten Impuls des Lebens im Mutterleib. Es ist eine Hommage an das Leben, an die Freude zu existieren, den eigenen Körper zu bewohnen und das tiefe Gefühl, lebendig zu sein.
Doch von einem Tag auf den anderen verändert sich alles. Die Protagonistin fällt in ein tiefes Loch – einen Ort der Dunkelheit, an dem sie Schmerz, Trauer, Wut und Enttäuschung begegnet. Dort erkennt sie, dass sie die Liebe zum Leben, die einst in ihr lebte, wiederfinden muss.
So beginnt ein Prozess der Transformation. Schritt für Schritt hinterfragt sie die Regeln, Glaubenssätze und Prägungen, die sie von ihrer Familie, ihrem Umfeld und ihrer eigenen Geschichte übernommen hat. Sie lässt los, was nicht länger zu ihr gehört, und findet den Weg zurück zu ihrem innersten Wesen. Auf diesem Weg entdeckt sie eine Frau, die sich selbst erkennt, annimmt und sich bewusst für ein authentisches Leben entscheidet.
Die Welt des Techno begleitet und trägt diesen Weg. Mit ihrer Kraft und ihrer Fähigkeit, die Wahrnehmung zu erweitern, lässt sie verborgene Gefühle, Erinnerungen und Wunden an die Oberfläche treten. Die Bewegung wird zur Sprache, um diese Erfahrungen zu durchleben, zu verwandeln und einen neuen Raum der Freiheit zu eröffnen.
Dieses Tanzstück entspringt dem Wunsch, daran zu erinnern, dass es – zwischen Erwartungen, Regeln und den Prägungen, die wir mit uns tragen – immer möglich ist, wieder auf die eigene innere Stimme zu hören. Es ist eine Reise zurück zu sich selbst, zu der Freiheit, den eigenen Weg zu wählen, und zur Freude, lebendig zu sein.
Denn manchmal vergessen wir, wer wir wirklich sind, um den Erwartungen anderer zu entsprechen. Vielleicht beginnt genau dort der Weg zurück zu uns selbst.
40 Minuten
Fam. Brandmeier, KONTRASTFILM, Johann Fuchslocher GomezDirektorin/Choreographin: Ailyn Ulloa AndradeProduktion: Valeria OviedoChoreographin: Pamela MoragaMusik und Ton: Rodrigo VenceLicht: Raquel OliveiraKostüm: Tobias PeikerTänzer*innen: Eva Robayo, Maria Paz Cortez, Carmen Rodriguez Castillo, Javiera Guerra, Guiliana PielMake up: Mirren Aitken