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Elvan Tekin: This is (not) the end

Wie übertragen verkörperte Praktiken kulturelles Gedächtnis? Welche Formen von Zugehörigkeit und Gemeinsamkeit werden möglich, wenn Körper und Tänze nicht nur einer einzigen Tradition (oder Nation) angehören müssen?

  • Zwei Personen bewegen sich in einem nüchternen Raum mit blaugrauer Wand. Rechts eine Person in schwarzem Trägerkleid mit weit ausgebreiteten Armen, deren eine Hand die Schulter der Person links berührt. Diese trägt ein offenes graublaues Nadelstreifenhemd und wendet den Kopf zur Seite. – Zwei Personen tanzen, die eine in einem schwarzen Kleid, die andere in einem offenen, glänzenden Hemd. Beide halten die Arme erhoben.

    Zwei Personen bewegen sich in einem nüchternen Raum mit blaugrauer Wand. Rechts eine Person in schwarzem Trägerkleid mit weit ausgebreiteten Armen, deren eine Hand die Schulter der Person links berührt. Diese trägt ein offenes graublaues Nadelstreifenhemd und wendet den Kopf zur Seite. – Zwei Personen tanzen, die eine in einem schwarzen Kleid, die andere in einem offenen, glänzenden Hemd. Beide halten die Arme erhoben.

  • Zwei Personen stehen dicht hintereinander in einem nüchternen Raum mit heller Wand. Beide haben die Arme angewinkelt erhoben, die Hand der vorderen Person liegt nahe am eigenen Kinn. Die vordere Person trägt ein schwarzes Trägerkleid, die hintere ein offenes graublaues Hemd mit Nadelstreifen. Bei... – Zwei Personen tanzen; eine Person trägt ein blaues Hemd, die andere ein ärmelloses schwarzes Kleid. Rücken und Arme leicht gebogen zum Tanzen.

    Zwei Personen stehen dicht hintereinander in einem nüchternen Raum mit heller Wand. Beide haben die Arme angewinkelt erhoben, die Hand der vorderen Person liegt nahe am eigenen Kinn. Die vordere Person trägt ein schwarzes Trägerkleid, die hintere ein offenes graublaues Hemd mit Nadelstreifen. Bei... – Zwei Personen tanzen; eine Person trägt ein blaues Hemd, die andere ein ärmelloses schwarzes Kleid. Rücken und Arme leicht gebogen zum Tanzen.

  • Zwei Personen stehen nebeneinander in einem abgedunkelten Raum mit heller Wand, ihre Schatten fallen dahinter. Beide legen die Arme überkreuz an den eigenen Nacken. Links eine Person in offenem graublauem Nadelstreifenhemd und dunkler Hose, rechts eine Person in schwarzem Trägerkleid. Die Blicke ... – Zwei Personen mit nassen Haaren berühren ihren Nacken; eine trägt ein schwarzes Kleid, die andere ein offenes, gestreiftes Hemd.

    Zwei Personen stehen nebeneinander in einem abgedunkelten Raum mit heller Wand, ihre Schatten fallen dahinter. Beide legen die Arme überkreuz an den eigenen Nacken. Links eine Person in offenem graublauem Nadelstreifenhemd und dunkler Hose, rechts eine Person in schwarzem Trägerkleid. Die Blicke ... – Zwei Personen mit nassen Haaren berühren ihren Nacken; eine trägt ein schwarzes Kleid, die andere ein offenes, gestreiftes Hemd.



This is (not) the end lässt Tanzformen aufeinandertreffen, die über Orte, Grenzen, Communities und Generationen hinweg gewandert sind, und bringt damit vertraute Vorstellungen von Virtuosität, Schönheit, Gender und gesellschaftlicher Normen ins Wanken. In der musikalischen Landschaft von Krzysztof Bagiński und zum Live-Klavier von Saemi Jeong verbinden, überlagern und verwandeln die Tänzer*innen Elvan Tekin und Samuel Francis Perreira diese Formen zu einem hybriden Bewegungsvokabular, in dem kein Tanz bleibt, was er war. Die Tänze erscheinen dabei nicht als feste Marker kultureller Identität, sondern als lebendige Praktiken: Wissen, das Körper tragen, von anderen übernehmen und in der Weitergabe verändern.

Die Tänzer*innen bewegen sich zwischen individueller Zurschaustellung und kollektivem Handeln, zwischen Konkurrieren, Beobachten, Nachahmen und Verweigern. Ihre Beziehungen verschieben sich beständig – und auch das Publikum wird Teil dieser wechselhaften Dynamik. Zuschauen ist nicht neutral: Zwischen Performenden und Zuschauenden zirkulieren Begehren, Anziehung, Urteil und Macht. THIS IS (NOT) THE END fragt, wer schauen darf, wer angeschaut wird und was geschieht, wenn ein Körper sich weigert, vollständig lesbar zu sein – insbesondere innerhalb von Blickweisen, die von kolonialen Geschichten und Systemen der Klassifizierung geprägt sind.

INFORMATIONEN ZUR BARRIEREFREIHEIT

Choreografie, Konzept, Performance: Elvan TekinPerformance: Samuel Francis PereiraTon: Krzysztof Bagiński, Saemi JeongKostüme, Bühnenbild: Evan LoxtonLichtdesign: Robert Prideaux
Produktion: Tammo WalterDramaturgie: Boglárka Börcsök, Jette BühsenschutzExterne Beratung: Irem Aydin, Enad MaroufGesprächspartnerin: Simge Burhanoglu

Eine Produktion von Elvan Tekin in Koproduktion mit Sophiensæle. Gefördert durch die Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt und den Hauptstadtkulturfonds. Unterstützt durch die Residenzen bei PerformIstanbul, Schloss Bröllin, HAUT Kopenhagen, MDT Moderna Dansteatern mit freundlicher Unterstützung von Life Long Burning. Medienpartner: Missy Magazine, Siegessäule, taz.

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