The Alonetimes führt sechs außergewöhnliche Performer*innen durch ein Geflecht aus Erinnerungen, Zeiten und Parallelwelten: eine Druidin am Feuer aus zerbrochenen iPads, zwei Jungen am Klavier kurz vor dem Meteoriteneinschlag, die Stimme einer verlorenen Liebe im Walkie-Talkie. Szenen wie Fundstücke persönlicher Vergangenheit. Für dieses Projekt treffen zwei hochspannende und sehr unterschiedliche Komponist*innen aufeinander: Jennifer Walshe und Philip Venables erkunden in ihrem neuen Musiktheater Einsamkeit – geschärft durch digitale Dauerpräsenz, verstärkt durch Pandemie und Krisen. Die Solist*innen erscheinen als fragile Zeitreisende, ein «gebrochener Consort», der erst im Miteinander Resonanz findet. In Musik, Sprache und Bewegung legen sie vergrabene Geschichten frei – komisch, schmerzhaft, zart. Ein Abend über das Loslassen alter Lasten und die Erkenntnis, dass Einsamkeit nur gemeinsam überwunden werden kann. Walshe und Venables verbinden ihre Leidenschaft für Collage, Stimme und ein direktes, offenes Musiktheater. Persönliche Erfahrungen werden zu einem lebendigen Netzwerk verwoben, in dem niemand ohne die anderen existiert. Aus zerbrochenen Bindungen und verschütteten Erinnerungen entsteht so eine neue Form von Gemeinschaft.
ca. 1 Stunde 10 Minuten / Keine Pause
Künstler/Beteiligte: Jennifer Walshe (Text, Musik, Regie), Philip Venables (Text, Musik, Regie), Aedín Cosgrove (Licht, Kostüme), Ragnar Árni Ólafsson (Video), Romain Muller (Sound), Andreas Borregaard (Akkordeon), Diamanda La Berge Dramm (Violine), Loré Lixenberg (Voice), Oskar McCarthy (Voice), Vanessa Porter (Percussion), Adam Starkie (Bassklarinette)
In englischer Sprache
Eine Produktion des Festival Musica Strasbourg mit Unterstützung der Fondation Cartier pour l’art contemporain in Koproduktion mit Deutsche Oper Berlin, BOZAR Brüssel, Muziekgebouw aan ’t IJ Amsterdam, Schwarzman Centre for the Humanities Oxford, New Music Dublin, Music Biennale Zagreb, La Muse en Circuit Alfortville