In einer internationalen Metropole während der Covid-19-Lockdowns trifft eine Gruppe internationaler Künstler*innen über einen Open Call in einer Residency aufeinander. Mit zunehmender Verschärfung der Maßnahmen (Regeln, Passierscheine, Durchsagen, Grenzen) verändern sich die Bedingungen des Zusammenlebens und legen unterschiedliche Möglichkeiten von Sicherheit und Rückzug offen.
Die Erzählung ist von Beginn an als Memoirenschrift angelegt: Rodolfo1 (Autor) führt als erinnernde Instanz durch das Geschehen, während Rodolfo2 (Figur) die Ereignisse innerhalb dieser Erinnerungsebene erlebt. Mimì ist eine lokale junge Frau aus der Arbeiterklasse. Während die internationalen Künstler*innen abreisen, bleibt Mimì am Ort zurück; ihr weiterer Weg mündet in eine persönliche Tragödie.
Nach dem Ende der Lockdowns verschiebt sich die Wahrnehmung in einen Halluzinationsraum Mimìs. In dieser Ebene erscheint auch der Autor Rodolfo erneut, im Versuch, in die eigene Erzählung einzugreifen und den Verlauf zu verändern.