Alice Horáčková, 1980 in Prag geboren, studierte Sozialwissenschaften an der Karls-Universität. Ihr erstes Buch, “Vladimíra Čerepková” (Argo, 2014), die literarische Biografie einer vergessenen Beat-Dichterin, wurde für den Josef-Škvorecký-Preis und den Magnesia Litera 2014 für die Entdeckung des Jahres nominiert. “Geteiltes Haus” (OT: “Rozpůlený dům”) ist ihr zweites belletristisches Buch und das erste, das auf Deutsch erscheint. Horáčková lebt als freiberufliche Schriftstellerin in Prag.
Das Buch:
Benetzko im Sudetenland. Wilderer, freigeistige Frauen, Fabrikanten und spiritistische Damen prägen ein Dorf, in dem gemischte Ehen ebenso selbstverständlich sind wie Streit über Nationalitäten, Schulbau oder einen Hund namens Masaryk. Zwischen heimlichen Romanzen, Desertionen, Verrat und Namenswechseln führen kleine Entscheidungen zu tragischen Folgen. Aus Erinnerungen, Memoiren, Fotos und Archivmaterial formt die Autorin daraus eine dichte Familiensaga.
Unterstützt vom Czechia 2026-Projekt im Rahmen des Jahrs der Tschechischen Kultur. Partner sind Moravská zemská knihovna / Moravian Library und České literární centrum / Czech Literary Centre.