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Disembodiment

Bodies_of_Law_17.12.2026 – 17 Dec 2026 6 pm CET DISEMBODIMENT Banu Bargu, Lucia Ruprecht, Sandra Noeth HZT Campus Uferstudios Livestream. Roter Hintergrund, schwarze Schrift.

Bodies_of_Law_17.12.2026 – 17 Dec 2026 6 pm CET DISEMBODIMENT Banu Bargu, Lucia Ruprecht, Sandra Noeth HZT Campus Uferstudios Livestream. Roter Hintergrund, schwarze Schrift.

Banu Bargu, im Gespräch mit Lucia Ruprecht & Sandra Noeth
In der abschließenden Sitzung von „Bodies of Law“ werden wir uns mit Handlungen und Praktiken der Selbstzerstörung, Selbstverletzung und Selbstgefährdung befassen, die den Staat und seine rechtlichen Mechanismen in Frage stellen, wie beispielsweise die Aushungerung des Körpers oder Praktiken der Selbstverbrennung. Im Mittelpunkt steht dabei das Konzept der „Entkörperlichung“, das die Politikwissenschaftlerin Banu Bargu in ihrem neuesten Buch „Disembodiment: Corporeal Politics of Radical Refusal“ (2024) entwickelt hat. Darin untersucht sie Handlungen, die Ausdruck der Ungerechtigkeiten und Demütigungen sind, denen verarmte, entrechtete und unterworfene Menschen ausgesetzt sind, und hinterfragt dabei den vorherrschenden Ansatz, der diese Handlungen als individuelle Pathologien, Hilferufe und Zeichen der Verzweiflung betrachtet. Stattdessen schlägt sie vor, sie als unkonventionelle Formen des Widerstands und der Verweigerung zu interpretieren.
Banu Bargu wird mit Lucia Ruprecht und Sandra Noeth im Gespräch sein: Inwiefern können diese körperlichen Handlungen uns dazu anregen, über alternative Formen des Menschseins und der Beziehung zum eigenen Körper und zur Welt nachzudenken? Wie können sie uns dazu motivieren, eine verkörperte politische Handlungsfähigkeit zu entwickeln? Welchen Stellenwert nimmt der Tanz in Banu Bargus Werk ein, in dem das Tanzen neben verletzenden Praktiken der Entkörperlichung als eine verwandte Form extremer verkörperter Performance und potenzieller „körperlicher Kritik“ diskutiert wird – die jedoch das Potenzial besitzt, Leiden zu transformieren?

Bodies of Law ist kuratiert von Sandra Noeth, mit Unterstützung von Nevena Delić. Die Lectures mit Banu Bargu und Arkadi Zaides werden präsentiert in Zusammenarbeit mit Critical Dance Studies der FU Berlin.Banu Bargu ist Professorin für History of Consciousness an der University of California, Santa Cruz. Sie beschäftigt sich mit den Schnittstellen zwischen Körper, Macht und Gewalt, mit Praktiken des Widerstands, Ausnahmezuständen, Inhaftierung und Demokratie. Sie ist außerdem Autorin des Buches „Starve and Immolate: The Politics of Human Weapons“ (2014).Lucia Ruprecht ist Tanztheoretikerin und -historikerin sowie Literaturwissenschaftlerin. Sie hat den Lehrstuhl für Critical Dance Studies an der Freien Universität Berlin inne und leitet den dazugehörigen Masterstudiengang. Ihre jüngste Monografie trägt den Titel „Gestural Imaginaries: Dance and Cultural Theory in the Early Twentieth Century“ (OUP 2019).
Sandra Noeth ist Professorin am HZT Berlin und als Kuratorin und Dramaturgin tätig. Ihr Schwerpunkt liegt auf körperbasierter Forschung in den Bereichen Kunst, Gesellschaft und Politik. Siehe „Resilient Bodies, Residual Effects. Artistic Articulations of Borders and Collectivity in Lebanon and Palestine“ (2019); „Bodies of Evidence: Ethics, Aesthetics, and the Politics of Movement“ (Hg. mit G. Ertem, 2018).

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