Renaissance-Theater Berlin
Ben Becker liest T.C. Boyle: „No Way Home”
– Person mit schwarzem Hut und Jeanshemd im Freien vor einer ländlichen Landschaft mit Hügeln und einem Gebäude im Hintergrund.
© Johannes Beck & Fritz Brinckmann
Und sie sind bei diesem Road-Trip Künstlerfreunde geworden. Vermutlich, weil es T.C. Boyles facettenreichstes Buch ist und Ben Becker wie kein anderer die verschiedenen Seiten und Sichtweisen von Boyles Figuren zum Leben erweckt. Jetzt setzt Ben Becker die „No Way Home“-Tour solo fort. Dabei ist er T.C. Boyle so nah wie kein anderer, nicht nur weil Interpret und Autor ein künstlerisches Vertrauensverhältnis verbindet, sondern auch weil Ben Becker die Extreme des Romans in sich vereint.
Die moralisch gute Seite der Geschichte von „No Way Home“ wird erzählt aus Sicht des Assistenzarztes Terry, den der Tod seiner Mutter aus der Bahn wirft, obwohl er täglich mit dem Tod zu tun hat. Terry, der permanent in einer Klinik in L.A. arbeitet, erbt unverhofft das Haus seiner Mutter in dem Provinzkaff Boulder City, mitten in der Wüste von Nevada, unweit eines gigantomanischen Stausees, der mit jedem Jahr weiter austrocknet. Als Terry das verwaiste Haus seiner Mutter besucht, lernt er Bethany kennen: attraktiv, manipulativ und wohnungslos. Mit ihr findet sich Terry in einem anderen Leben wieder, über das er zusehends die Kontrolle verliert. Seine Traumfrau verstrickt ihn in einen Alptraum. Denn Bethanys Ex-Freund Jesse verfolgt ihn mit seinem Motorrad, bedroht ihn und bricht ihm alle Knochen. In Terrys Sicht der Geschichte sind Gut und Böse klar verteilt. Doch T.C. Boyle erzählt die Geschichte auch aus Sicht des Bad Boys, und in Jesses Augen sieht die Welt ganz anders aus. Ben Becker leiht diesen gegensätzlichen Figuren nicht nur seine Stimme, sondern seine ganze Erfahrung, lässt in Abgründe blicken und stellt moralische Vorurteile infrage. Damit verleiht er dem Buch eine dritte Dimension. Wer „No Way Home“ von T.C. Boyle nicht nur lesen, sondern erleben will, ist bei Ben Becker genau richtig.
Die moralisch gute Seite der Geschichte von „No Way Home“ wird erzählt aus Sicht des Assistenzarztes Terry, den der Tod seiner Mutter aus der Bahn wirft, obwohl er täglich mit dem Tod zu tun hat. Terry, der permanent in einer Klinik in L.A. arbeitet, erbt unverhofft das Haus seiner Mutter in dem Provinzkaff Boulder City, mitten in der Wüste von Nevada, unweit eines gigantomanischen Stausees, der mit jedem Jahr weiter austrocknet. Als Terry das verwaiste Haus seiner Mutter besucht, lernt er Bethany kennen: attraktiv, manipulativ und wohnungslos. Mit ihr findet sich Terry in einem anderen Leben wieder, über das er zusehends die Kontrolle verliert. Seine Traumfrau verstrickt ihn in einen Alptraum. Denn Bethanys Ex-Freund Jesse verfolgt ihn mit seinem Motorrad, bedroht ihn und bricht ihm alle Knochen. In Terrys Sicht der Geschichte sind Gut und Böse klar verteilt. Doch T.C. Boyle erzählt die Geschichte auch aus Sicht des Bad Boys, und in Jesses Augen sieht die Welt ganz anders aus. Ben Becker leiht diesen gegensätzlichen Figuren nicht nur seine Stimme, sondern seine ganze Erfahrung, lässt in Abgründe blicken und stellt moralische Vorurteile infrage. Damit verleiht er dem Buch eine dritte Dimension. Wer „No Way Home“ von T.C. Boyle nicht nur lesen, sondern erleben will, ist bei Ben Becker genau richtig.
Laufzeit: Di, 10.11.2026 bis Mi, 24.02.2027
Nächster Termin: Ben Becker liest T.C. Boyle: No Way Home
- Termin Dienstag, 10. November 2026, 19:30 Uhr ( 2 weitere Termine )
- Ort Renaissance-Theater Berlin
- Adresse Knesebeckstraße 100, 10623 Berlin-Charlottenburg
- Preis ab 42,89 €
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