Sound in the Garden 2026: Gigi Masin & Marco Baldini
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Seit Jahrzehnten verschmelzen die zutiefst filmischen Klangtexturen von Gigi Masin minimalistischen Jazz und weiträumige Synthesizerflächen zu einer tiefgründigen Poesie.
Seine wegweisende Arbeit richtet den Blick vor allem auf die Zwischenräume „zwischen“ den Tönen und nutzt die Stille als physisches Instrument, das jede melancholische Melodie atmen lässt.
Mit einem weiten Spektrum ritueller Jazzsensibilität und experimenteller Klangtexturen nutzt Valentina Magaletti ungewöhnliche Materialien wie Metall, Porzellan und Holz, um verborgene Töne zu finden. Magaletti wird begleitet von upsammy und ihrem naturinspirierten Sounddesign. Field Recordings und pointierte Synthese verweben sich zu fließenden Klanglandschaften, die sich geschmeidig mit unregelmäßigen Rhythmen und den zartesten kristallinen Melodien verbinden. Die Erinnerung an raschelndes Laub und rieselndes Wasser strömt in komplexe Synthesemodule, die sich unvorhersehbar biegen und verformen.
Über Sound in the Garden
Vom 12. bis 16. August 2026 präsentiert die Neue Nationalgalerie erneut die Open-Air-Konzertreihe Sound in the Garden. Vier eigens für den Skulpturengarten konzipierte Konzertabende bringen renommierte Musiker*innen aus unterschiedlichsten Genres zusammen. Den Abschluss bildet ein Tag mit besonderen Klanginstallationen zu Ehren der japanischen Künstlerin Fujiko Nakaya, die im Skulpturengarten eine ortsspezifische Nebelskulptur zeigt.
Sound in the Garden steht in der Tradition innovativer Konzertformate, die seit der Eröffnung der Neuen Nationalgalerie immer wieder im Skulpturengarten des Museums stattgefunden haben – von den Veranstaltungen Jazz in the Garden der 1970er- und 1980er-Jahre, bei denen Künstler*innen wie Alice Coltrane und Keith Jarrett auftraten, bis zur Reihe Sound in the Garden, die sich seit der Wiedereröffnung 2022 etabliert hat.
Das Programm 2026 vereint Pioniere wie den Ambient-Vorreiter Gigi Masin und Krautrock-Ikone Michael Rother (Neu!, Harmonia) und jüngere experimentelle Künstler*innen wie upsammy, Valentina Magaletti und Slauson Malone 1. Die Klarheit und Präzision der Architektur Mies van der Rohes und die flüchtige Poesie von Fujiko Nakayas Nebelskulptur machen Musik als räumliche Kunstform erfahrbar. Das immersive d&b-Soundscape-Audiosystem ermöglicht es dem Publikum, die Musik beim Wandeln zwischen den Skulpturen und Pflanzen des Gartens intensiv zu erleben.
Tickets sind nicht auf Berlin.de verfügbar.
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