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Seyyare – Anatolian Women’s Choir Open Rehearsal

Der anatolische Frauenchor Seyyare (türkisch für „wandernd“ oder „in Bewegung“) entstand aus einem spontanen Akt des kollektiven Singens während der Beerdigung von Filiz Taşkın (1944–2024). Als eine der ersten türkischen Frauen, die als sogenannte Gastarbeiterinnen nach West-Berlin kamen, widmete Taşkın ihr Leben den Rechten von Arbeiterinnen, Frauen und Migrantinnen. Der Chor wurde von der Sängerin Sema Moritz (* 1956) gegründet und wird bis heute von ihr geleitet.

Der Chor präsentiert in über zehn Sprachen jahrhundertealte Liedtraditionen aus Anatolien, dem Balkan, dem Kaukasus und der weiteren südwestasiatischen Region. Seyyare bringt Frauen mit Migrations- und Exilerfahrung zusammen; das Repertoire spiegelt die Vielfalt mündlicher Kulturen wider, die von Bewegung, Erinnerung und geteilten Geschichten geprägt sind.

Während der Kyiv Biennial ist der 20-köpfige Chor zu einer Residency in den KW zu Gast, um regelmäßig gemeinsam zu proben. Eine offene Probe im Rahmen des Free Thursday (freier Eintritt am Donnerstagabend bei verlängerten Öffnungszeiten) bietet dem Publikum einen Einblick in den kreativen Prozess des Chores. Im Anschluss an die Residency wird am 29.08.26 in der Kulturbrauerei ein neues, vom Pop-Kultur Festival in Auftrag gegebenes Werk uraufgeführt.

Treffpunkt: KW Institute for Contemporary Art, 4. OG

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