Eine klangästhetische Retrospektive und kompositorische Vision.
Es gibt Künstler, die ihre Heimat in sich tragen. Rubín de la Ana ist einer dieser seltenen Musiker, bei dem Gitarre und Gesang zu einer Einheit verschmelzen. Aufgewachsen im legendären Barrio de Santiago in Jerez, atmet seine Kunst die Geschichte des Flamencos.
Bereits 1992 erkannte die Kritiker-Legende Manolo Liaño in ihm den „Bewahrer eines Heiligtums“ und würdigte ihn in Peñas und auf den großen Bühnen von Jerez und Cádiz als Talent, das die Essenz der Tradition in die Moderne tragen würde.
Heute vollendet er Liaños frühe Vision und führt die archaische Kraft des Flamencos in kompositorische Weiten, wie er sie bereits auf seinem Album „Flamenco Fusión“ zeigte.
Ein Dialog der Virtuosen
In der besonderen Akustik der Friedenskirche präsentiert de la Ana ein Projekt von seltener emotionaler Dichte –
Rubín de la Ana: Als Herzstück des Abends verkörpert er die seltene Doppelbegabung von Guitarrero und Cantaor. Sein Spiel verbindet technische Brillanz mit kompositorischer Tiefe, während seine tief kehlige Stimme die ursprüngliche Emotion von Jerez unmittelbar spürbar macht
Chiharu Bley (Cello) lässt in hochelegantem Dialog mit der Gitarre die strukturelle Tiefe des Flamencos hörbar werden.
Lorena Caballero (Baile) übersetzt die stolze Schule von Jerez in eine physische Partitur aus brillantem Zapateado und überwältigender Bühnenpräsenz
Hier manifestiert sich der Duende – jener transzendente Moment, in dem die Zeit stillsteht.
Laufzeit: Fr, 19.06.2026 bis Fr, 19.06.2026