Von früher Jugend an hat sich Richard Strauss mit dem Lied befasst, zunächst in der Kombination von Singstimme und Klavier, ab den 1890er Jahren auch in Form von Orchestergesängen. Zu seinen Abschiedskompositionen zählen die 1948 vollendeten Vier letzten Lieder, die um die großen Themen von Leben und Tod kreisen, in sensibel ausbalanciertem Wort-Ton-Verhältnis und eindringlicher Wirkungskraft, sehr persönlich und berührend.
Mit der 1915 uraufgeführten Alpensymphonie beschloss Strauss seine Serie von Tondichtungen, mit der er die Kunst der Programmmusik und zugleich jene der Instrumentation auf eine neue Ebene gehoben hat. Zu erleben ist eine musikalische Wanderung durch das Hochgebirge, vom frühen Morgen bis in die Nacht hinein, mit Sonnenaufgang und Gipfelrausch, aber auch mit gefahrvollen Augenblicken und einem machtvoll sich entladenden Gewitter. Einmal mehr hat Strauss ein klanglich opulentes Werk von vielschichtigem Inhalt komponiert, in dem nahezu alle orchestralen Potentiale aktiviert werden, mit tonmalerischen Qualitäten wie raffinierten Klangeffekten.
Richard Strauss
Vier letzte Lieder
Tod und Verklärung
Till Eulenspiegels lustige Streiche