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Salzburger Marionettentheater

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Salzburger Marionettentheater

Georg Baselitz / Isabelle Faust & Friends; Igor Strawinsky „Die Geschichte vom Soldaten“

Musikfest Berlin – Schriftzug Musikfest Berlin

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Igor Strawinskys Die Geschichte vom Soldaten ist ein Werk sui generis: keine Oper, sondern ein Stück „zu lesen, zu spielen und zu tanzen“. Matthias Bundschuhs Inszenierung dieses Musiktheaters ist nach der gefeierten Premiere im Rahmen der Salzburger Festspiele 2025 in Kooperation mit dem Salzburger Marionettentheater nun beim diesjährigen Musikfest Berlin zu erleben. Die Marionettenentwürfe der Produktion stammen von Georg Baselitz: Für den Maler, Bildhauer und Grafiker war der Gedanke leitend, dass die Marionetten mit einfachsten Mitteln und auf das Wesentliche reduziert gestaltet sein sollten. Komplettiert wird die bemerkenswerte künstlerische Konstellation durch den Schauspieler Dominique Horwitz als Sprecher sowie ein hochkarätig besetztes Miniaturorchester mit Isabelle Faust und ihren Freunden.

Die Uraufführung der Geschichte vom Soldaten 1918 in Lausanne markierte nicht nur einen wichtigen Moment in der Schweizer Theatergeschichte des 20. Jahrhunderts, sondern machte sie zu einem Schlüsselwerk der musikalischen Moderne. Zur Zeit des Ersten Weltkriegs befand Strawinsky sich im Exil am Genfer See, wo er den Schriftsteller Charles Ferdinand Ramuz kennenlernte. Aufgrund ausbleibender regulärer Einnahmen beschlossen die beiden Künstler, gemeinsam eine Art Wandertheater zu realisieren. Die Handlung um einen desertierten Soldaten, den Teufel, eine Geige und eine Prinzessin finden sie in einem russischen Volksmärchen, wobei Strawinsky und Ramuz die Vorlage in wesentlichen Punkten umarbeiteten. 

Die Protagonist*innen der Geschichte vom Soldaten erscheinen nicht als individuelle Charaktere, sondern als Figuren aus dem Repertoire des Puppen- und Jahrmarkttheaters. Die Musik ist für ein siebenköpfiges Instrumentarium geschrieben und besteht aus 16 knapp gefassten Nummern, in denen Strawinsky mit allgemeinen musikalischen Topoi vom Marsch bis zum Tango arbeitet. Charakteristisch sind der Aufbau aus kleinen – zwar variierten, in ihrer Substanz aber stabil bleibenden – Elementen, das Überlagern verschiedener Schichten mit je eigenen Rhythmen und eine gewisse klangliche Trockenheit und Härte.

Das Salzburger Marionettentheater zählt zu den traditionsreichsten Figurentheatern weltweit und wurde 1913 von dem Bildhauer Anton Aicher gegründet. Das Ensemble besteht aus zehn Marionettenspieler*innen, die in den unterschiedlichsten handwerklichen Berufen ausgebildet sind, um Figuren, Bühnenbild und Requisiten selbst herzustellen. Im Jahr 2016 wurde die Spielpraxis des Salzburger Marionettentheaters zum immateriellen UNESCO Kulturerbe ernannt. Nach einem Besuch des Künstlers Georg Baselitz, der seit Langem ein Interesse an dieser Kunstform hegt, ergab sich die Zusammenarbeit fast zwangsläufig. Rasch fiel die Wahl auf die Geschichte vom Soldaten, wobei sich die von Baselitz entwickelten Marionetten zum artifiziell Hergestellten und Gemachten des Theaters bekennen: „Also besorgte ich mir ein dünnes Blech, das ich selbst biegen konnte, mit dem ich formal sehr frei umgehen konnte. […] Ich habe alle diese Gestalten selbst zurechtgeknittert, also zurechtgeformt. Den Körper, der ja üblicherweise unter Kleidung versteckt ist, habe ich nur vom Skelett her gezeigt — er besteht ausschließlich aus Pappröhren.“

Igor Strawinsky (1882–1971) 

Die Geschichte vom Soldaten (1917/18) 

Ein Bühnenstück zu lesen, zu spielen und zu tanzen

Text von Charles Ferdinand Ramuz, in der deutschen Nachdichtung von Hans Reinhart 

Szenische Aufführung

Künstler/Beteiligte: Matthias Bundschuh, Georg Baselitz, Leonhard Winkler, Isabelle Faust, Pascal Moraguès, Giorgio Mandolesi, Reinhold Friedrich, Ian Bousfield, Wies de Boevé, Raymond Curfs, Dominique Horwitz, Edouard Funck (Der Soldat), Ursula Winzer (Der Soldat), Philippe Brunner (Der Teufel), Eva Wiener (Der Teufel), Vladimir Fediakov (Die Prinzessin), Maximilian Kiener-Laubenbacher (Die Prinzessin), Veronika Grimme (Der König / Der Veteran), Marion Mayer (Der Ausrufer / Der Trompeter), Philipp Schmidt (Der Trommler), Salzburger Marionettentheater (Dorfbewohner)

Eine Koproduktion des Salzburger Marionettentheaters mit den Salzburger Festspielen 

mit Unterstützung der Galerie Thaddaeus Ropac

Die Tournee 2026 wird unterstützt von fürst developments, Salzburg.

Eine Veranstaltung der Berliner Festspiele / Musikfest Berlin

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Sonntag, 20. September 2026, 19:00 Uhr
Ort:
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Renowned for his unmistakable sound, Andrei Irimia crafts music that exists between worlds, moving effortlessly from the intimate to the cinematic, fragile yet powerful in every note. Moving beyond the traditional boundaries of neoclassicism, his work... mehrzu: Andrei Irimia - Live at Berliner Philharmonie - European Tour 2026

Termin:
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Ort:
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Adresse:
Herbert-von-Karajan-Straße 1, 10785 Berlin-Tiergarten
Preis:
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Nächster Termin:
Chormusik a capella
Termin:
Sonntag, 27. September 2026, 15:00 Uhr
Ort:
Schinkelkirche Petzow
Adresse:
Fercher Straße, Werder (Havel)
Preis:
ab 20,00 €

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