Polen 2007, 122 Minuten, OmdU , Regie: Andrzej Wajda
Im Anschluss: Podiumsgespräch zum Spielfilm mit Prof. Dr. Claudia Weber und Andreas Mix
Gemeinsam mit dem Polnischen Institut Berlin
Im Rahmen von filmPOLSKA 2026
Am 3. April 1940 und in den darauffolgenden Wochen fand ein grausames Kriegsverbrechen statt: das Massaker von Katyn. Tausende polnische Offiziere, Intellektuelle und Staatsbeamte wurden von der sowjetischen Geheimpolizei NKWD in den Wäldern bei Katyn und an weiteren Orten ermordet. Jahrzehntelang wurde dieses Verbrechen von der Sowjetunion geleugnet und erst 1990 offiziell als sowjetische Verantwortung anerkannt.
Katyń ist ein sehr persönliches Alterswerk von Andrzej Wajda (1926–2016). Mit dem Film thematisiert er ein Trauma der polnischen Geschichte, das ihn unmittelbar betraf. Wajdas Vater Jakub, ein Offizier der polnischen Armee, wurde 1939 von der sowjetischen Geheimpolizei verschleppt und erschossen. Erst nach dem Ende des kommunistischen Regimes war es möglich, in Polen an das Verbrechen von Katyń zu erinnern und es zum Gegenstand eines Spielfilms zu machen.