Links: Katharina Poos, Vermächtnis, Acryl/ Eitempera auf Lw, 2025, Copyright: VG Bild-Kunst Bonn 2026; Rechts: Ewa Finn, Freunde schauen Ijob an, Öl auf Leinwand, 2023/24
© Copyright: VG Bild-Kunst, Bonn 2026 Links: Katharina Poos, Rechts: Ewa Finn
Die Ausstellung „Windstille Nacht“ bringt mit Ewa Finn (* 1979 in Warschau) und Katharina Poos (* 1961 in Berlin) zwei außergewöhnliche Berliner Malerinnen zusammen, deren Arbeiten sich dem Subtilen, dem Unheimlichen und der Psychologie des
Unbekannten widmen.
Die Künstlerinnen lassen die Betrachtenden visuell über Motive, Bildzitate und allegorisch aufgeladene Zeichen hinweggleiten, ohne sich dabei thematisch oder inhaltlich festlegen zu wollen. Vielmehr sind ihre Leinwandmalereien und Zeichnungen im besten Sinn des Wortes mehrdeutig, formulieren sie doch einen (wieder-)erkennbaren Bildkanon, der sich der präzisen Deutung und Interpretation jedoch konsequent entzieht.
Charakteristisch für die Malweise von Ewa Finn sind ihre monumentalen und oft dunkeltonigen Bildräume, in denen jedwede Lebewesen – seien es menschliche Figuren oder Tiere – weitgehend haltlos und verloren auf uns wirken müssen. Sie finden ihr kommunikatives Gegenüber weniger außerhalb des Bildes in den Betrachtenden, als vielmehr in einem inneren Dialog mit sich selbst, der Zwiesprache mit einem unklaren Gegenüber.
Ähnlich ungebunden und frei sich miteinander verschränkend platziert Katharina Poos ihr chimärenhaftes Personal auf meist unbehandelter monochromer Leinwand. Ihre sich teils überlagernden, teils durchdringenden Körper sind häufig allein durch subtile Konturen in lichten Farben skizziert. Und doch umweht sie ein Hauch von physischer Bedrohung und existentieller Not, wenn die Situationen handgreiflich werden, wenn Fratzen oder Waffen in den Bildern aufscheinen.
Beinahe schlafwandlerisch bewegen sich sowohl bei Ewa Finn als auch Katharina Poos die Figuren durch symbolische Bildräume, die keinen eigentlichen Raum bieten. Vielmehr resultiert deren Intensität aus ebenso bewussten wie unbewussten Reminiszenzen an religiöse Motive, an die Bildwelten der Romantik oder an aktuelle Pressefotografien.
ZAK / Galerie / EG
Laufzeit: Sa, 19.09.2026 bis So, 03.01.2027
Preisinformationen: An fast jedem 1. Sonntag im Monat ist Zitadellensonntag und der Eintritt frei.
Preis: 4,50 €
Ermäßigter Preis: 2,50 €
Informationen zum ermäßigten Preis: Schüler*innen – Kinder von 6-14 Jahren – Student*innen – Auszubildende – Personen die Transferleistungen erhalten (ALG II, Sozialhilfe, Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz) – GdB 50, MdE gegen Vorlage des entsprechenden Ausweises.
Öffentliche Führungen in der Zitadelle Spandau
jeden Samstag und Sonntag um 14 Uhr
pro Person 4,50 € zzgl. Zitadellen-Ticket
(am letzten Samstag im Monat geht die Führung durch die Ausstellung "Enthüllt. Berlin und seine Denkmäler")
Folgenden Führungen entfallen aufgrund von Großveranstaltungen:
11. Juli 2026
03. + 04.10.2026
Findet hier statt: