Unterredung mit Napoleon in Tilsit, 1807 aus: „Die Königin Luise in 50 Bildern für Jung und Alt“, Verlag Paul Kittel, Berlin 1896 – Unterredung mit Napoleon in Tilsit, 1807 aus: „Die Königin Luise in 50 Bildern für Jung und Alt“, Verlag Paul Kittel, Berlin 1896
© Sammlung Jürgen Luh
1806 hatte Preußen bei Jena und Auerstedt den Krieg gegen Frankreich, gegen das „Ungeheuer“ Napoleon, verloren. Die königliche Familie floh daraufhin nach Ostpreußen und begab sich in den Schutz Russlands, ebenso ein Rest der preußischen Armee. Die nachsetzenden französischen Truppen zwangen die russischen und preußischen, Frieden zu suchen. Die Gespräche fanden im Sommer 1807 in Tilsit auf einem Floß auf der Memel zwischen Napoleon und dem russischen Zaren Alexander statt. König Friedrich Wilhelm III. von Preußen durfte daran nicht teilnehmen. Es wurde über Preußen gesprochen, aber nicht mit Preußen. Königin Luise wurde deshalb vom preußischen Staatsminister Karl-August von Hardenberg und ihrem Mann zu Napoleon geschickt, um milde Friedensbedingungen zu erbitten.
Das Zusammentreffen von Kaiser und Königin war politisch bedeutungslos. Napoleon gestand nichts zu. Luise sei lediglich „Hardenbergs Papagei“, soll er nach dem Treffen gesagt haben. Die preußische Geschichtsschreibung aber hat in der Folge aus dem Treffen eine herzerwärmende Heldengeschichte dieses „stolzen Opfergangs“ der Königin verfasst, um die ganze Vergeblichkeit vergessen zu machen.
Die Präsentation in den Räumen des Schlosses betrachtet diesen Tiefpunkt der preußischen Geschichte anhand ausgewählter Objekte ohne alle Sentimentalitäten.
Laufzeit: Mi, 01.04.2026 bis So, 01.11.2026
Preis: 8,00 €
Ermäßigter Preis: 6,00 €
Informationen zum ermäßigten Preis: inkl. Schlossremise
Findet hier statt: