Die Ausstellung umbenennen?! Straßennamen in Treptow und Köpenick widmet sich der Geschichte der Straßenbenennungen in Treptow und Köpenick von der Kaiserzeit bis zur Gegenwart. Sie beleuchtet die wichtigsten Benennungsphasen, politische und gesellschaftliche Umbrüche und zeigt, wie das Erbe der Vergangenheit bis heute den öffentlichen Raum prägt. Von den etwa 1300 Straßen im heutigen Bezirk Treptow-Köpenick sind rund 430 historischen Persönlichkeiten gewidmet, darunter sind noch 48 Straßennamen, die in der Zeit des Nationalsozialismus vergeben wurden. Insgesamt erinnern nur etwa 9% aller Straßenbezeichnungen an Frauen.
Da Straßenbenennungen hohe Ehrungen im öffentlichen Raum darstellen, geht die Ausstellung besonders auf personenbezogene Namen ein. Der Blick auf Straßennamen zeigt aber auch, dass sich manchmal selbst hinter vermeintlich unscheinbaren Ortsangaben komplexe Zusammenhänge der Bezirksgeschichte verbergen.