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Susan Hiller – 'Bad Dreams'

„Ich habe mich der Arbeit mit ‚Geistern‘ verschrieben, also mit kulturellen Überresten, Fragmenten und Dingen, die für die meisten Menschen unsichtbar, für einige wenige jedoch von großer Bedeutung sind: Situationen, Ideen und Erfahrungen, die uns kollektiv verfolgen.“

- Susan Hiller

 

Träume, Trancezustände, Halluzinationen, Spiritualität, Glaube, veränderte Zustände des Bewusstseins, Begegnungen mit dem Jenseits und mystische Phänomene aller Art haben kulturen- und epochenübergreifend Sehnsüchten, Fantasien, Ängsten und Überzeugungen Gestalt verliehen. In den fünf Jahrzehnten ihres Schaffens erforschte die britische Künstlerin Susan Hiller (* 1940, USA – † 2019, UK) diese geheimnisvollen Themenfelder und wie entsprechende Erfahrungen dargestellt, in Erinnerung behalten und erzählt werden.

Bad Dreams ist die erste Überblicksausstellung zu Hillers Werk in Berlin – einer Stadt, die ihr künstlerisches Schaffen in den frühen 2000er-Jahren geprägt hat. Die Ausstellung widmet sich der anhaltenden Auseinandersetzung der Künstlerin mit einer Frage, die auch für unsere Gegenwart höchst relevant ist: Wie werden unsere persönlichen und kollektiven Vorstellungswelten durch Bilder und Objekte, Massenmedien und Populärkultur geprägt und offenbart? Ausgehend von ihrer anhaltenden Faszination für die (Un-)Möglichkeit, Phänomene sichtbar zu machen, die sich einer einfachen Erklärung entziehen, entfaltet sich Bad Dreams als eine Reihe von Erfahrungen. Geisterhafte Bilder tauchen auf, Körper trotzen der Schwerkraft, und Kinder demonstrieren übernatürliche Fähigkeiten, während Stimmen von UFO-Sichtungen und Nahtoderfahrungen berichten. Für Hiller ist das Unheimliche nie weit vom Alltag entfernt. Kindertapeten und Spielzeugküchen verweisen auf den häuslichen Bereich als einen Raum, in dem gesellschaftliche Erwartungen und Vorstellungen Gestalt annehmen, während Weihwasser, rätselhafte Bilder und andere Kuriositäten offenbaren, wie gewöhnliche Dinge durch Assoziationen, Kontext und Erzählungen mit Bedeutung aufgeladen werden. Die Ausstellung erstreckt sich auch auf das Internet, welches Hiller früh als künstlerisches Medium, als Hort psychischer Sehnsüchte, Überzeugungen und Geheimnisse begriff.

Als wegweisende Persönlichkeit der Konzept- und Multimedia-Kunst untersuchte Hiller, wie Fantasie, Angst und Bedeutung konstruiert werden und wie sie unsere Wahrnehmung der Welt prägen. Bad Dreams greift eine erkenntnistheoretische Frage auf, die im Zentrum ihres Werks steht: Wie geben wir Dingen, die wir nicht vollständig erklären können, eine Gestalt?

Laufzeit: Sa, 17.10.2026 bis So, 10.01.2027

Preisinformationen: Berlin Welcome Card-Inhaber*innen 6,00 €

Der Erwerb von Tickets ist ausschließlich vor Ort und mit Kartenzahlung möglich.

Preis: 10,00 €

Ermäßigter Preis: 6,00 €

Informationen zum ermäßigten Preis: Berlin Welcome Card-Inhaber*innen 4,50 €

Freier Eintritt bis einschließlich 18 Jahre, für Freunde der KW und Berlin Biennale und KW Lover*, Berechtigungsnachweis-Inhaber*innen (ehemals berlinpass), Bezieher*innen von ALG II, Immatrikulierte Studierende der Weißensee Kunsthochschule Berlin und Universität der Künste Berlin, ICOM Mitglieder und Museumsbund Mitglieder

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