Im
Jahr 2026 jährt sich die Unterzeichnung des Vertrags über gute Nachbarschaft
und freundschaftliche Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Polen zum 35.
Mal. Was 1991 als politischer Meilenstein begann, bildet heute den
Ausgangspunkt für eine künstlerische Reflexion über die Zukunft von
Nachbarschaft – nicht nur zwischen Staaten, sondern zwischen allen lebendigen
Wesenseinheiten unseres Planeten.
Das
internationale Ausstellungsprojekt Przyjaźń / Freunde versteht Freundschaft
als Modell nachhaltigen Handelns. Sie beschreibt eine Haltung der
Aufmerksamkeit, der gegenseitigen Verantwortung und des Respekts gegenüber
Menschen, Tieren, Pflanzen und den komplexen Ökosystemen, die unser Leben
ermöglichen. Nachhaltigkeit erscheint dabei nicht allein als ökologische Notwendigkeit,
sondern als kulturelle und ethische Praxis des Zusammenlebens.
Die deutsch-polnische Grenze wird in diesem Zusammenhang zu
einem offenen Begegnungsraum. Sie trennt nicht, sondern verbindet
unterschiedliche Perspektiven, Erfahrungen und Lebenswelten. Nachbarschaft wird
als dynamisches Netzwerk verstanden, das weit über nationale Grenzen
hinausreicht und den Menschen als Teil eines vielschichtigen Geflechts
lebendiger Beziehungen begreift.
Die
ausgestellten Arbeiten eröffnen unterschiedliche Perspektiven auf die
komplexen Beziehungen zwischen Mensch und Umwelt. Sie beschäftigen sich mit
Biodiversität, Klimawandel, Ressourcen, Erinnerung, Landschaft und den oft
unsichtbaren Netzwerken gegenseitiger Abhängigkeit. Dabei entstehen Bilder
einer Welt, in der kein Lebewesen isoliert existiert, sondern jedes Handeln
Auswirkungen auf das gemeinsame ökologische Gleichgewicht hat.
Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag von 15 bis 18 Uhr
Laufzeit: Sa, 18.07.2026 bis So, 09.08.2026