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Peter Wächtler

Im Herbst 2026 präsentiert das Haus am Waldsee die erste umfassende institutionelle Einzelausstellung des Künstlers Peter Wächtler in Berlin.

Peter Wächtler, Untitled (Sloth), 2017, Filmstill, Courtesy der Künstler und Galerie Lars Friedrich, Berlin

– Peter Wächtler, Untitled (Sloth), 2017, Filmstill, Courtesy der Künstler und Galerie Lars Friedrich, Berlin

Wächtler (*1979 in Hannover, lebt und arbeitet in Berlin) entwickelt seine Arbeiten jenseits fester Werkbegriffe oder Einordnungen: Er schreibt, filmt, zeichnet, malt und baut Skulpturen und Filmsets, um vertraute Genres und Erzählweisen in eine fragile Balance von Nostalgie, Tragik und Komik zu überführen. In zwei Jahrzehnten hat Wächtler eine eigene Formensprache entwickelt, die die vermeintliche Behaglichkeit des Vergangenen nutzt, um gegenwärtige Widersprüche zwischen Selbstbestimmung und Selbstaufgabe miteinander zu verschränken.

Wächtlers Arbeiten nutzen überlieferte visuelle Kürzel – etwa Figurinen, Tierskulpturen, Briefbeschwerer oder Industriedesign –, die für historische Geschehnisse und Epochen einstehen, durch ihre Wiederholung jedoch wie Karikaturen an Schärfe einbüßen. Aus ihren Kontexten gelöst geistern sie wie Fabelwesen durch Wächtlers Welten und bündeln diffuse Ängste und Emotionen. So entstehen bei Wächtler immer wieder Bilder, die an Traditionen rühren, ihre Brüchigkeit freilegen und so ihre Relevanz für die Gegenwart auf die Probe stellen. Die Ausstellung zeigt bestehende und neue Arbeiten, darunter eine neue Videoproduktion.

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 11 bis 18 Uhr. An Feiertagen geöffnet (außer 24., 25. und 31. Dezember).

Gefördert durch Hauptstadtkulturfonds; Haus am Waldsee – Freunde und Förderer e.V

Laufzeit: Fr, 16.10.2026 bis So, 17.01.2027

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