DYSTOPIA - Wolfgang Petrick & Friends
Museum für einen Sommer

Wolfgang Petrick in seinem Atelier
© Matthias Reichelt
Im Rahmen seiner Ausstellungsreihe ‚Museum für einen Sommer’ zeigt Ars Sacrow e.V. vom 5. Juli bis 13. September eine Hommage an den Maler, Installations- und Multimedia-Künstler Wolfgang Petrick (1939-2025).
Petricks umfangreiches Lebenswerk ist von Kriegserlebnissen, Trümmerlandschaften und seiner Jugend im eingemauerten Westberlin geprägt. Als Schüler erlebte er in Ludwigsfelde Bombardements der Alliierten auf das Flugmotorenwerk Genshagen, beobachtete die mörderische Jagd auf KZ-Häftlinge vor seiner Haustür und fertigte seine ersten Bilder über den Koreakrieg an. Das Thema Krieg hat ihn nie mehr losgelassen und verleiht seinem Werk heute wieder eine politische Aktualität. Petricks kulturpessimistischer und dystopischer Blick begegnet uns auch in den erotisch aufgeladenen Cyborg-Mischwesen seiner Gemälde, seiner ‚Verwesungsskulpturen’ und Mensch-Tier-Maschinen-Installationen, die uns eine außer Kontrolle geratene, transhumane Zukunft prophezeien.
Als Kunststudent fühlte sich Wolfgang Petrick zu Werken von Otto Dix, Georg Grosz und Max Beckmann hingezogen, aber auch zur Art Brut eines Jean Dubuffet oder der expressiven Malerei von James Ensor. Er warMitbegründer der ersten Berliner Produzentengalerie Großgörschen 35, wurde zum Wortführer der Kritischen Realisten und nahm 1977 an der Documenta 6 in Kassel teil. Petrick war Mitglied der Akademie der Künste und unterrichtete drei Jahrzehnte lang Meisterklassen an der Berliner Hochschule der Künste (heute UdK).
Die Verletzlichkeit und Versehrtheit von Mensch und Natur in einer zerstörerischen ‚Zivilisation’ ist ein wiederkehrendes Thema Wolfgang Petricks bis in sein Spätwerk hinein, das in Schloss Sacrow ausführlich präsentiert wird. Diese Hommage an einen international renommierten Protagonisten der Neuen Figuration wird ergänzt durch künstlerische Positionen seiner Frau Helma (1940-2025) und ehemaliger Studierender unterschiedlicher Generationen.
Mit Arbeiten von Tatjana Bergius, Boris Eldagsen, Ewa Finn, Samira Freitag, HELMA,
Berit Myrebøe, Dennis Rudolph, Heike Ruschmeyer,
Jan Sobottka, Iva Vacheva, René Wirths
Kurator: Michael M. Thoss
Mit freundlicher Unterstützung der SPSG Stiftung Preussische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg und des Landes Brandenburg
Petricks umfangreiches Lebenswerk ist von Kriegserlebnissen, Trümmerlandschaften und seiner Jugend im eingemauerten Westberlin geprägt. Als Schüler erlebte er in Ludwigsfelde Bombardements der Alliierten auf das Flugmotorenwerk Genshagen, beobachtete die mörderische Jagd auf KZ-Häftlinge vor seiner Haustür und fertigte seine ersten Bilder über den Koreakrieg an. Das Thema Krieg hat ihn nie mehr losgelassen und verleiht seinem Werk heute wieder eine politische Aktualität. Petricks kulturpessimistischer und dystopischer Blick begegnet uns auch in den erotisch aufgeladenen Cyborg-Mischwesen seiner Gemälde, seiner ‚Verwesungsskulpturen’ und Mensch-Tier-Maschinen-Installationen, die uns eine außer Kontrolle geratene, transhumane Zukunft prophezeien.
Als Kunststudent fühlte sich Wolfgang Petrick zu Werken von Otto Dix, Georg Grosz und Max Beckmann hingezogen, aber auch zur Art Brut eines Jean Dubuffet oder der expressiven Malerei von James Ensor. Er warMitbegründer der ersten Berliner Produzentengalerie Großgörschen 35, wurde zum Wortführer der Kritischen Realisten und nahm 1977 an der Documenta 6 in Kassel teil. Petrick war Mitglied der Akademie der Künste und unterrichtete drei Jahrzehnte lang Meisterklassen an der Berliner Hochschule der Künste (heute UdK).
Die Verletzlichkeit und Versehrtheit von Mensch und Natur in einer zerstörerischen ‚Zivilisation’ ist ein wiederkehrendes Thema Wolfgang Petricks bis in sein Spätwerk hinein, das in Schloss Sacrow ausführlich präsentiert wird. Diese Hommage an einen international renommierten Protagonisten der Neuen Figuration wird ergänzt durch künstlerische Positionen seiner Frau Helma (1940-2025) und ehemaliger Studierender unterschiedlicher Generationen.
Mit Arbeiten von Tatjana Bergius, Boris Eldagsen, Ewa Finn, Samira Freitag, HELMA,
Berit Myrebøe, Dennis Rudolph, Heike Ruschmeyer,
Jan Sobottka, Iva Vacheva, René Wirths
Kurator: Michael M. Thoss
Mit freundlicher Unterstützung der SPSG Stiftung Preussische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg und des Landes Brandenburg
Laufzeit: So, 05.07.2026 bis So, 13.09.2026
Preis: 10,00 €
Ermäßigter Preis: 6,00 €
Ermäßigter Preis: 6,00 €
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