Coronavirus: So schützen Sie sich

Coronavirus: So schützen Sie sich

Hände waschen, Abstand halten, richtig niesen: Jeder kann selbst etwas tun, um das Risiko einer Ansteckung mit dem Coronavirus Covid-19 zu minimieren.

Händewaschen

© dpa

Das neuartige Coronavirus Sars-CoV-2, dass erstmals im chinesischen Wuhan nachgewiesen wurde und die Lungenerkrankung Covid-19 auslösen kann, breitet sich weltweit rasant aus. Obwohl man eine Ansteckung nicht immer verhindern kann, kann jeder einzelne etwas tun, um sein eigenes Infektionsrisiko zu senken - und andere zu schützen.

1. Regelmäßig und gründlich die Hände waschen

Hygiene ist das A und O. Daher sollte sich jeder in regelmäßigen Abständen und gründlich die Hände waschen: Mindestens 20 Sekunden lang und mit Seife oder einem alkoholbasierten Handwaschmittel. Wer keinen Zugang zu Wasser hat, kann alternativ auf ethanolbasierte Desinfektionsmittel mit einem Ethanolgehalt ab 62 Prozent und der Kennzeichnung "viruzid" zurückgreifen. Händedesinfektionsmittel auf Propanolbasis mit der Deklarierung "begrenzt viruzid" gelten ebenfalls als wirksam. Besondere Rücksicht ist im Umgang mit Menschen gefragt, die anfällig für Virusinfektionen sind. Dazu gehören ältere Menschen (über 60 Jahre), chronisch Kranke und Schwangere. Mit ungewaschenen Händen sollte man sich weder ins Gesicht fassen noch Lebensmittel berühren.

2. Nicht in die Hand husten oder niesen

Viele husten und niesen reflexartig in die Hand. Da das Coronavirus über Tröpfcheninfektion und Schmierinfektion übertragen wird, sollte man sich das spätestens jetzt abgewöhnen. Wer hygienisch niest, wendet sich von anderen Menschen ab und niest in ein Taschentuch oder in die Armbeuge. Bedeckt werden dabei immer Mund und Nase.

3. Kontakt mit Menschen meiden, die Symptome haben

Wenn möglich, sollte man ein bis zwei Meter Abstand halten zu Menschen, die Erkältungssymptome wie Fieber, Schnupfen und Husten zeigen oder Niesen. Wer selbst betroffen ist, sollte von sich aus Rücksicht nehmen und besser zu Hause bleiben.

4. Auf Umarmungen und Händeschütteln verzichten

Wer aufs Händeschütteln, Umarmen und Küsschen zur Begrüßung verzichtet, trifft derzeit auf Verständnis und verringert das Infektionsrisiko auf beiden Seiten.

5. Große Menschenmengen meiden

Risikogruppen können versuchen, größere Ansammlungen von Menschen vorbeugend zu vermeiden. Messe- und Konzertbesuch bei bestehender Lungenkrankheit oder supprimiertem Immunsystem? Das muss nicht sein. Auch die Veranstalter reagieren bereits. Immer mehr Events werden mit der Begründung Coronavirus abgesagt.

6. Reisen in betroffene Gebiete absagen

Jetzt in den Skiurlaub nach Norditalien? Wer nicht unbedingt in ein Risikogebiet reisen muss, kann die Reise absagen um sein eigenes Ansteckungsrisiko zu minimieren. Eine Pauschalreise kann unter außergewöhlichen Umständen storniert werden, das Geld gibt es dann vom Reiseveranstalter zurück. Individualreisende müssen auf Kulanz hoffen.

7. Eine Gesichtsmaske tragen

Schutzmasken sind kaum zu bekommen. Dabei ist die Wirkung ohnehin gering - vor allem die von einfachen OP-Masken, wie man sie aus vielen Infektionsgebieten kennt. Sie helfen vor allem indirekt, weil sie viele davon abhalten, sich ins Gesicht zu fassen. Relativ effektiv sind Respiratoren der Sicherheitsklassen FFP1, FFP2 und FFP3. Auch sie gibt es kaum zu kaufen. Medizinisches Fachpersonal hat bei der Verteilung berechtigterweise Vorrang.

8. Im Homeoffice arbeiten

Wenn der Chef und die Tätigkeit es erlauben, können Mitarbeiter von zu Hause aus arbeiten. Einen Rechtsanspruch auf Homeoffice gibt es allerdings nicht. Aus Angst vor Ansteckung am Arbeitsplatz oder in öffentlichen Verkehrsmitteln einfach zu Hause bleiben darf man nicht. Das ist nur dann erlaubt, wenn der Mitarbeiter arbeitsunfähig ist und ein entsprechendes Attest vorlegt. Wird eine Quarantäne verhängt, ändert sich die Situation.

9. Die Gesundheitsbehörden bei Verdacht informieren

Wer Symptome zeigt und in einem der stark betroffenen Gebiete war oder Kontakt zu Personen hatte, die sich dort aufgehalten haben, sollte sich frühzeitig bei den Gesundheitsbehörden melden. Die Berliner Senatsverwaltung hat aus diesem Grund eine Coronavirus-Hotline eingerichtet. Einfach zum Arzt oder ins Krankenhaus geht man besser nicht, da man auf dem Weg dorthin und im Krankenhaus selbst andere anstecken könnte. Die Hotline ist unter der Telefonnummer (030) 9028 2828 erreichbar.

10. Auf Coronavirus testen lassen

Wer Symptome hat, Kontakt zu einem bestätigten Fall hatte oder selbst in einem Risikogebiet war, kann sich auf das Coronavirus testen lassen. Die Kosten werden nur für Verdachtsfälle übernommen, wenn die genannten Voraussetzungen erfüllt werden.
Coronavirus
© Center for Disease Control/Planet Pix via ZUMA Wire/dpa

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Quelle: BerlinOnline / Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung / RKI

| Aktualisierung: Freitag, 6. März 2020 08:13 Uhr

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