Wie Mülltrennung wirkt

verschiedenfarbige Mülltonnen für Papier, Glas, Kunststoffe und Restmüll

Mülltrennung wirkt – und zwar richtig!

Rund um das Thema Mülltrennung kursieren viele Mythen. Oft hört man: „Warum soll ich den Aufwand betreiben, wenn doch am Ende nur ein kleiner Teil recycelt wird?“

Wir zeigen: Mülltrennung lohnt sich – aber nur, wenn sie richtig gemacht wird.
Je nach Abfallart gibt es unterschiedliche Wege, um Materialien sinnvoll wiederzuverwerten. Richtig getrennt schützen wir nicht nur unsere Umwelt, sondern auch das Klima – und leisten so einen direkten Beitrag für eine nachhaltigere Zukunft.

  • Teil 1: Wie der Glascontainer Ökosysteme schützt
    Bild Glascontainer

    Die korrekte Entsorgung von Marmeladengläsern oder Saftflaschen in Glascontainern ist für viele Menschen anstrengend und aufwendig. Daher wollen wir hier der Frage nachgehen: Was bringt das eigentlich?
    Glas besteht überwiegend aus Quarzsand, der eingeschmolzen und je nach Farbe und Verwendung mit verschiedenen Zusätzen versehen, in die gewünschte Form gebracht wird. Dieser Prozess ist sehr Energieintensiv und verursacht erhebliche CO2-Emissionen, da die dafür benötigten Temperaturen nur schwer mit Strom oder anderen erneuerbaren Energiequellen erreicht werden können. Die Nutzung von Glasscherben im Herstellungsprozess reduziert diesen Energieaufwand ein wenig (bei 10% Scherbeneinsatz um ca. 3 %), doch es wird deutlich, dass Mehrwegflaschen/Gläser mit großem Abstand die nachhaltigste Lösung sind.
    Der eigentliche Vorteil von Recycling-Glas besteht im Ressourcenschutz: Sand wird im Tagebau abgebaut, sodass im Herstellungsprozess großflächig Ökosysteme zerstört und angrenzende Ökosysteme durch Staubeintrag beeinträchtigt werden. Durch die große Menge des in Deutschland eingesetzten Glases wird deutlich, dass hier eine Menge Potenzial für mehr Schutz von Umwelt und Natur besteht.
    Im Jahr 2022 fielen in Deutschland ca. 3 Mio Tonnen Glasabfälle an, von denen ca. 85% recycelt wurden. Allerdings landen immer noch große Mengen Altglas in den Restmülltonnen (in Berlin ca. 8,7 kg pro Einwohner im Jahr), sodass nach wie vor deutliches Verbesserungspotenzial besteht. Dennoch zeigt das Beispiel Glas mit seiner hohen Recyclingquote seit vielen Jahren, wie eine Kreislaufwirtschaft praktisch funktionieren kann und damit Ressourcen und Umwelt geschont werden.
    Besonders wichtig ist dabei eine möglichst sortenreine Entsorgung der verschiedenen Glasarten, da nur so eine Weiterverarbeitung bei gleichbleibend hoher Qualität sichergestellt werden kann.
    Die Sammlung von Altglas erfolgt in Berlin über „Glasiglus“, die an zentralen “Sammelpunkten”:“Sammelpunkten”:https://www.berlin-recycling.de/service/standorte-glasiglus bereitstehen.
    Dort können allerdings nur Flaschen, Marmeladen- und Einmachgläser sowie Parfümflakons in den jeweiligen Farbcontainern entsorgt werden. Blaues oder rotes Glas kann im Grünglascontainer entsorgt werden, da Grünglas weniger empfindlich auf Verunreinigungen reagiert als andere Sorten. Deckel sollten gesondert in der Wertstofftonne entsorgt werden. Allerdings stellt es für den Recyclingprozess kein Problem dar, wenn sie im Glascontainer landen, da sie im späteren Verlauf aussortiert werden können.
    Nicht in Glascontainer gehören Trinkgläser, Keramik und Porzellan, Fensterglas, Spiegel oder Spezialgläser (bspw. aus Aquarien oder Auflaufformen), da diese andere Schmelzpunkte haben und ebenfalls die Weiterverarbeitung erschweren. Sie sollten besser im Restmüll (Schwarze Tonne) entsorgt werden.
    Am besten für Umwelt und Klima ist aber natürlich der Müll, der gar nicht erst entsteht. Daher gilt auch bei Glas: Mehrweg ist besser als Einweg.

    Die Sammlung von Altglas erfolgt in Berlin über „Glasiglus“, die an zentralen Sammelpunkten bereitstehen.
    Dort können allerdings nur Flaschen, Marmeladen- und Einmachgläser sowie Parfümflakons in den jeweiligen Farbcontainern entsorgt werden. Blaues oder rotes Glas kann im Grünglascontainer entsorgt werden, da Grünglas weniger empfindlich auf Verunreinigungen reagiert, als andere Sorten. Deckel sollten gesondert in der Wertstofftonne entsorgt werden. Allerdings stellt es für den Recyclingprozess kein Problem dar, wenn sie im Glascontainer landen, da sie im späteren Verlauf aussortiert werden können.
    Nicht in Glascontainer gehören Trinkgläser, Keramik und Porzellan, Fensterglas, Spiegel oder Spezialgläser (bspw. aus Aquarien oder Auflaufformen), da diese andere Schmelzpunkte haben und ebenfalls die Weiterverarbeitung erschweren. Sie sollten besser im Restmüll (Schwarze Tonne) entsorgt werden.
    Am besten für Umwelt und Klima ist aber natürlich der Müll, der gar nicht erst entsteht. Daher gilt auch bei Glas: Mehrweg ist besser als Einweg.

  • Teil 2: Wie die Wertstofftonne das Klima schützt
    viele zerquetschte Plastikflaschen

    In Berlin fallen pro Person jedes Jahr rund 43 Kilogramm Verpackungsabfälle an – vor allem aus Kunststoffen und Leichtmetallen wie Aluminium. Doch nur etwas mehr als die Hälfte des Berliner Plastikmülls landet tatsächlich in der Wertstofftonne. Der Rest wird über den Hausmüll entsorgt und anschließend verbrannt.
    Dabei ist das besonders schade, denn viele Verpackungen lassen sich gut recyceln. Aus altem Plastik entstehen neue Produkte wie Wasserrohre, Balkonkästen, Möbel oder sogar neue Lebensmittelverpackungen. Nur der Anteil, der nicht recycelbar ist, wird energetisch verwertet, also verbrannt.
    Aktuell werden allerdings nur etwa 38 Prozent des Kunststoffabfalls tatsächlich recycelt. Hier gibt es also noch viel Potenzial, besser zu werden. Einen wichtigen Beitrag dazu können wir alle leisten: durch eine saubere Mülltrennung im Alltag. Denn nur richtig getrennte Wertstoffe können hochwertig recycelt und wiederverwendet werden.
    Das lohnt sich auch fürs Klima: Die Nutzung von recyceltem Kunststoff kann den CO₂-Ausstoß – je nach Kunststoffart – um bis zu 77 Prozent senken. Jede korrekt entsorgte Verpackung hilft also dabei, Ressourcen zu schonen und das Klima zu schützen.