Klimawandelanpassung
Bild: KlimaWerkstatt Spandau/Bert Odenthal, JibJib/stock.adobe.com
Die Erderhitzung und die damit einhergehenden Veränderungen werden das Leben, wie wir es aktuell kennen, radikal verändern. Wetterextreme wie Hitzewellen, Sturm- oder Starkregenereignisse werden extremer und häufiger auftreten und verursachen große Schäden und auch Todesfälle. Die Hitze- und Dürresommer sowie die Temperaturrekorde der vergangenen Jahre sind Ausdruck für diesen Trend, der sich zukünftig verstärken wird. Die Folgen und Risiken der Erderhitzung treffen Privatpersonen ebenso wie Landwirte, Unternehmen oder unsere Infrastruktur und Natur.
Entsprechend braucht es neben effektiven Klimaschutzmaßnahmen, die verhindern sollen, dass es künftig noch häufigere und extremere Wetterlagen gibt, bereits jetzt Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels.
Die Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel sind sehr vielfältig. Damit wir uns sowohl gegen starke Niederschläge wappnen als auch an längere Dürrezeiten besser anpassen können, ist es wichtig, Regenwasser beispielsweise auf unversiegelten Flächen zu versickern, statt es wie bisher in die Kanalisation abzuleiten. So kann es dann bspw. in trockeneren Zeiten länger von Pflanzen genutzt werden. Durch die Verdunstung entsteht gleichzeitig ein Kühlungseffekt. Zudem wird die Gefahr reduziert, dass bei extremen Niederschlägen Überflutungen entstehen wie zuletzt im Frühsommer 2024 in Südostdeutschland, da das Wasser versickern kann. Eine resiliente “grüne Infrastruktur” in Städten hat somit gleich einen mehrfachen Nutzen: Sie dient der Naherholung und stärkt die Biodiversität, kann auch Wasser speichern für Dürrezeiten und zudem bei Hitze für bessere natürliche Kühlung sorgen.
Viele Maßnahmen zum Hitzeschutz können direkt an Gebäuden vorgenommen werden. Beispielsweise ist eine Dämmung oder Dachbegrünung nicht nur hilfreich, um Kälte draußen zu halten, sondern auch Hitze, ebenso wie das Anbringen von Außenrollos. Besonders betroffen vom Klimawandel sind vulnerable Gruppen wie ältere oder kranke Menschen sowie kleine Kinder. Diese gilt es besonders zu schützen und über das richtige Verhalten bei Hitze zu informieren.
Aktive Anpassung an den Klimawandel kann nicht nur Schäden mindern oder sogar vermeiden, sondern bedeutet auch, die vor Ort neu entstehenden Chancen zu nutzen. So können beispielsweise viele neue Arbeitsplätze durch sich ändernde Bedürfnisse entstehen, und entsiegelte grüne Flächen, die für ein innerstädtisches Regenwassermanagement notwendig sind, werden die Lebensqualität für Stadtbewohner:innen steigern.
Alle Spandauer:innen können sich gegen Klimarisiken wappnen und die Anpassung an den Klimawandel als Chance für mehr Lebensqualität nutzen – ob im privaten Haushalt, im Unternehmen oder als Multiplikator:in in ihrem Wirkungsbereich. Wir als KlimaWerkstatt Spandau identifizieren mit Ihnen Ihre Handlungsoptionen und zeigen, wo Sie fachkundige Beratung und Unterstützung finden.