Hitze in der Stadt – was tun?

Am 28. Juni 2026 wurde der deutschlandweite Allzeitrekord mit 41,7 °C in Neißemünde-Coschen (Brandenburg) geknackt – so heiß wie noch nie seit Wetteraufzeichnung.

Im aktuellen Themenfenster der KlimaWerkstatt Spandau haben wir dieses Problem aufgegriffen.

Wie Sie sich im Alltag gegen Hitze schützen können

  • körperliche Aktivität besonders während der heißesten Tageszeit (etwa 11 bis 18 Uhr) möglichst vermeiden
  • kühle und schattige Orte aufsuchen -> siehe online-Karte „Bärenhitze“
  • viel trinken – am besten aus Wasserspendern oder dem Hahn
  • nur leichte Kost zu sich nehmen und auf Alkohol verzichten
  • sinnvoll lüften: nur früh morgens oder nachts
  • sonnenbeschienene Fenster verschatten, am besten von außen
    (diese und weitere Tipps beim Umweltbundesamt)

Eigenmessung in Spandau

Wir haben in Spandau während dieser Hitzeperiode am 26. Juni 2026 nachmittags 2,6°C Unterschied gemessen zwischen dem Marktplatz (35,6 °C) und dem Lindenufer (33,0 °C).
Die Messung fand jeweils im Schatten und in einem Meter Höhe statt, zwischen 14:22 und 14:42 Uhr, mit einfachem Digitalthermometer. Sie wurde durch Mitarbeitende der Stabsstelle Nachhaltigkeit & Klimaschutz durchgeführt.

Diese Eigenmessung zeigt, was wissenschaftlich belegt ist: Grün kühlt unsere Städte bei Hitze.

Themenfenster Hitze - Vergleich versiegelt/begrünt

Themenfenster Hitze - Vergleich versiegelt/begrünt

Wie wir unsere Stadt durch Begrünung kühlen können

  • Dach und/oder Fassaden begrünen
  • möglichst viele Bodenflächen entsiegeln bzw. nicht versiegeln, z.B. Vorgarten begrünen statt Schotterflächen oder Pflaster
  • intensive Bepflanzungen (höherwüchsig, klimaangepasste Pflanzen, möglichst keinen bzw. nicht nur Rasen) auf dem eigenen Grundstück
  • Regentonne im Garten, Hinterhof oder auf dem Gehweg an Fallrohr installieren, um Regenwasser zu speichern und in Trockenphasen an Pflanzen geben zu können (Achtung, Genehmigung erforderlich! Tipps zum Vorgehen bei der Initiative Wassertanke)

Der große Mehrwert solch naturbasierter, „grün-blauer“ Lösungen liegt darin, dass sie außer zur Klimaanpassung auch zum Biodiversitätserhalt und zum Klimaschutz beitragen.

Zum Weiterlesen empfehlen wir die Seiten des Zentrums Klimaanpassung sowie der Berliner Regenwasseragentur.

Themenfenster: Stadtkühlung durch entsiegeln - begrünen - Regenwasser nutzen

Stadtkühlung durch entsiegeln - begrünen - Regenwasser nutzen