FuTog 2026 – Berlins Jobmesse für Geflüchtete bringt Wirtschaft und Talente zusammen
Pressemitteilung vom 22.04.2026
Tausende Menschen, ein gemeinsames Ziel: berufliche Perspektiven eröffnen und Potenziale sichtbar machen. Die Jobmesse FuTog Berlin 2026 (Future Together Berlin) bringt Arbeitssuchende mit Fluchterfahrung und Berliner Unternehmen direkt zusammen.
Integration in Arbeit ist mehr als ein Job. Sie schafft Perspektiven für Menschen, sichert Fachkräfte für Unternehmen und stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Es geht nicht nur um einen unterschriebenen Arbeitsvertrag, sondern um nachhaltige Beschäftigung, Qualifizierung und langfristige Perspektiven. Genau hier setzt die FuTog Berlin an: Sie schafft direkte Kontakte, verkürzt Wege und macht Potenziale sichtbar. Unter der Federführung der zwölf Berliner Jobcenter, der IHK Berlin, der Handwerkskammer Berlin und den Berliner Arbeitsagenturen fand die Messe in diesem Jahr bereits zum siebten Mal im Ludwig-Erhard-Haus statt. Unter dem Motto #FutureTogetherBerlin kamen heute 3.500 Geflüchtete mit Personalverantwortlichen von rund 50 Unternehmen aus verschiedenen Branchen ins Gespräch und informierten sich über Ausbildung, Arbeit, Anerkennung von Berufsabschlüssen oder Qualifizierungsangebote.
Arbeitsmarktintegration als gemeinsame Aufgabe
Gerade in einer wachsenden und vielfältigen Metropole wie Berlin spielt die Arbeitsmarktintegration von Menschen mit Fluchterfahrungen eine wichtige Rolle. Sie eröffnet berufliche Perspektiven für die Betroffenen und unterstützt gleichzeitig Unternehmen bei der Fachkräftesicherung. Allein im vergangenen Jahr stieg in Berlin die Beschäftigung von Menschen aus den TOP 8-Asylherkunftsländer (Afghanistan, Eritrea, Irak, Iran, Nigeria, Pakistan, Somalia und Syrien) und der Ukraine um 4.887 Personen (Stand Januar 2026). Neun von zehn Menschen (88,8 Prozent) arbeiten sozialversicherungspflichtig. Was die Zahl nicht zeigt: Dahinter steckt oft ein langer, aber lohnenswerter Weg. Und es sind alle Arbeitsmarktakteure aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung gefragt, ihre Anstrengungen zu bündeln. Die FuTog Berlin macht sichtbar, wie Zusammenarbeit auf dem Berliner Arbeitsmarkt gelingen kann.
Integration durch Arbeit ist einer der wirksamsten Wege zur gesellschaftlichen Teilhabe
Micha Klapp, Staatssekretärin für Arbeit und Gleichstellung: „Die FuTog Berlin 2026 ist für das An- und Vorankommen auf dem Berliner Arbeitsmarkt von großer Bedeutung. Sie schafft Sichtbarkeit und bringt kluge Köpfe zusammen. Nicht selten sehen Menschen mit Fluchterfahrung Herausforderungen entgegen, auf dem Berliner Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Gleichzeitig suchen Berliner Unternehmen nach engagierten Fachkräften. Diese Messe ist der Ort, an dem beide Seiten zusammenfinden und ins Gespräch kommen können.
Die Schaffung von optimalen Rahmenbedingungen für einen erfolgreichen Matching-Prozess – sei es durch gute Zugänge zum Arbeitsmarkt, die unkomplizierte Anerkennung von im Ausland erworbenen Qualifikationen und Berufsabschlüssen oder die gezielte Unterstützung beim Spracherwerb – ist eine gemeinsame und gesamtgesellschaftliche Verantwortung aller beteiligten Akteure. Integration durch Arbeit ist keine bedeutungslose Phrase. Integration durch Arbeit ist einer der wirksamsten Wege, um gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen und nachhaltige Perspektiven zu schaffen.“
Hinter jedem erfolgreichen Einstieg in einen Job steht eine Begegnung. Die FuTog Berlin schafft diese
Nicole Trauelsen, Geschäftsführerin des Jobcenter Berlin Charlottenburg-Wilmersdorf: „Für viele Geflüchtete ist Arbeit der wichtigste Schritt zu einem selbstbestimmten Leben. Mit der FuTog Berlin wird sichtbar, was in unserer täglichen Arbeit im Jobcenter oft verborgen bleibt: dass hinter jedem erfolgreichen Einstieg in den Arbeitsmarkt eine Begegnung steht. Auf dieser Jobmesse bringen wir Unternehmen und Geflüchtete zusammen und schaffen unkomplizierte Möglichkeiten – ohne Formulare und Stellenportale -, einander kennenzulernen. Viele Bewerbungsprozesse beginnen genau hier. Heute und hier kann der Start in Arbeit gelingen – und damit der Weg in ein selbstbestimmtes Leben beginnen. Genau das ist es, was uns antreibt.“
Der Fachkräftemangel ist eine der zentralen Herausforderungen für die Wettbewerbsfähigkeit Berlins
Manja Schreiner, Hauptgeschäftsführerin der IHK Berlin: „Der Fachkräftemangel ist eine der zentralen Herausforderungen für die Wettbewerbsfähigkeit unserer Stadt. Die Berliner Wirtschaft zeigt die große Bereitschaft ebenso wie den Bedarf, Menschen mit Flucht- und Migrationserfahrung Zukunftsperspektiven zu geben. Die FuTog Berlin bringt daher Betriebe und Jobsuchende zusammen, um Chancen zu eröffnen und das Matching zu erleichtern.“
Die FuTog Berlin bringt Betriebe und Menschen mit Fluchterfahrung ins Gespräch und eröffnet Chancen
Jürgen Wittke, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Berlin: „Im Handwerk zählen Können, Motivation und der Wille, Verantwortung zu übernehmen. Die FuTog Berlin bringt Betriebe und Menschen mit Fluchterfahrung direkt miteinander ins Gespräch – und eröffnet Chancen: für Geflüchtete ebenso wie für Unternehmen, die Fachkräfte suchen.“
Unternehmen spielen eine Schlüsselrolle: Chancen eröffnen, Entwicklung fördern, Fachkräfte sichern
Marcus Weichert, Geschäftsführer Operativ der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg: „Die FuTog Berlin zeigt eindrucksvoll, wie engagiert viele Unternehmen bereits handeln, um neue Fachkräfte zu gewinnen. Internationale Talente bereichern ein Unternehmen, schaffen Mehrwert und sichern Wettbewerbsvorteile. Geflüchtete Menschen bringen Motivation, Lernbereitschaft und benötigte Fähigkeiten und Kompetenzen mit. Das ist ein echtes Potenzial für unsere Wirtschaft, das wir nutzen sollten.
Nach dem Einstieg kommt der Aufstieg: Ein Unternehmen, das Menschen echte Chancen gibt, sie persönlich fördert und sie qualifiziert, sorgt dafür, dass sie im Betrieb ankommen und gewinnt langfristig Fachkräfte, die bleiben. Unser Berliner Arbeitgeberservice und das gemeinsame Beratungsangebot unter www.weiterbildung.berlin unterstützen bei der Weiterentwicklung im Unternehmen praxisnah und individuell.“
Aus Begegnungen entstehen neue Chancen – für Menschen und für die Berliner Wirtschaft
Lutz Neumann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Berlin Mitte: „Integration in Arbeit oder Ausbildung gelingt nur gemeinsam. Gerade in einer so vielfältigen Metropole wie Berlin sehen wir, wie wichtig die Zusammenarbeit von Unternehmen, Jobcentern, Arbeitsagenturen sowie Partnern wie der IHK und der Handwerkskammer ist. Mich beeindruckt jedes Jahr aufs Neue, wie viele engagierte Unternehmen hier auf der FuTog Berlin direkt mit Menschen mit Fluchterfahrung ins Gespräch kommen. Denn genau aus solchen Begegnungen entstehen neue Chancen – für Menschen und für die Berliner Wirtschaft.“
FuTog Berlin 2026 in Zahlen:- Rund 3.500 Besucherinnen und Besucher, überwiegend aus den TOP 8-Asylherkunftsländer (Afghanistan, Eritrea, Irak, Iran, Nigeria, Pakistan, Somalia und Syrien) und der Ukraine.
- Rund 50 Unternehmen aus Handel, Handwerk, Industrie, Dienstleistung, IT, Sicherheit und Verkehr und Logistik.
- Begleitende Beratungsangebote: von Anerkennungsberatung ausländischer Berufsabschlüsse über Sprachmittlung bis zu Workshops.
- Ein Ziel: gemeinsam die berufliche Integration und persönliche Entwicklung geflüchteter Menschen zu ermöglichen sowie dem Arbeits- und Fachkräftemangel entgegenzuwirken.
Statistikangebot zur Messe
Faktenblatt „Arbeitsmarktintegration von Menschen mit Fluchthintergrund”
Pressefotos
Die Pressefotos dürfen unter Angabe der Quelle veröffentlicht oder an Dritte weitergegeben werden.
Bildquelle: IHK Berlin/ Robert Recker
Downloadlink: https://www.picdrop.com/robertrecker/bzzcX4mubX